Drei Listen ziehen geschlossen mit Burtz in den Wahlkampf
- Martin Pille

- vor 2 Tagen
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Bösel (pi). Nachdem bereits die CDU und die Grünen in Bösel ihre Kandidaten vorgestellt haben, präsentierten nun auch Bernd Roder („Bündnis Bösel“ mit SPD und parteilosen Kandidaten), Matthias Preuth („Bürger für Bösel“) und der FDP-Ortsverband ihre Kandidaten für die Kommunalwahl im September. Roder und Preuth kandidieren zudem für den Kreistag. Alle drei Gruppierungen unterstützen vorbehaltlos Christoph Burtz als Bürgermeisterkandidat.
Das „Bündnis für Bösel“ war seit 2021 mit ihm sowie Eckhard Moorkamp (SPD) Ludger Speckmann (parteilos) und Sascha Rühl (Grüne) im Gemeinderat vertreten. Rühl löste Ende 2025 Birta Roder (Grüne) ab, die das Mandat krankheitsbedingt aufgab. Moorkamp kandidiert nicht wieder. Nun treten für das Bündnis neben Bernd Roder und Ludger Speckmann auch Teresa Frerichs, Yvonne Deeken, Carolin Kühter, Michael Crone Zuppke, Felix Engelhardt und Stefan Schröter an. Roder: „Verlässlich, mit engagiertem Einsatz für lebenswertes Wohnumfeld und mit 20-jähriger Erfahrung sind meine Themen: Gesundheitsversorgung im ländlichen Bereich, bezahlbares Wohnen und Digitalisierung in Schule und Verwaltung“. Die Gruppe befürwortet auch den Bürgermeisterkandidaten der CDU, Christoph Burtz, „denn er ist parteilos, kennt sich aus und ist hier verwurzelt“, so Roder.

Dasselbe gilt auch für die „Bürger für Bösel“. Mit Burtz teilt Preuth sogar sein wichtigstes kommunalpolitisches Ziel, die Abschaffung der Straßenausbausatzung, denn die sei „nicht mehr zeitgemäß“. Preuth: „Öffentliche Straßen werden von der gesamten Allgemeinheit genutzt und sollten deshalb auch solidarisch aus Steuermitteln finanziert werden“. Neben Preuth und Frank Holubek, die beide bislang im Rat vertreten waren, kandidieren nun auch Lukas Preuth, Jan Willem Schröder, Michael Beckert und Heinrich Hülskamp für die Gruppe. Sie treten an „für pragmatische und sachorientierte Lösungen ohne parteipolitischen Interessen“, so hieß es.
Die beiden bisherigen FDP-Ratsvertreter Martin Meinerling und Moritz Cloppenburg treten nicht wieder an. Meinerling vertrat seine Partei seit über 25 Jahren im Gemeindeparlament, Cloppenburg seit 2021. Dafür gehen nun Peter Primus und Thomas Brinkmann ins Rennen um ein Mandat.

Auch Primus steht für die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung, Brinkmann unter anderem für eine weitere Stärkung des Ortsteils Petersdorf. Die FDP begrüßt ebenfalls die Bürgermeister-Kandidatur Christoph Burtz. Nichts ist hingegen bekannt über eine Kandidatur der AfD. Für die war Markus Kühter 2021 mit 197 Stimmen in den Rat eingezogen, verließ ihn jedoch bereits nach einem Jahr.


