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1 Euro für 100 Lächeln: Friesoyther verschenkt Glück in Cent-Stücken

  • Autorenbild: Fritz-Redaktion
    Fritz-Redaktion
  • vor 19 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Von Julius Höffmann



1  Euro für 100 Lächeln: Heiner Schütte aus Friesoythe verschenkt 1-Cent-Stücke und wünscht Glück. Foto: höf
1 Euro für 100 Lächeln: Heiner Schütte aus Friesoythe verschenkt 1-Cent-Stücke und wünscht Glück. Foto: höf

Friesoythe. Manche tragen ihr Herz auf der Zunge, andere ihr Glück im Portemonnaie. Bei Heiner Schütte ist es ein kleines, gelbes Portemonnaie mit Smiley – und darin klirren keine großen Summen, sondern 1-Cent-Münzen. Viele davon. Sehr viele. Denn Schütte verschenkt sie. An Bekannte. An Fremde. An Menschen, die gerade zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort stehen. Seine Gegenleistung? Ein Lächeln.

Die Idee zu seiner ungewöhnlichen Aktion entstand dort, wo man sie nicht vermutet: an der Supermarktkasse. Die Kassiererin schaute traurig, erzählt Schütte. Also ließ er mit bewusst großer Geste einen Cent zurück. Ein winziger Betrag, aber die Wirkung war verblüffend. „Sie lächelte wieder.“ In diesem Moment war klar: Das funktioniert. Und es funktioniert immer noch. Aus dieser Erfahrung machte der Friesoyther ein kleines Projekt mit großem Charme: „1 Euro für 100 Lächeln“. Eine einfache Rechnung, die aufgeht – und zwar täglich.

Die Sache mit Energie und Erfahrung 

Ob im Bekanntenkreis, bei wildfremden Menschen in Hamburg oder Berlin, bei Kursteilnehmern im Bildungswerk oder bei Grundschulkindern: Schütte hat seine Glückscents ausgiebig getestet. Das Ergebnis: Erst Verwunderung. Dann ein kurzer Moment des Nachdenkens. Und schließlich: ein Lächeln. Manchmal fragt Schütte augenzwinkernd, ob die Beschenkten lieber eine helle oder eine dunkle Münze möchten. Die helle stehe für Energie, erklärt er, die dunkle für Erfahrung. Erstaunlich ernsthaft überlegen die Menschen dann, was ihnen wohl gerade wichtiger ist. Und genau in diesem Moment hat er sie schon erreicht.

Immer genug Glück auf Vorrat

Damit das gelbe Portemonnaie nie leer wird, sammeln Heiner Schütte und seine Frau Ulla bei jeder Gelegenheit 1-Cent-Münzen. Freunde helfen mit. So bleibt die persönliche Glückswährung stets einsatzbereit – klein, rund und überraschend wirkungsvoll.Schütte hofft auf Nachahmer. Es koste kaum Geld, sagt er, kaum Anstrengung – aber bewirke viel. Gerade in einer Zeit voller Hektik, Sorgen und schlechter Nachrichten seien es oft die kleinen Gesten, die den Unterschied machen.

Glück lässt sich nicht kaufen – aber verschenken

Man könnte Heiner Schütte einen Münzen-Magier nennen. Er verwandelt unscheinbare Centstücke in gute Laune und zeigt ganz nebenbei, dass Glück keine große Bühne braucht. Manchmal reicht ein freundlicher Blick, ein kurzer Satz – und ein Cent.Also: Wenn Ihnen demnächst ein Mann mit weißem Bart und einem gelben Portemonnaie begegnet, bleiben Sie kurz stehen. Vielleicht hält er Ihnen gerade einen Glückscent hin. Nehmen Sie ihn an. Es ist nicht nur eine Münze – es ist ein kleines Stück Freude.

Ein Euro für 100 Lächeln.Eine Währung, die erstaunlich stabil ist.



 
 
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