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Überraschung beim Fotobuch-Start: Bösel ehrt Martin Pille

Autorenbild: Claudia Wimberg
Claudia Wimberg
vor 6 Stunden
2 Min. Lesezeit
Überraschung geglückt: Bösels Bürgermeister Hermann Block (links) zeichnet  den Heimatexperten und Autoren Martin Pille mit der Ehrentrophäe der Gemeinde aus. Foto: Claudia Wimberg
Überraschung geglückt: Bösels Bürgermeister Hermann Block (links) zeichnet den Heimatexperten und Autoren Martin Pille mit der Ehrentrophäe der Gemeinde aus. Foto: Claudia Wimberg

Bösel. Die offizielle Vorstellung des neuen Fotobuches der Gemeinde Bösel war beendet. Martin Pille dankte allen Beteiligten und wollte mit einer einladenden Handbewegung den Verkauf eröffnen, als Bürgermeister Hermann Block freundlich, aber bestimmt dazwischenfunkte. Vielsagend bat der Verwaltungschef die bereits mit gezücktem Portemonnaie Schlange stehenden Interessenten noch um ein wenig Geduld und überraschte den Autoren und Heimatexperten dann mit einer besonderen Auszeichnung: Für sein langjähriges ehrenamtliches und gesellschaftliches Wirken erhielt Pille öffentlichkeitswirksam beim „Tag der offenen Tür“ im Böseler Rathaus die Ehrentrophäe der Gemeinde. Für Ehefrau Monika gab es Blumen.

 

„Du bewahrst Vergangenheit und Gegenwart, hältst die Geschichte nicht nur auf dem Papier fest, sondern schreibst sie durch deine mitmenschlichen Aktivitäten auch selbst mit“, lobte Block im vollbesetzten Ratssaal. Seit 42 Jahren zähle der 79-Jährige zum Autorenteam des Mitteilungsblatts „Spräkrohr“ und sei seit 2006 dessen „Chefredakteur.“ Aus den Reihen des Heimatvereins als Herausgeber sei er auch für die Ehrung vorgeschlagen worden, so der Bürgermeister.

 

Darüber hinaus schreibt Pille seit Jahrzehnten freiberuflich für Tageszeitungen und Magazine und ist versierter Ansprechpartner, wenn es um Dokumentationen für Vereine und Verbände geht. Für die Gemeinde ist das Fotobuch „Bösel - eine Zeitreise in Bildern“, das zum 150-jährigen Bestehen der selbstständigen politischen Gemeinde erschienen ist, nach dem „Dorfbuch“ sein zweites Werk. Sozialen Einsatz beweist der verheiratete Vater von drei Kindern bei der Tschernobyl- und Ukraine-Hilfe und ist Hauptorganisator des St. Martin-Benefizessens. Außerdem engagiert er sich in der Borsla-Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Kultur und leitete 25 Jahre lang Männerkochkurse.

 

„Damit habe ich nun wirklich überhaupt nicht gerechnet“, reagierte der Geehrte etwas perplex, aber sichtlich erfreut auf die Auszeichnung, dessen Übergabe auch von seiner Familie, Weggefährten und Ratsmitgliedern mit Applaus begleitet wurde. Er dankte der Gemeinde für die Anerkennung, ausdrücklich seiner Ehefrau für ihr Verständnis und seinem Sohn Thomas für die Unterstützung mittels Künstlicher Intelligenz. „Damit ist die Rechtschreibprüfung in Sekunden erledigt“, erklärte er augenzwinkernd, bevor der Verkauf seines jüngsten Buches dann ohne weitere Zwischenfälle startete.

 
 
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