Bösel verzichtet auf geplante Kreditaufnahme
- Martin Pille

- 14. Dez. 2025
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Bösel (pi). Die Gemeinde Bösel kann auf eine geplante Kreditaufnahme von sechs Mio. Euro verzichten. Das sagte Bürgermeister Hermann Block während der jüngsten Gemeinderatssitzung in seinem aktuellen Bericht zu Haushaltslage der Kommune. Block: „Das Gewerbesteueraufkommen liegt mit 7,4 Mio. Euro deutlich über der Kalkulation von 5,2 Mio. Euro.“
Mehr Grundstücke verkauft
Mehr als geplant wurden Wohnbaugrundstücke in Petersdorf und in Bösel verkauft. Insgesamt nahm die Gemeinde 5,2 Mio. Euro ein. Die kompletten Erschließungskosten wurden bereits mit dem Kaufpreis vereinnahmt, der Endausbau jedoch muss 2026 und darüber hinaus finanziert werden. Die Kehrseite: Um die investiven Aufgaben im kommenden Jahr zu finanzieren, sind dafür bereits fünf Mio. Euro Darlehensaufnahme im Entwurf vorgesehen, dämpfte Gemeindekämmerer Rainer Hollje die Erwartungen.
2026 verdoppelt sich Schuldenlast
Wegen der hohen Steuerkraft in 2025 würden beispielsweise die Schlüsselzuweisungen vom Land für die Aufgabenwahrnehmung der Gemeinde um 670.000 € geringer ausfallen. Auch eine höhere Kreisumlage sei eingeplant, so der Bürgermeister. Außerdem verschiebe sich ein erheblicher Mittelabschluss für in 2025 begonnenen Maßnahmen in das nächste Jahr. Das, was in den letzten Jahren dank verbesserter Einnahmen verhindert werden konnte, dürfte 2026 eintreten: Bei tatsächlicher Schuldenaufnahme verdoppelt sich die Verschuldung der Gemeinde, befürchtet Block.
Großbaustelle
Bösel gleicht wegen erheblicher zeitgleicher Investitionen, die sich zum Teil über mehrere Jahre hinziehen, derzeit einer Großbaustelle. Allen voran der Ausbau und die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt im Rahmen der Dorferneuerung, die mit dem 1. Bauabschnitt von der Pfarrkirche bis zum Gasthof Sommer begonnen haben. Fast gleichzeitig wird gerade der Masterplan für die Neugestaltung des Schulumfeldes umgesetzt. Nach dem Ausbau der Zufahrtsstraße soll jetzt der Busparkplatz angelegt werden.
Neubau des Bauhofs
Eine weitere Großbaustelle ist der Neubau des Bauhofs im Winkel zwischen Glaßdorfer- und Thüler Straße. Weit fortgeschritten ist zudem der Anbau an das Rathaus, und begonnen hat die Kita-Erweiterung in Petersdorf. Ein weiteres Millionenprojekt ist der Neubau einer Kita an der Flethstraße in Westerloh mit Beginn 2026.



