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Bösels Volkstanzgruppe beweist: Tradition ist nicht verstaubt

  • Autorenbild: Martin Pille
    Martin Pille
  • 24. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Die Geehrten im Kreise der Volkstanzgruppe: Johanna Brunnberg, Hannelore Schmitt, Franz Seppel, Hanna Oldenburg und Bernd Jöring (von links). Es fehlten Ulla und Gerd Raker. Foto: pi
Die Geehrten im Kreise der Volkstanzgruppe: Johanna Brunnberg, Hannelore Schmitt, Franz Seppel, Hanna Oldenburg und Bernd Jöring (von links). Es fehlten Ulla und Gerd Raker. Foto: pi

Bösel. Während der Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen der Böseler DJK-Volkstanzgruppe im Saal Bley zeichnete die stellvertretende Vorsitzende des Landestrachtenvereins Niedersachsen, Marion Meyer zu Drehle, aktive und passive Gründungsmitglieder Johanna Brunnberg, Hanna Oldenburg, Hannelore Schmidt, Bernd Jöring, Franz Seppel sowie Ulla und Gerd Raker mit der Goldenen Ehrrennadel aus. Gleichzeitig ehrten Rita Kropp, Spiekerbaas des Heimatbundes für niedersächsische Kultur „De Spieker“, und Ingrid Schnittgers, Leiterin des „Danzkrings“, sie mit der Silbernen Ehrennadel.


"Schienfatt" für Seppel

Vereins-Urgestein Franz Seppel erhielt zudem für seine Verdienste die Goldene Ehrennadel, vom „Spieker“ ein „Schienfatt“, eine kleine Laterne, denn er hatte bereits früher die höchste Ehrung des „Spieker“ erhalten.


Tradition macht Spaß

Bürgermeister Hermann Block betonte bei einer Scheckübergabe, dass die Volkstanzgruppe „der lebendige Beweis“ sei, dass Tradition nicht verstaubt, sondern Spaß mache. Block: „Ihr seid seit fünf Jahrzehnten ein verlässlicher Teil des ehrenamtlichen Lebens in Bösel.


Zur Vereinsgeschichte: Es begann alles im Sommer 1975 mit einem Gespräch zwischen dem damaligen Organisator der Euro-Musiktage, Erwin Höffmann, und dem damaligen Chef der DJK, Franz Seppel, 46 Jahre lang die treibende Kraft der Gruppe. Sie vereinbarten den ersten Auftritt während der Euro-Musiktage. Die Mädchentanzgruppe der DJK übernahm erstmal diese Aufgabe. Und dann gab es bereits den ersten Übungsabend mit der Volkstanzgruppe Benthullen-Habern. Die ersten Tänze waren der ,,Krüz-König" und der „Schlunz".



Gründung der Böseler Volkstanzgruppe 1975 in der erster Tracht. Foto: Archiv pi
Gründung der Böseler Volkstanzgruppe 1975 in der erster Tracht. Foto: Archiv pi

Zünftige Tracht

Damit war die Volkstanzgruppe aus der Taufe gehoben. Zum zweiten Auftritt während der 100-Jahr-Feier der Gemeinde Bösel im Mai 1976 war auch die erste zünftige Tracht fertig. Da es in Bösel keine traditionelle Tracht gab, entschied man sich In den Jahren 1988/89 in Anlehnung an die früher in Bösel übliche Kirchgangskleidung für schwarz und weiß. Angeregt durch eine befreundete Folkloregruppe aus Norwegen wurden die Trachten durch Stickereien verschönert. Seit 1991 ist Rita Schlangen der Motor der Gruppe und die Übungsleiterin, die dafür sorgt, dass die Tänze „sitzen“.


Akkordeon für den richtigen Ton

Als begleitender Akkordeonspieler sorgte Gerd Hempen von 1976 bis 1987 bei vielen Auftritten für den richtigen Ton. Später haben Alfons Schröder und Klaus Süßmilch die Volkstanzgruppe begleitet. Heute kommt die Musik aus der Box, von einer CD, einem Stick oder nun auch vom Handy.


Heute 22 Aktive

Zum Silbernen Jubiläum im Jahre 2000 wurden alle Volkstanzgruppen mit über 120 Volkstänzern aus dem Landkreis Cloppenburg nach Bösel eingeladen; daraus entstand der alljährliche „Ball des Volkstanzes“. Neben Auftritten in Bösel und in ganz Niedersachsen war die Tanzgruppe regelmäßig beim „Tag der Niedersachsen, aber auch beim „Deutschen Trachtentreffen“ und bei der „Europeade“. Zu Beginn hatte die Volkstanzgruppe 21 Mitglieder, heute sind es 22 Aktive, davon waren sieben auch 1975 schon dabei.

 
 
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