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Zwerge und ein Eisbär bleiben noch ein Rätsel

  • Autorenbild: Claudia Wimberg
    Claudia Wimberg
  • 28. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Das Chronikteam fragt: Wie kamen die Zwerge an Nikolaus nach Markhausen?



Markhausen. Der Ackerwagen des heiligen Mannes war mit vielen bunten Paketen geschmückt. Da musste doch natürlich auch etwas drin sein, kombinierten ein paar Kinder von Neugier getrieben und stiegen vor Jahrzehnten kurzerhand in die Scheune ein, in der das Gefährt für den großen Auftritt abgestellt war. An den Nikolaus glaubte die kleine Bande nicht mehr, aber an die vielen Geschenke umso mehr. Doch statt leuchtender Augen gab es dann vermutlich lange Gesichter, als sich die vermeintlichen Präsente als Attrappen entpuppten.


Doch mit leeren Händen kam und kommt der Heilige natürlich nie nach Markhausen und hat bis heute viele süße Sachen im Gepäck. 2025 ist es genau 70 Jahre her, dass er sich am 5. Dezember unter dem Glockengeläut zum ersten Mal vom Mühlenberg auf den Weg machte. Nach einer gemeinsamen Feier mit vielen großen und kleinen Gästen besucht er dann die Familien in ihren Häusern. In den Anfangsjahren war er mit Pferd und Wagen und später mit dem Traktor unterwegs. Heute nimmt er in einer prachtvoll dekorierten Kutsche Platz, die von ebenso prächtigen Rössern gezogen wird.



Eine Tradition, die sich auch in der ersten Dorf- und Familienchronik wiederfinden soll, die ein rühriges Chronikteam aktuell erstellt. Karsten Stammermann, Kerstin Barlage, Nicole Schmidt, Renate Suter, Claudia Stammermann, Christoph Böhmann und Michael Röben haben sich dem umfangreichen und auf Jahre ausgerichteten Projekt angenommen, bei dem sie immer wieder auch die Bevölkerung in und über Markhausen hinaus um Unterstützung bitten.


Mit Blick auf die Nikolaus-Auftritte ist bekannt, dass die Idee von Hauptlehrer Rudolf Braun stammte und der Gesangverein von Beginn an die Organisation übernahm. Der Heilige Mann wird stets vom Ruprecht begleitet, aber auch von Zwergen. „Und was hat es ihnen auf sich und wer kam auf diese Idee?“, fragen sich Karsten Stammermann und seine Mitstreiter und hoffen auf Antworten. Sollten es Wichtel sein? Und wenn ja, warum wurden sie an Nikolaus in Markhausen eingeführt und von wem? Oder verbirgt sich hinter der Existenz der drolligen Gesellen eine ganz andere Geschichte?



Nach wie vor ein Rätsel ist darüber hinaus auch ein Eisbär, der unabhängig von Nikolaustagen oder Weihnachtszeit immer wieder mal in Markhausen auftauchte. „Es gibt verschiedene Fotos, aber noch keine Hintergründe“, sagt Stammermann und hofft auch hier auf Zeitzeugen, die für Aufklärung sorgen können.



Info: Wer das Chronikteam mit Geschichten, Schriftstücken oder Erzählungen unterstützen möchte, kann sich an Kerstin Barlage (0176/45855149) Nicole Schmidt (0151/12792390), Renate Suter (0172/4367548), Claudia Stammermann (0173/6469180), Christoph Böhmann (0170/2360889), Michael Röben (0172/9711083) oder Karsten Stammermann (01522/1793058) melden. Per Mail ist das Team unter info@chronik-markhausen.de erreichbar.

 
 
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