top of page

Anlieger in Altenoythe befürchten finanzielles Desaster

Autorenbild: Julius Höffmann
Julius Höffmann
26. Juni
2 Min. Lesezeit
Die Anlieger der Beethovenstraße in Altenoythe befürchten ein "finanzielles Desaster". Foto: Höffmann
Die Anlieger der Beethovenstraße in Altenoythe befürchten ein "finanzielles Desaster". Foto: Höffmann

Altenoythe. Von einem „finanziellen Desaster“ für zahlreiche Familien an der Beethovenstraße in Altenoythe sprach Anwohner Markus Banemann während der jüngsten Sitzung des Friesoyther Stadtrates im Dorfgemeinschaftshaus. Im Rahmen der Einwohnerfragestunde übte er deutliche Kritik am Umgang der Stadtverwaltung mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern.

Nach Angaben Banemanns seien den Anliegern im Zusammenhang mit den geplanten Ausbaumaßnahmen wiederholt Ablöseverträge zugesagt worden. Bis heute lägen den Betroffenen jedoch keine entsprechenden Vereinbarungen vor. „Ich frage Sie, ob es gängige Praxis in der Stadt Friesoythe ist, mit den Bürgern so umzugehen“, erklärte Banemann. Vor allem junge Familien und Rentner stünden derzeit vor großer Unsicherheit, da sie nicht abschätzen könnten, welche finanziellen Belastungen letztlich auf sie zukämen.

Für die Stadtverwaltung nahm Matthias Neiteler, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Stellung. Er verwies auf die rechtliche Situation und die Einschätzung eines von der Stadt konsultierten Fachanwalts. Verlässliche Ablöseverträge könnten demnach erst dann angeboten werden, wenn sämtliche Maßnahmen abschließend kalkuliert seien und belastbare Zahlen vorlägen.

Gleichzeitig kritisierte Neiteler das Verhalten einiger Anlieger bei einer kürzlich durchgeführten Baubesprechung mit einem städtischen Mitarbeiter. Dieser sei von mehreren Teilnehmern verbal angegangen worden. Dabei sei ihm unter anderem vorgeworfen worden, falsche Zahlen vorzulegen. „Wir fälschen keine Zahlen“, stellte Neiteler klar. Ein derartiger Umgang sei nicht akzeptabel. Sollte sich ein solches Verhalten wiederholen, müsse die Stadt künftig auf weitere Baubesprechungen verzichten.

Auch andere Anwohner meldeten sich während der Sitzung zu Wort. Sie bemängelten die aus ihrer Sicht unzureichende Kommunikation der Verwaltung und sprachen von „falschen Versprechungen“. So habe man den Bürgern zugesichert, dass Ablöseverträge noch vor Beginn der Bauarbeiten vorliegen würden. „So ist es uns gesagt worden“, betonte Ulrike Albers. Tatsächlich hätten die Baumaßnahmen inzwischen begonnen, während die angekündigten Verträge weiterhin ausstünden.

 
 
bottom of page