Freie Friesoyther Wähler (FFW) stellen ambitioniertes Programm vor
- Fritz-Redaktion

- vor 1 Stunde
- 2 Min. Lesezeit

Friesoythe. Mit einem umfassenden Programm gehen die Freien Friesoyther Wähler (FFW) in die kommende Stadtratswahl. In einer Pressemitteilung benennt die Wählergemeinschaft konkrete Projekte und spart zugleich nicht mit Kritik an bestehenden Strukturen.
Ein zentraler Streitpunkt ist die Friesoyther Eisenbahngesellschaft (FEG), die die FFW als finanzielles Risiko sehen. Sprecher Olaf Eilers findet deutliche Worte und bezeichnet das Projekt als "Millionengrab". Die Forderung ist klar: Die Stadt soll aus der FEG ausscheiden. Die freiwerdenden Mittel wollen die FFW gezielt investieren – etwa in eine seit Jahrzehnten diskutierte Radfahrer- und Fußgängerbrücke über den Küstenkanal in Kampe. „Die Bürgerinnen und Bürger in Kampe warten seit mehr 30 Jahren auf eine sichere Möglichkeit zur Überquerung des Küstenkanals. Dieses Warten soll ein Ende haben“, so Eilers.
Ein weiteres Großprojekt ist die Kläranlage in Mehrenkamp. Diese sei längst an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen und müsse dringend saniert und erweitert werden. Die Kosten für eine zusätzliche Reinigungsstufe und den Ausbau werden nachFFW-Angaben auf mehr als 30 Millionen Euro geschätzt. Trotz erheblicher Fördermittel bleibe ein bislang nicht kalkulierter Millionenbetrag bei der Stadt hängen – Geld, das aktuell fehle.
Auch im Bildungsbereich sieht die FFW Handlungsbedarf. Zwar habe die Stadt in den vergangenen Jahren in Schulen investiert, doch reiche dies nicht aus. Noch immer würden Schülerinnen und Schüler – etwa in Altenoythe – in Containerklassen unterrichtet. Die Wählergemeinschaft fordert: „Neubauten statt Notlösungen.“
Neben großen Infrastrukturprojekten setzt die Initiative auch auf Verbesserungen im Alltag der Bürger. Dazu gehören der Ausbau des Radwegenetzes, neue Wohn- und Gewerbegebiete in allen Ortsteilen sowie mehr Bürgerbeteiligung, etwa bei Straßenausbauplanungen. Im Gesundheitsbereich schlagen sie ein Ärztehaus nach dem „Büsumer Modell“ vor, um dem Mangel an Landärzten zu begegnen.
Familienpolitisch fordern die FFW in ihrem Schreiben eine stärkere Berücksichtigung berufstätiger Eltern. Die Betreuungszeiten in Krabbelgruppen und Kindertagesstätten müssten sich stärker an den Lebensrealitäten orientieren.
Die Bedeutung des Ehrenamts unterstreichen die FFW mit Blick auf die Feuerwehr. Neben moderner Ausstattung planen sie den Neubau von Feuerwehrhäusern in Friesoythe und Markhausen. Ziel sei es, die Einsatzkräfte auch künftig bestmöglich zu unterstützen.
Finanzpolitisch positioniert sich die Wählergemeinschaft klar: Eine Erhöhung der Grundsteuer lehnen sie ab. Diese dürfe nicht genutzt werden, um etwa Straßenausbaubeiträge zu ersetzen.
Zugleich fordert sie eine aktivere Wirtschaftspolitik. Die Ansiedlung neuer Unternehmen, die Nutzung von Leerständen und ein stärkeres Standortmarketing müssten deutlich intensiviert werden. Dafür sei auch eine personelle und strukturelle Stärkung des Rathauses notwendig.
Nachfragen: olaf@eilers-kampe.de



