Neuer Lions Club in Friesoythe: Die Geschichte hinter dem Namen
- Julius Höffmann

- vor 8 Stunden
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Das FRITZ-Interview

Friesoythe. Im FRITZ-Interview spricht der neue Präsident des jetzt gegründeten Lions Club Friesoythe, Bernhard Wagner, über die Bedeutung des Namens „Lions“, die noch ausstehende internationale Anerkennung und die Ziele des neuen Clubs. Dabei geht es vor allem um soziales Engagement, Gemeinschaft und konkrete Projekte für die Region.
Warum heißt der Lions Club eigentlich Lions Club?
Lions“ ist die Abkürzung für: Liberty, Intelligence, Our, Nation’s, Safety
Auf Deutsch bedeutet das sinngemäß:b„Freiheit und verantwortungsbewusstes Handeln für das Wohl unserer Gemeinschaft.“ Der Name steht weltweit für das Leitbild der Organisation Lions Clubs International, die sich ehrenamtlich für soziale, kulturelle und humanitäre Projekte engagiert.
Warum müssen Sie auf eine offizielle Bestätigung aus den USA warten?
Lions Clubs International hat seinen internationalen Hauptsitz in den USA. Dort werden weltweit alle Neugründungen zentral geprüft und registriert. Erst wenn der Gründungsantrag offiziell genehmigt wurde, wird der Lions Club Friesoythe international anerkannt und erhält seine offizielle Charterurkunde. Ab diesem Zeitpunkt dürfen wir uns auch erst offiziell „Lions Club Friesoythe“ nennen.
Welche Ziele verfolgt der Club?
Wir verfolgen zwei zentrale Ziele. Zum einen möchten wir eine starke Gemeinschaft aufbauen und Menschen aus unterschiedlichen Berufen und Lebensbereichen miteinander vernetzen. Durch den Austausch von Ideen, Erfahrungen und Kontakten entsteht ein Netzwerk, das gemeinsam etwas für die Region bewegen kann.
Zum anderen wollen wir soziale Projekte in Friesoythe und Umgebung langfristig fördern. Unser angehender Club hat bereits zahlreiche Ideen für zukünftige Activities gesammelt. Die erste Spende kam schon bei unserer Gründungsfeier zusammen. Der Erlös geht an den Besuchsdienst des Malteser Hilfsdienst und unterstützt damit ehrenamtliche Besuche bei Seniorinnen und Senioren.
Neben den gemeinnützigen Aktivitäten dienen unsere Zusammenkünfte auch dem persönlichen Austausch. Wir informieren uns über gesellschaftliche Themen, diskutieren aktuelle Fragen und unternehmen gelegentlich gemeinsame Ausflüge, zum Beispiel zu Unternehmen und Einrichtungen in der Region.
Wie entstehen die entsprechenden Kontakte?
Das ist ganz unterschiedlich, dabei steht zunächst die Idee im Vordergrund, dass sich Menschen finden, die auch als Gruppe zueinander passen. Unser angehender Club, ist in erster Linie wie ein großer Freundeskreis zu sehen, bei dem ganz unterschiedliche Menschen zusammenkommen. Dabei ist es natürlich wichtig, dass sich alle möglichst verstehen und auch Spaß am Miteinander haben. Aus diesem Grund wird es beim Lions Club so gehandhabt, dass wir gezielt Personen ansprechen, wenn wir den Eindruck haben, dass diese Person zu uns passen könnte.
Was unterscheidet den Lions Club von anderen Hilfsorganisationen?
Ein Lions Club leistet in der Regel keine direkte operative Hilfe, sondern unterstützt gemeinnützige Projekte vor allem finanziell. Um diese Unterstützung zu ermöglichen, organisieren Clubs sogenannte Activities, also Aktionen zur Spendensammlung. Einige Lions Clubs verkaufen beispielsweise Sachspenden oder Second-Hand-Kleidung auf Märkten, veranstalten Benefizkonzerte oder veranstalten besondere Events.
Die dabei erzielten Einnahmen fließen anschließend gezielt in soziale Projekte und Hilfsangebote, die aus Sicht des Clubs aktuell besonders förderungswürdig sind. So können mit gemeinschaftlichem Engagement konkrete Vorhaben in der Region wirksam unterstützt werden.
Kann jeder bei Ihnen mitmachen?
Grundsätzlich kann sich jeder engagieren, vom Handwerker bis zur Juristin oder zum Unternehmer. Gerade diese Vielfalt an Berufen, Erfahrungen und Perspektiven macht den Austausch besonders spannend und bereichernd.
Neue Mitglieder werden in der Regel persönlich angesprochen oder können ihr Interesse direkt bei uns bekunden. In gemeinsamen Gesprächen lernen beide Seiten einander kennen und prüfen, ob die Vorstellungen und Erwartungen zueinander passen. Wichtig ist vor allem, dass Interessierte Freude am sozialen Engagement haben, bereit sind, sich aktiv einzubringen, und gern mit anderen gemeinsam Projekte umsetzen möchten.

