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Schulbetrieb trotz Blitzeis: Landkreis erklärt die Gründe und prüft Abläufe

  • Autorenbild: Fritz-Redaktion
    Fritz-Redaktion
  • 23. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Symbolbild: AdobeStock
Symbolbild: AdobeStock

Landkreis Cloppenburg. Ein plötzliches Winterereignis sorgte am Freitagmorgen für glatte Straßen im Landkreis Cloppenburg. Trotz der schwierigen Lage wurde der Schulbetrieb nicht kurzfristig eingestellt. Die Kreisverwaltung erläutert in einer Pressemitteilung die Gründe.


Unvorhersehbare Wetterlage ohne Frühwarnungen

Die Behörde sei von einem unvorhergesehenen Winterereignis in Form von Blitzeis getroffen worden. Bis in die frühen Morgenstunden hinein sei diese Wetterlage nicht absehbar gewesen, entsprechende amtliche Unwetterwarnungen hätten zunächst nicht vorgelegen.


Unwetterwarnung erst nach Beginn der Schülerbeförderung

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes habe bis spät am gestrigen Abend kein relevantes Gefahrenpotenzial für den Landkreis bestanden. Auch in den frühen Morgenstunden um 5 Uhr, 6 Uhr und 6.30 Uhr habe es weiterhin keine offiziellen Warnmeldungen gegeben, heißt es weiter in dem Schreiben der Behörde. Erst um 6.38 Uhr sei die Unwetterwarnung auf das Kreisgebiet ausgeweitet worden. Zu diesem Zeitpunkt habe die Schülerbeförderung in vielen Teilen des Landkreises bereits begonnen.


Warum der Unterricht nicht kurzfristig abgesagt wurde

Vor diesem Hintergrund habe sich der Landkreis entschieden, den Schulbetrieb nicht kurzfristig einzustellen. Ausschlaggebend seien dabei die fortgeschrittene Uhrzeit sowie die bereits angelaufene Schülerbeförderung gewesen. Ziel der Entscheidung sei es insbesondere gewesen, zu verhindern, dass Schülerinnen und Schüler, die sich bereits auf dem Weg zur Schule befunden hätten oder an Haltestellen gewartet hätten, nicht mehr abgeholt worden wären. Zudem seien die Räumdienste in vielen Bereichen bereits im Einsatz gewesen.


Unterschiedliche Lage im Kreis

Die Lage habe sich innerhalb des Landkreises unterschiedlich dargestellt. Während in einigen Regionen die Schülerbeförderung aufgrund der örtlichen Witterungs- und Straßenverhältnisse nicht mehr vollständig habe sichergestellt werden können, sei sie in anderen Bereichen planmäßig verlaufen. Auch benachbarte Landkreise wie Oldenburg, Ammerland und Leer sowie die Stadt Oldenburg hätten unter vergleichbaren Umständen die Entscheidung getroffen, keinen generellen Unterrichtsausfall anzuordnen.


Landkreis kündigt Überprüfung interner Abläufe an

Die Behörde weist weiter darauf hin, dass Eltern immer die letzte Entscheidung haben, ob der Schulweg in solchen Situationen zumutbar sei oder nicht. Bleibt das Kind zuhause, werde kein Fehltag angerechnet. Die aktuielle Kritik vieler Eltern könne man nachvollziehen. Als Konsequenz will der Landkreis "interne Abläufe prüfen (...), um auf zukünftige, unvorhergesehene, extreme Wetterereignisse besser vorbereitet zu sein".

 
 
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