top of page

Bösel reduziert Baugebiet nach Bedenken des Landkreises

  • Autorenbild: Martin Pille
    Martin Pille
  • vor 13 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit
Das geplante Baugebiet „Nördlich Kampstraße/östlich Schulstraße“ in Petersdorf wird deutlich beschnitten. Foto: Martin Pille
Das geplante Baugebiet „Nördlich Kampstraße/östlich Schulstraße“ in Petersdorf wird deutlich beschnitten. Foto: Martin Pille

Bösel (pi). Die Gemeinde Bösel will den Geltungsbereich des Flächennutzungsplanes und damit für das geplante Baugebiet „Nördlich Kampstraße/östlich Schulstraße in Petersdorf deutlich beschneiden und damit einen Überhang an Wohnbauflächen begrenzen. Sie kommt den Bedenken des Landkreises Cloppenburg nach, der „die große Ausweitung von Wohnbauflächen in den bisher unbeplanten Außenbereichen“ kritisch sieht.


Er hinterfragt gleichzeitig, ob die ursprünglich geplante Größe dem „planungsrechtlichen Grundsatz des sparsamen und schonenden Umgangs mit Grund und Boden“ entspricht. Die Eingabe macht weiterhin darauf aufmerksam, dass bereits große Flächen im Westen und Nordosten Petersdorfs, angrenzend an bereits bebaute Grundstücke, als Wohnbauflächen im Flächennutzungsplan ausgewiesen sind. Für diese größtenteils unbebauten Flächen seien bisher noch keine Bebauungspläne aufgestellt worden.


Die Gemeinde müsse begründen, warum dennoch zusätzliche Flächen im unbebauten Außenbereich benötigt würden, obwohl noch ungenutzte Wohnbauflächen vorhanden seien. Diese Begründung fehle im Planentwurf, heißt es in der Stellungnahme des Landkreises. Die Behörde weist ferner darauf hin, dass im nördlichen Bereich die zulässige Geruchsbelastung durch einen landwirtschaftlichen Betrieb mit bis zu 20 Prozent der Jahresstunden bereits „erheblich überschritten“, eine spätere Planung damit „nicht nachvollziehbar“ sei.


Die Gemeinde sieht in der Reduzierung der Planfläche „eine pragmatische Lösung anstehender Entwicklungserfordernisse“, hält es wegen der angespannten Grundstücksfragen aber nicht für zielführend, zugleich andere städtebaulich geeignete Flächen wieder aus Flächennutzungsplänen zu entfernen. Ein „gewisser Überhang an Flächen“ sei erforderlich, um die Handlungsfähigkeit der Gemeinde zu erhalten, hieß es in der Beschlussempfehlung. Das entspräche auch dem politischen Willen. „Wir bleiben an der Thematik dran“, so Bürgermeister Hermann Block. Der Fachausschuss stimmte gleichwohl einstimmig für eine Reduzierung der Pläne.

 
 
bottom of page