Karneval mit verletzten Polizisten
- Fritz-Redaktion

- vor 10 Stunden
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Ramsloh. Verdacht der Volksverhetzung, Widerstand, Alkoholkonsum: Während des Karnevlaumzugs in Ramsloh gab es mehrere Polizeieinsätze. Wie die Polizei weiter mitteilt, verlief die Veranstaltung ansonsten ohne besondere Vorkommnisse. Im Vorfeld des Umzuges kam es zu einer sicherheitsrelevanten Maßnahme: Bei der Überprüfung der Umzugswagen wurde einem Teilnehmer die Teilnahme untersagt, da das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs um rund 2,5 Tonnen überschritten war, heißt es in der Pressemitteilung.
Während des Umzuges stellten Einsatzkräfte der Polizei fest, dass auf mehreren Wagen in nicht unerheblichem Maße Alkohol konsumiert wurde. Die Stimmung bei der anschließenden Aftershowparty wirkte entsprechend aufgeheizt. Im Zuge einer Identitätsfeststellung nach einer Beleidigung leistete eine Person massiven Widerstand gegen polizeiliche Maßnahmen und musste zu Boden gebracht werden. Dabei zog sich ein Polizeibeamter eine leichte Verletzung an der rechten Hand zu.
Nach Zeugenaussagen sollen zudem drei bislang unbekannte männliche Personen zu dem Lied „L’amour toujours“ lautstark die Parolen „Deutschland den Deutschen“ sowie „Ausländer raus“ gesungen haben. Gegen die noch zu ermittelnden Personen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung kam es beim Einschreiten der Polizei zur Unterbindung einer körperlichen Auseinandersetzung zu einer weiteren Widerstandshandlung. Dabei verletzte sich ein Polizeibeamter am Daumen und musste im Krankenhaus behandelt werden.
Durch das konsequente Einschreiten der Einsatzkräfte und die Durchsetzung von insgesamt zehn Platzverweisen konnte die Situation schließlich beruhigt werden. In der Folge verlief die Veranstaltung bis auf kleinere Störungen friedlich.



