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Bösel plant neue Lehrküche und größere Mensa

Autorenbild: Martin Pille
Martin Pille
vor 19 Stunden
2 Min. Lesezeit
Südlich zur L35 hin soll in einem Anbau der Böseler OBS am vorderen Teil eine neue Lehrküche in der Mensa entstehen. Foto: Martin Pille
Südlich zur L35 hin soll in einem Anbau der Böseler OBS am vorderen Teil eine neue Lehrküche in der Mensa entstehen. Foto: Martin Pille

Bösel. Der Böseler Schulausschuss hat während seiner jüngsten Sitzung dem Gemeinderat einstimmig empfohlen, sowohl eine neue Lehr- und Lernküche für die Oberschule (OBS) zu bauen, als auch die dortige Mensa zu erweitern. Die Gemeinde würde damit auf die stark steigende Tendenz beim Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder reagieren.

Wie der Fachbereichsleiter für Bürgerdienste im Rathaus, Josef Runden, erläuterte, wird die vorhandene Lehrküche im „Langen Jammer“ der St. Martin-Grundschule auch von der Oberschule genutzt. Beide hätten jedoch inhaltlich unterschiedliche Ansätze, zudem erfordere das in der Oberschule implementierte Fach „Gesundheit/Soziales und Wirtschaft“ eine zeitgemäße Küchentechnik und –nutzung, die bislang fehle. Auch eine behinderungsgerechte Ausstattung gibt es noch nicht. Dazu komme, dass die Größe des Raumes für den theoretischen und praktischen Unterricht nicht ausreiche, so Runden. Durch eine am südlichen Teil des Mensagebäudes angedockte Küche könnten bautechnische Energieeffekte genutzt werden. Die Küche in der Grundschule soll dann auch für externe Nutzer zur Verfügung stehen.

Unstrittig im Ausschuss war die Tatsache, dass wegen des zu erwartenden aufsteigenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung der Raumbedarf zunehmen werde. Die künftige bei weitem nicht ausreichende Größe in der Mensa hatte die ehemalige Schulleiterin der Grundschule, Rita Schorling, bei der letzten Schulbereisung bereits deutlich gemacht. Die vorhandenen 72 Plätze bei der Mittagsverpflegung müssten bereits jetzt zweimal komplett belegt werden.  Der Plan sieht eine Erweiterung der Mensa in nördlicher Richtung sowie eine Nutzungsveränderung des Flurbereiches vor, die insgesamt zusätzliche 54 Plätze bringen sollen, insgesamt dann 126.

Der beauftragte Böseler Architekt Frank von Garrel stellte den Ausschussmitglieder zwei mögliche Varianten vor, die zuvor auch mit dem Schulleiter der OBS, Arend Arends, sowie mit der kommissarischen Leiterin der Grundschule, Susanne Michalik-Quent, abgestimmt wurden. Der Ausschuss stimmte der Variante zu, die zusätzlich den Bau eines Verbindungsflures beinhaltet, der Wunsch der beiden Schulleitungen. Geprüft werden soll die Anfrage von Moritz Cloppenburg (FDP), der anregte, eventuell Klimaanlagen in den Gebäuden einzubauen. Sonnenschutzsysteme sind hingegen bereits geplant. Die Gesamtkosten der beiden Bauvorhaben dürften sich nach Einschätzung des Architekten auf etwas mehr als eine Million Euro belaufen. Die Gemeinde erwartet dafür 50-Prozent-Zuschüsse aus der Kreisschulbaukasse in Höhe von ca. 575.000 Euro.

 
 
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