Bösel plant Zukunft: Geld frei für Jubiläum, Kitas und Familientag

Von Martin Pille

Bösel. Der Böseler Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Familie hat einstimmig alle Haushaltsansätze einschließlich Freiwillige Feuerwehr gebilligt, die während der jüngsten Sitzung von Fachbereichsleiter Josef Runden vorgetragen wurden und an den Gemeinderat überwiesen. Dazu gehört auch die finanzielle Vorbereitung auf den OM-Familientag, der am 6. September in Kooperation mit den Euro-Musiktagen in Bösel begangen wird.
In diesem Jahr will die Gemeinde Bösel seine 150 Jahre währende politische Selbstständigkeit, die Jahre 1876 mit der Abtrennung von Altenoythe begann, „in kleinem Rahmen“ feiern. Unter anderem plant der Heimatverein dafür eine Fahrrad-Sternfahrt durch die Bezirke der Ortschaften. Die Gemeinde selbst hat einen 300-seitigen Bildband mit überwiegend historischen Fotos in Auftrag gegeben und plant zudem eine Foto-Ausstellung im Rathaus. Ein „großes Festjahr“ soll dann jedoch im Jahr 2030 gefeiert werden, wenn sich zum 950. Mal die erste Erwähnung Bösels jährt. Bürgermeister Hermann Block kündigte hierzu auch das Erscheinen einer wissenschaftlich fundierten Chronik an, für die ab 2027 auch die finanziellen Mittel in den Haushalt eingestellt werden sollen.
Offizialat erhöht Elternbeiträge
Das Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO) wird zum 1. August 2026 die Elternbeiträge für die Betreuungsplätze in den katholischen Kindertagesstätten erhöhen. Eine analoge Erhöhung gibt es auch in der „Kita für Alle“ und in der Übergangskindertagestätte an der Messingstraße. Darauf reagiert die Gemeinde mit der Anpassung seiner Haushaltsansätze. Danach soll die Neuordnung kostenneutral sein; eine Staffelung der Elternbeiträge erfolgt künftig in elf statt bisher in sechs Einkommensstufen. Geringe Einkommen sollen entlastet werden, höhere differenzierter gefiltert und mehr belastet werden, so der Beschlussvorschlag der Verwaltung.
Bedingt durch eine neue Finanzierungsvereinbarung mit dem BMO erhöhen sich die Ausgaben der Gemeinde bei den Betriebskosten der vier Kitas um ca. 100.000 Euro. Die neuen Ansätze billigte der Ausschuss einstimmig.



