Nele Engelmann (15) aus Thüle kehrt als Europameisterin zurück
- Hans Passmann
- vor 1 Tag
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Thüle (mp). Was für ein großartiger Erfolg im Fahrsport für die erst 15-jährige Nele Engelmann aus Vorderstenthüle. Bei ihrer ersten Teilnahme an den Jugend-Europameisterschaften der Gespannfahrer in Orsorhei in Rumänien holte sich die Schülerin der BBS Friesoythe gleich auf Anhieb den Titel der Europameisterin bei den Zweispännern Ponys U 18.
Damit sorgte die Goldmedaillengewinnerin für den größten Deutschen Einzelerfolg auf den Europäischen Titelkämpfen. Erst vor wenigen Wochen hatte sich Engelmann zur Deutschen Meisterin gekürt. Doppelgold in wenigen Wochen.
Stolz ist auch der Pferdesportverband Weser-Ems (PSVWE), deren Farben Engelmann in Rumänien vertrat. Mit ihren Ponys Engelmanns Maddy und Neu Lohoff Karamell setzte sie sich mit einem Gesamtergebnis von 140,54 Punkten deutlich gegen die Konkurrenz aus Ungarn und Italien durch. Bereits die Dressur konnten sie mit 52,48 Punkten gewinnen, im Gelände wurde es Platz drei mit 79,94 Punkten und im abschließenden Kegelparcours fiel lediglich ein Ball in der schnellsten Zeit und damit wiederum Platz eins mit 8,62 Punkten
In der Gesamtwertung war es dann klar die Goldmedaille, mit einem Vorsprung von 19 Punkten. Ganz besonders stolz ist auch der Reit- und Fahrclub (RuF)Thüle, für den Engelmann die Pferde anspannt. Eine Europameisterin in seinen Reihen zu haben, kommt für einen Verein nicht alle Tage vor. Es scheint, als trete Nele Engelmann in die Fußstapfen des großen Meisters der Leinenkunst Bernd Duen, der unzählige Titel und Meisterschaften, darunter auch das CHIO in Aachen und Mannschaftsweltmeister der Vierspänner, in seiner aktiven Laufbahn gewann. Letztlich war es auch der zehnfache Deutsche Meister, der Engelmann die Leinenkunst Hoch auf dem Bock beibrachte. „Einen besseren Trainer hätte meine Tochter zu Beginn ihrer Fahrsportlaufbahn nicht haben können“, sagt Mutter Katja Engelmann, die aktuell nun ihre Tochter trainiert und gleichzeitig auch Vorsitzende des RuF Thüle ist.
Ein wenig erschöpft von den Turnierstrapazen und der weiten Rückreise über 1800 Kilometer, aber überglücklich mit der Goldmedaille im Gepäck, kehrte die neue Europameisterin zusammen mit ihrer Mutter nach Thüle zurück. „Es waren schönen Tage in Osorhei. Von der Dressurprüfung bis zum Kegelfahren ist alles gut gelaufen. Dass ich nun Europameisterin und Deutsche Meisterin bin, erfüllt mich mit Stolz“, sagt Nele Engelmann. Den Erfolg habe sie aber auch ihren beiden Ponys und dem gesamten Umfeld zu verdanken. Nicht zu vergessen Beifahrer Jan Duen, Sohn von Bernd Duen, ein wichtiger Teil des Teams.
Nun gönnen sich alle, auch die beiden Ponys,e kleine wohlverdiente Pause. Anfang September stehen die Weser-Ems-Meisterschaften auf heimischen Terrain in Thüle an. Ob die frischgebackene Europameisterin und Deutsche Meisterin dann an den Start gehen wird, ist noch nicht entschieden


