Bauarbeiten: Es bewegt sich was in Bösel
- Martin Pille

- 26. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Reges Treiben herrscht derzeit in den neuen Baugebieten hinter der St. Martin-Grundschule und jenseits des Friedhofs, die ersten Häuser stehen.

Bösel. In Bösel tut sich was. Reges Treiben herrscht derzeit in den neuen Baugebieten hinter der St. Martin-Grundschule und jenseits des Friedhofs, die ersten Häuser stehen. Der ländliche Raum scheint, allen Unkenrufen zum Trotz, insgesamt die bevorzugte Wohngegend für Bauinteressenten zu sein. Das bestätigt sich zumindest in Bösel, denn „die Gemeinde wächst nach wie vor“, freute sich Bürgermeister Hermann Block in einem Gespräch mit FRITZ.
Der Bürgermeister freut sich aus gutem Grund, denn der Zuzug geht meist auch mit wirtschaftlichem Fortschritt einher. Die rege Bautätigkeit hat sicher auch etwas mit dem modernen Wohnstandort, einer Familienförderung und der Nähe zu Cloppenburg und Oldenburg zu tun. Wer dort arbeitet, kommt vergleichsweise schnell zu seinem Arbeitsplatz, über die B72 oder die B72.

Die Bauarbeiten für die Errichtung eines neuen Bauhofs an der Glaßdorfer Straße haben begonnen. Auch das Gewerbegebiet Westerloh wird deutlich erweitert. Es wird forsch gebaut und es gibt vermehrte Nachfragen von Interessenten. Gen Norden zum Vorplatz hin wird gerade auch das Rathaus erweitert. Dann hat es ein Ende mit der Ausgliederung von Mitarbeitern im Adam-Haus, das dann abgebrochen wird und wie das gesamte Areal am Rathaus Platz macht für die Quartiersplanung „Am Kirchplatz“.
„Wir müssen hier die Räume zulassen, wenn wir noch einen Ortskern in Bösel entwickeln wollen“. Alle anderen Überlegungen aus der Vergangenheit wie die Bahnhofstraße seien nicht mehr möglich, so Block. Auf dem Gelände der ehemaligen Gründing-und Schmidt-Häuser soll sich nach den bisherigen Plänen ein Rathausplatz ausbilden, der als Multifunktionsplatz auch mit dem Ärztehaus korrespondieren könnte. Ein weiteres Gestaltungsmerkmal soll unter anderem auch ein Minikreisel auf der Kreuzung Am Kirchplatz/Jahnstraße/Hölker Weg sein.
Bis auf die ersten 1,9 Kilometer mit geringeren Schäden, die noch an weitgehend geschlossener Bebauung liegen, wird die Korsorsstraße derzeit in mehreren Bauabschnitten erneuert. Sie hat danach den Charakter eines Wirtschaftsweges, denn die Straße selbst wird nur 3,50 Meter breit. Begegnungsverkehr auch mit Lkw und Landmaschinen ist weiterhin möglich, denn etwa alle 800 bis 900 Meter soll es Ausweichbuchten geben. Die Allee bleibt erhalten.

Begonnen haben auch die Arbeiten zum Ausbau und Neugestaltung der Ortsdurchfahrt im Rahmen der Dorferneuerung. Die Parkplätze werden nach Aussage des Bügermeisters noch in diesem Jahr fertig. Die Entwürfe für die Platzgestaltung beim Rathaus im Rahmen der Quartiersplanung werden im Januar der Öffentlichkeit vorgestellt.
In mehreren Bauabschnitten wird die Dorferneuerung durch die gesamte Bahnhofstraße weitergeführt, an die sich in der Verlängerung bis zur Umgehungsstraße die Thüler Straße anschließt, die aber in einem eigenen Verfahren nicht zum Dorferneuerungsgebiet gehört. Deren Vollausbau in einer weiteren Ausbaustufe war überlegt worden, weil die Trasse für Schmutz- und Regenwasserkanalisation, die komplett erneuert wird, durch beide Fahrbahnen läuft. Die Allee muss dafür weichen. Die Trasse ist alternativlos, die Bäume an der Radwegseite müssen gefällt werden, Ersatzpflanzungen mit „großstämmigen“ Bäumen sind geplant.

Im Bau ist der Masterplan, der unter anderem die gesamte Verkehrs- und Parksituation im Umfeld der Grund- und Oberschule im Auge hat. Die Straße „Auf dem Rahe“ wurde zurückgebaut und wiederhergestellt. Dabei entstanden im Dreieck der „Garreler Straße“ 22 neue Parkplätze für die Oberschule und die Mensa gebaut, der Regenwasserkanal wurde erneuert, Fahrradstände werden errichtet. In zwei Bauabschnitten werden 2026/27 der bisherige „Busbahnhof“ umgestaltet und die Fladderburger Straße, an dem er liegt, ausgebaut.
Die Gemeinde hat auf dem ehemaligen Brüggemannschen Flurstück eine Teilfläche von rund 1.716 Quadratmeter an der Fladderburger Straße erworben. Die restliche Fläche des insgesamt 6.084 Quadratmeter großen Grundstücks gegenüber der Böseler Tafel hat eine Oldenburger Baufirma erworben, die hier ab 2026 einen Wohnpark mit mehreren Mehrfamilienhäusern errichten möchte. Das von der Gemeinde erworbene Grundstück mit der Fachwerkscheune wird dem „Pallert“ zugeschlagen. Das Heiligenhäuschen bleibt bestehen und wird von der Gemeinde gepflegt.



