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Textdeutlich in barocker Eleganz

  • Autorenbild: Martin Pille
    Martin Pille
  • 9. Dez. 2025
  • 1 Min. Lesezeit
Der Gemischte Chor Bösel begeisterte zahlreiche Zuhörende in der St. Cäcilia Kirche. Foto: pi
Der Gemischte Chor Bösel begeisterte zahlreiche Zuhörende in der St. Cäcilia Kirche. Foto: pi

Wer bis dato noch nicht in Weihnachtsstimmung war, konnte spätestens beim Adventskonzert des Gemischten Chores Bösel in der St. Cäcilia-Pfarrkirche unter der Leitung von Adrian Langer in den besinnlichen Modus umschalten und die Vorweihnachtshektik hinter sich lassen.


Publikum hielt den Atem an

Ein leiser, aber bewegender Auftakt des Konzerts vor mehreren hundert Zuhörende bildete das „Requiem Aeterna“ von Puccini, ein selten gehörtes Werk, das durch die beinahe archaische Klangsprache und die innige Verbindung von Melancholie und Hoffnung bestach. Und als die ersten mächtigen Akkorde ansetzen und der Chor zum Schluss in das strahlende „Hallelujah“ von Georg Friedrich Händels einbrach, hielt das Publikum den Atem an. Der Chor sang es rhythmisch präzise und textdeutlich in barocker Eleganz.


Musikalisches Feuerwerk

Wenn Langer in der Programmfolge die Orgel spielte, dirigierte Dr. Peter Oltmann den Chor. Die begleitende und stützende Querflöte von Ruth Mammen war klar artikuliert, silbrig und leicht. Die junge Geigerin Mia Mammen und Pianist Andreas Possehn gestalteten Itzhak Perlmans „Israeli Concertinomit Virtuosität und Temperament – ein musikalisches Feuerwerk zwischen Klassik und Volksmusik, Frédéric Chopins „Nocturne cis-Moll“ in weichen, schwebenden Klängen und feinen Nuancen von Melancholie und Wärme.


Der langanhaltende im Stehen gespendete herzliche Beifall eines beglückten Auditoriums bewies, wie gut das zu Herzen gehende Adventskonzert angekommen war.

 
 
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