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Bauplätze ab 85 Euro – plus Familienbonus

  • Autorenbild: Martin Pille
    Martin Pille
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit
Deutlich beschnitten, aber 17 Grundstücke werden in Petersdorf angeboten. Foto: pi
Deutlich beschnitten, aber 17 Grundstücke werden in Petersdorf angeboten. Foto: pi

Bösel. Der Böseler Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Verkaufs- und Vergabebedingungen für die neuen Baugebiete „Nördlich Kampstraße/östlich Schulstraße“ in Petersdorf und „Bösel Nord III“ nordöstlich des Ortskerns festgelegt. Die Grundstücke in Petersdorf werden danach, voll erschlossen, für 85 Euro pro Quadratmeter angeboten. Dazu kommen 2,60 Euro pro Quadratmeter Kanalbaubeitrag und 3000 Euro für einen Hausanschluss an den Wasserverband OOWV. Die Vergabe erfolgt nach dem „Windhundprinzip“ (Wer zuerst kommt, mahlt zuerst); damit verpflichtet sich der Käufer allerdings, innerhalb von drei Jahren ein Wohngebäude bezugsfertig zu errichten.

Die Gemeinde gewährt über die Familienförderung weiterhin für das erste Kind 5000 Euro, für das zweite 7000 Euro und für das dritte 9000 Euro, maximal also 21.000 Euro. Neu ist, dass der Betraf nach fünfjähriger Wohnsitznahme ausgezahlt wird. Um auch jungen Familien noch ohne Kinder einen Anreiz zu bieten, werden die Zuschüsse bis zehn Jahre nach Einzug gewährt werden, wenn Kinder nach Bezug des Eigenheims geboren werden.

Der Rat entschied, die Durchgangsstraße dort „Menkenskamp“ zu benennen. Die Gemeinde Bösel hatte im Vorfeld den Geltungsbereich des Flächennutzungsplanes und damit für das geplante Baugebiet „Nördlich Kampstraße/östlich Schulstraße“ deutlich beschneiden. Sie wollte damit einen Überhang an Wohnbauflächen begrenzen. Sie kam damit den Bedenken des Landkreises Cloppenburg nach, der „die große Ausweitung von Wohnbauflächen in den bisher unbeplanten Außenbereichen“ kritisch sieht. Jetzt stehen 17 Grundstücke zum Verkauf.

Im neuen Böseler Baugebiet sind die insgesamt 24 Grundstücke ab sofort für 120 Euro pro Quadratmeter zu haben. Die zusätzlichen Kosten an die OOWV sind die gleichen. Der Gemeinderat entschloss sich dazu, hier keinen kompletten Verkauf für den Mietwohnungsbau zuzulassen. Zuvor hatte der Gemeinderat den Bebauungsplan geändert und den bisherigen Erschießungsentwurf optimiert. Die relativ schmale Fläche liegt zwischen zwei weiteren Baugebieten, die nun als „Baulücke“ geschlossen werden soll. Durch die Verbesserung werden 312 Quadratmeter weniger Verkehrsfläche ausgewiesen und versiegelt. Das führt dazu, dass mehr Bauland veräußert werden kann und die Erschließungskosten sinken. Beide Baugebiete werden nun zeitnah erschlossen.

 
 
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