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Holland-Flair erobert Bösel: Tausende Besucher feiern Premierenmarkt

  • Autorenbild: Martin Pille
    Martin Pille
  • vor 18 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Bösel (pi).Den ganzen Tag über strömten die Besuchern in Bösels Zentrum rund um das Rathaus und die Straßen Am Kirchplatz und Jahnstraße, die sich für einen Tag in eine niederländische Einkaufsmeile verwandelt hatten. Zwischen Ständen mit Gouda, Stroopwafeln, Lakritz und Blumen fanden sich allerlei Schätze, die das Herz von Holland-Fans höherschlagen ließen. Das Wetter zeigte sich ebenfalls von seiner gnädigen Seite und bescherte dem landesweit bekannten Hollandmarkt, der aus Anlass des 150jährigen Gemeindejubiläums zum ersten Mal nach Bösel gekommen war, prima Bedingungen. So konnten die rund 40 Händler tausende von Gästen begrüßen und viele Produkte verkaufen.

Käse, Kibbeling und Poffertjes als Publikumsmagneten

An den zahlreichen Verkaufsständen gab es alles, was das Holland-Herz begehrt: Käse in sämtlichen Reifestufen, holländische Süßigkeiten, Dekorationen und allerlei sonstige Spezialitäten. Besonders beliebt und gefragt waren neben Käse und Süßwaren auch die typischen holländischen Fischspezialitäten, deren Duft zeitweise bis in die Nachbarstraßen zog. Schlange stehen hieß es zum Beispiel für die „Kibbelings“, mit Backteig überzogene und danach frittierte Fischstücke mit Remouladensauce oder Knoblauchdip. Heiß begehrt waren auch die Poffertjes, eine Gebäckspezialität kleiner münzgroßer Pfannküchlein mit viel Puderzucker, die im Nachbarland inzwischen den Rang eines Nationalgerichts haben.

Blumen, Dekorationen und musikalische Urlaubsstimmung

Auch Garten- und Dekofreunde kamen auf ihre Kosten: Blumenzwiebeln, bunte Staudenblumen, Zimmerpflanzen und farbige Vogelhäuschen reihten sich auf dem traditionsreichen Markt aneinander. Markschreierisch bot ein Verkäufer „Salben, die eigentlich gegen alles helfen“ an. Das echte holländische Dweilorkest „La dolce Vita“ aus Weerselo (gleich hinter der Grenze bei Bad Bentheim) mit 11 Meisjes mit Trompeten und Trommeln zogen durch die Straßen und sorgten an verschiedenen Markflecken für richtige niederländische Urlaubsstimmung.

Zufriedene Besucher und positive Bilanz

Die typisch niederländische Gelassenheit schien importiert worden zu sein. Während die Erwachsenen gemütlich über den Markt bummelten, genossen die Kinder das bunte Treiben und die zahlreichen Leckereien. Überall wurde geschnackt, gelacht und probiert. Besonders häufig fiel an diesem Tag der Satz: „Eigentlich brauche ich das nicht, aber ich nehme es trotzdem mit.“ Lediglich die Frage „Junger oder alter Gouda?“ sorgte vereinzelt für Diskussionen. Am Ende des Tages zogen Bürgermeister Hermann Block, der den Markt gerne langfristig im Veranstaltungskalender etablieren möchte und auch die Händler ein rundum positives Fazit, denn zurück blieben zufriedene Besucher, volle Einkaufstaschen und die Erkenntnis, dass man manchmal für niederländisches Flair keine lange Autofahrt benötigt.

Fotos: Martin Pille

 
 
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