Brücke zwischen Musik und Botschaft
- Martin Pille

- 10. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Mit warmem Chorklang und leuchtenden Adventstönen eröffnete der Petersdorfer Kirchenchor sein festliches Konzert in der voll besetzten Dorfkirche, das die Zuhörer von Beginn an in eine wohltuende vorweihnachtliche Atmosphäre eintauchen ließ. Besonders eindrucksvoll gelang dies gleich zu Beginn mit dem innigen „Pie Jesu“ von Victor C. Johnson in fließenden Melodielinien, schlicht und andächtig.
Im Mittelpunkt des Programms stand anschließend die „Messe Bréve No. 7“ von Gounod, eine spirituelle Miniatur, deren lichtdurchflutete Harmonien vom Chor trotz seiner überschaubaren Besetzung mit überraschender Klangfülle gestaltet wurden.
Besinnliche Impulse
Zwischendurch las Sandra Schlarmann kurze besinnliche Impulse, die die Brücke schlugen zwischen Musik und Botschaft. Ruth Mammen trug die berühmte „Air“ aus der Orchestersuite Nr. 3 BWV 1068 von Bach mit der Querflöte ruhig, warm und mit sehr kontrollierter, edlen Klangführung vor. Dazu setzte sie feine, schwebende Linien, die den stillen Charakter des Werkes noch verstärkten und erwies sich im Übrigen bei den Liedstücken als sichere und zuverlässige Begleiterin. Christine Deeken und Christiane Oltmann trugen ihre Soloparts in Eleganz und emotionaler Wärme mit klaren, tragenden Stimmen vor, die mühelos das Kirchenschiff erfüllten.
Strahlender Schlusspunkt
Als fulminanten Abschluss präsentierten Chor und Ensemble unter anderem das lebhafte „Celtic Advent Carol“ von Barrett/Angerman, dessen energiegeladene Rhythmen und festliche Melodien das Publikum sichtbar mitrissen und das Adventskonzert mit einem strahlenden Schlusspunkt krönten. Dass das Adventskonzert mehr wurde als ein gewöhnlicher Choralabend ist der musikalischen Vielseitigkeit des Dirigenten Adrian Langer zu verdanken, der mühelos zwischen Orgelbank und Klavierhocker wechselte und einen musikalischen Rahmen schuf, der viele Herzen berührte.



