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Abschied vor der Zeit: Breiter Dank an Bürgermeister Block

  • Autorenbild: Julius Höffmann
    Julius Höffmann
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

   Update und Reaktionen


Ein Bürgermeister prägt eine Gemeinde

Bürgermeister Hermann Block. Foto: Martin Pille
Bürgermeister Hermann Block. Foto: Martin Pille

Bösel. Seit fast zwei Jahrzehnten steht Hermann Block an der Spitze der Gemeinde Bösel. Im Juni 2006 gewählt, trat er sein Amt am 1. Juli desselben Jahres an. Zuletzt bestätigten ihn die Bürger im Februar 2022 ohne Gegenkandidaten für eine dritte Amtszeit – mit 56,41 Prozent der Stimmen. Regulär wäre diese bis Ende 2031 gelaufen, bei einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung von 34,55 Prozent.

Dass diese Amtszeit nun verkürzt wird, sorgt parteiübergreifend für Bedauern – und zugleich für Respekt vor der persönlichen Entscheidung.


CDU: „Nicht unvorbereitet“ auf die Zeit danach

Für die CDU kommt der Schritt nicht völlig überraschend. „Wir sind nicht unvorbereitet und werden zeitnah sprechfähig sein“, erklärt Gemeindeverbandsvorsitzender Andre Brunemund. Gespräche über mögliche Nachfolger habe es bereits gegeben.

Gleichzeitig überwiegt der Dank: In den vergangenen 20 Jahren habe sich Bösel dynamisch entwickelt, sei „enorm gewachsen“ und stehe kurz vor der Marke von 10.000 Einwohnern. „Man kann als Böseler stolz auf das Geleistete sein.“ Einen maßgeblichen Anteil daran habe Bürgermeister Block.

Auch CDU-Fraktionschef Ludger Beeken unterstreicht die erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Entwicklung der gesamten Gemeinde – von Bösel bis Petersdorf – sei „in Riesenschritten“ erfolgt. „Ich hätte mit Hermann Block sehr gerne bis 2031 weiter

zusammengearbeitet“, sagt Beeken. Nun gelte es, die Entscheidung zu akzeptieren und die Zukunft aktiv zu gestalten.


Bündnis Bösel: Respekt und Wunsch nach gemeinsamer Lösung

Eher überrascht zeigt sich hingegen Bernd Roder, Fraktionsvorsitzender von Bündnis Bösel (SPD/Grüne). „Ich hätte mit dieser Entscheidung nicht mehr gerechnet“, sagt er mit Blick auf die vergleichsweise kurze Zeit bis zur nächsten Kommunalwahl.

Roder würdigt die Zusammenarbeit als „sehr gut“, geprägt von gegenseitigem Respekt und großem Erfolg. Für die Zukunft setzt er auf Geschlossenheit: Seine Fraktion werde keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Stattdessen plädiert er dafür, eine Persönlichkeit zu unterstützen, die von allen etablierten Kräften getragen wird.


 
 
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