Neue Kita für 105 Kinder in Westerloh
- Martin Pille

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Bösel. Die Gemeinde Bösel setzt derzeit einen bereits Ende 2023 gefassten Beschluss um, eine weitere Kita im Ortsteil Westerloh an der Flethstraße zu bauen. Es ist für sie ein weiterer Schritt, den Kita-Bedarf langfristig zu decken. Hintergrund ist, dass durch die Ausweisung neuer Baugebiete von jährlich etwa 130 Kindern auszugehen ist, die eine Kita oder eine Tagespflegeperson in Anspruch nehmen. Erfahrungen hätten zudem gezeigt, so argumentierte der Fachausschuss seinerzeit, dass die Gemeinde von einer Betreuungsquote von 100 Prozent bei den Kindergartenkindern und bei den Krippenkindern von etwa 70 Prozent ausgehen müsse.
Nach Angaben des Fachbereichsleiters Bürgerdienste im Rathaus, Josef Runden, entstehen dort drei Kindergartengruppen mit 75 Plätzen sowie zwei Krippengruppen mit 30 Plätzen. Die Gesamtkosten werden auf rund 5,2 Million Euro veranschlagt. Damit verfüge die Gemeinde Bösel demnächst über 633 Betreuungsplätze, 468 Kindergartenplätze und 165 Krippenplätze, so Runden.
Sowohl den Bau als auch die Trägerschaft übernimmt die Johanniter-Unfall-Hilfe. Dass die Trägerschaft mit dem Bau des Gebäudes verbunden ist, war eine der Bedingungen der Gemeinde, die die Kirchengemeinde Bösel im Kirchengemeindeverband Pastoraler Raum Friesoythe veranlasste, von ihrer Bewerbung zurückzutreten. Die Kirche ist bereits Trägerin von vier Kitas in der Gemeinde. Die Johanniter-Unfall-Hilfe betreibt in Deutschland bereits 600 Einrichtungen und übernahm zuletzt Kitas in Oldenburg und Westerstede.
Im Planungsgebiet für die neue Kita in Westerloh wurde die Erschließungsstraße nach der 1961 verstorbenen Hebamme Anna Deeken benannt. Das Richtfest ist für den 30. Oktober geplant, in Betrieb soll die Kita am 1. August 2027 genommen werden.


