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"Das Rad der Stadt Friesoythe wird sich weiter drehen"

Autorenbild: Julius Höffmann
Julius Höffmann
vor 11 Minuten
2 Min. Lesezeit
Auch VertreterInnen aus den Vereinen gehörten zu den Gästen des scheidenden Bürgermeisters Sven Stratmann (rechts). Fotos: Höffmann
Auch VertreterInnen aus den Vereinen gehörten zu den Gästen des scheidenden Bürgermeisters Sven Stratmann (rechts). Fotos: Höffmann

Friesoythe. Der Kloß im Hals löste sich, das Rede-Manuskript blieb in der Tasche: Als Sven Stratmann am Donnerstagabend die zahlreichen Gäste im vollbesetzten Friesoyther Kulturzentrum Alte Wassermühle begrüßte, entschied sich der scheidende Bürgermeister spontan gegen seine vorbereitete Rede. „Mein Kloß im Hals hat sich etwas gelöst, jetzt schnack ich so drauf los“, beschrieb er seine Gefühlslage nach zwölf Jahren an der Spitze der Stadt Friesoythe.

Die Schlange der Gratulanten wollte kaum enden. Vertreter aus Vereinen, Institutionen, Kirche und Gesellschaft sowie zahlreiche Beschäftigte der Stadtverwaltung waren gekommen, um sich von Stratmann zu verabschieden. Auch sein Amtsvorgänger Johann Wimberg, sein Nachfolger Jann Christian Hegewald, Bürgermeister aus den Nachbargemeinden und mehrere frühere Fachbereichsleiter gehörten zu den Gästen. In bewusst lockerer Atmosphäre bot der Abend Gelegenheit, gemeinsam zurückzublicken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Für viele Erinnerungen sorgte eine von den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorbereitete Fotosession. Auf der Leinwand erschienen unzählige Schnappschüsse aus zwölf Amtsjahren, die an Termine, Begegnungen und Ereignisse erinnerten. Manche Bilder sorgten für Schmunzeln, andere ließen die eine oder andere Episode aus Stratmanns Amtszeit wieder lebendig werden.


Auch ie MitarbeiterInnen aus der Friesoyther Stadtverwaltung verabschiedeten sich mit einem Präsent.
Auch ie MitarbeiterInnen aus der Friesoyther Stadtverwaltung verabschiedeten sich mit einem Präsent.

In seiner Ansprache bezeichnete Stratmann die vergangenen Jahre als eine „ereignisreiche Zeit“. Als er 2014 zum Bürgermeister gewählt wurde, sei er „ins kalte Wasser geschmissen“ worden. Ein gemütliches Schwimmbecken, in dem man ungestört seine Bahnen ziehen könne, habe ihn dabei nicht erwartet. Häufig sei die Richtung vorgegeben worden, die es einzuhalten galt. Dennoch habe er die Herausforderungen angenommen und versucht, die Entwicklung der Stadt aktiv mitzugestalten.

Dabei verschwieg Stratmann auch mögliche Fehler nicht. Fehler zu machen, gehöre dazu. Entscheidend sei vielmehr, diese zu erkennen, anzuerkennen und gegebenenfalls zu korrigieren. Mit diesem Blick auf die eigene Amtszeit machte er deutlich, dass kommunalpolitische Arbeit nicht immer geradlinig verläuft, sondern Kompromisse, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft zum gemeinsamen Handeln erfordert.

Besonders ging der scheidende Bürgermeister auf die Entwicklungen im Bildungswesen ein. Insgesamt sei während seiner Amtszeit vieles auf den Weg gebracht worden. Möglich sei dies nur durch das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure gewesen. Stratmann betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und den Menschen, die sich für die Stadt engagieren. Sein Dank galt deshalb ausdrücklich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den zahlreichen Wegbegleitern seiner Amtszeit. Besonders bedankte sich Stratmann bei seiner Frau Sandra und seinen Kindern für die Unterstützung.

Mit dem Ende seiner Amtszeit beginnt für Stratmann nun ein neuer beruflicher Abschnitt. Wie er auf Nachfrage bestätigte, wird er zum 1. Dezember in seinen früheren Beruf als Bundespolizist zurückkehren. Für die Stadt Friesoythe geht die Arbeit unterdessen weiter – mit einem neuen Bürgermeister an der Spitze und aufbauend auf den Entwicklungen der vergangenen Jahre. Stratmann: „Das Rad der Stadt Friesoythe wird sich weiter drehen.“


 
 
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