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Der Wille zum Wechsel

Autorenbild: Julius Höffmann
Julius Höffmann
vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit

Kommentar zur Wahl


Von Julius Höffmann


Die Würfel sind gefallen: Der neue Verwaltungschef im Friesoyther Rathaus heißt Jann Christian Hegewald. Foto: höf
Die Würfel sind gefallen: Der neue Verwaltungschef im Friesoyther Rathaus heißt Jann Christian Hegewald. Foto: höf

Melanie Buhr darf sich trotz ihrer Niederlage als politische Kandidatin der Herzen fühlen. Sie hat in einem schwierigen Wahlkampf Haltung bewiesen, Profil gewonnen und sich nach dem holprigen Start ihrer Partei noch einmal mit voller Kraft ins Rennen geworfen. Für das Amt der hauptamtlichen Bürgermeisterin hat es dennoch nicht gereicht. Das Ergebnis ist eindeutig: Nach zwölf Jahren SPD-Herrschaft wollen die Friesoyther den Wechsel.

Dafür stand und steht Jann Christian Hegewald bereit. Der CDU-Kandidat war früh präsent, suchte konsequent den Kontakt zu den Menschen und war im Wahlkampf kaum zu übersehen. Seine Omnipräsenz mag dem einen oder anderen fast zu viel gewesen sein – politisch aber hat seine Strategie funktioniert. Hegewald hat mit Professionalität und einem souveränen Auftritt überzeugt.

Für Melanie Buhr wurde offenbar zum Problem, dass sie als stellvertretende Bürgermeisterin und langjährige SPD-Ratsfrau stärker für das steht, was war, als für das, was kommen soll. In einer Stadt, in der die Wechselstimmung spürbar war, reichte persönliches Ansehen allein nicht aus.

Auch Olaf Eilers verdient Anerkennung. Nach dem Rückzug von der SPD-Kandidatur, seinem Parteiaustritt und der Gründung einer Wählergemeinschaft stellte er sich dennoch dem Votum der Bürger. Ob Protest, Überzeugung oder persönlicher Ehrgeiz dahinterstand, weiß nur er. Einfach war diese Kandidatur ohne große Parteistrukturen im Hintergrund sicher nicht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist mehr als ein Achtungserfolg.

Nun liegt der Ball bei Jann Christian Hegewald. Ein vergleichsweise junger Bürgermeister mit Tatendrang kann die Ärmel hochkrempeln. Die Erwartungen sind groß: Friesoythe braucht frische Ideen – aber vor allem Ideen, die auch finanzierbar, machbar und am Ende für die Menschen spürbar sind.

Der Wahlkampf ist vorbei. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit

 
 
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