Ein neuer Ort zum Lernen, Lachen und Wachsen: Gerbertschule eingeweiht


Altenoythe. Helle Räume, freundliche Farben und viel Platz zum Lernen und Entdecken: In der neuen Gerbertschule in Altenoythe ist eine Umgebung entstanden, die Kindern Raum gibt, ihre Fähigkeiten zu entfalten und gemeinsam zu wachsen. Wo in der Vergangenheit aufgrund beengter Platzverhältnisse manches nicht möglich war, eröffnen sich nun neue Perspektiven für den Schulalltag. Mit der feierlichen Einweihung und der kirchlichen Einsegnung durch Pastor Kurt Schulte und Pfarrer Johannes Rohlfing wurde das neue Schulgebäude offiziell gewürdigt.
Größte schulische Baumaßnahme seit Jahrzehnten
Bürgermeister Sven Stratmann überreichte im Namen des Schulträgers den symbolischen Schlüssel an Schulleiterin Angelia Tiedeken und sprach von einem besonderen Meilenstein für die Stadt Friesoythe. Mit dem Neubau komme die Kommune ihren baulichen Verpflichtungen gegenüber den jüngsten Einwohnern nach. Ziel sei es, sichere und moderne Schulgebäude zu schaffen, die den heutigen Anforderungen und geltenden Richtlinien entsprechen.

Die Gerbertschule sei großzügig geplant worden und setze Maßstäbe für künftige Bauvorhaben. „Dieser Standort ist unser Anspruch für die Zukunft“, betonte Stratmann. Der Neubau sei eine Investition von mehreren Millionen Euro und damit die größte Schulbaumaßnahme in städtischer Trägerschaft seit Jahrzehnten. Für die Unterstützung und die notwendigen politischen Entscheidungen sprach der Bürgermeister dem Stadtrat und der Verwaltung seinen Dank aus.
Die Erfahrungen aus dem Neubau sollen nach seinen Worten auch in weitere Vorhaben einfließen. So orientierten sich die aktuellen Baumaßnahmen in Gehlenberg und der Umbau der Marienschule in Friesoythe ebenfalls an dem Anspruch, zeitgemäße Lern- und Lebensräume für Kinder zu schaffen.
Durchdachte Räume für unterschiedliche Bedürfnisse
Michaela Schwerter vom beteiligten Architekturbüro erläuterte die gestalterischen und funktionalen Ideen hinter dem neuen Schulgebäude. Die unterschiedlichen Farben seien bewusst gewählt worden, um den Räumen einen eigenen Charakter zu geben und die Orientierung zu unterstützen. Ein besonderes Augenmerk habe auf den Lernbereichen gelegen: Die Klassenzimmer verfügen über Differenzierungsräume, die durch Sichtbeziehungen mit den Unterrichtsräumen verbunden sind. Ergänzt werde das Raumangebot durch kleine Lerninseln, die zusätzliche Möglichkeiten für individuelles und gemeinsames Arbeiten schaffen.
Schwerter dankte der Stadtverwaltung, den beteiligten Handwerksbetrieben sowie der Schulleiterin und dem Hausmeister für die Zusammenarbeit während der Planungs- und Bauphase. Eine Schule sei schließlich weit mehr als ein Gebäude. Sie sei ein Ort, an dem Menschen gemeinsam lachen, lernen, sich entwickeln und wachsen. Sie und ihre Kollegen überreichten als Geschenk einen Baum, der symbolisch für eine gesunde Entwicklung stehe , um starke Wurzeln zu entwickeln. Die neue Gerbertschule solle genau diese Voraussetzungen bieten.
Acht Jahre vom Beschluss bis zur Fertigstellung
Besonders emotional blickte Schulleiterin Angelika Tiedeken auf die lange Entstehungsgeschichte der Baumaßnahme zurück. Nach jahrelangem Warten konnte die Schulgemeinschaft nach den Sommerferien endlich in das neue Gebäude umziehen. Der entscheidende Beschluss des Stadtrates sei bereits 2018 gefasst worden. Acht Jahre später sei der lang ersehnte Neubau nun Wirklichkeit geworden.
„Wir alle sind dem Stadtrat dankbar“, machte Tiedeken deutlich. Die Schulgemeinschaft habe lange von den neuen Räumen geträumt und sehnsüchtig auf den Umzug gewartet. Die Verbesserungen im Schulalltag seien dabei ganz konkret: Unter anderem gebe es nun neben den Differenzierungsräumen ein eigenes Krankenzimmer, sodass kein Kind mehr auf dem Flur versorgt werden müsse. Ein Kreativraum biete zusätzliche Möglichkeiten für gestalterisches Arbeiten, während die Aula Raum für Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten schaffe.
Dank an alle, die den Umzug möglich gemacht haben
Die ersten Wochen nach dem Umzug seien für das gesamte Team besonders anstrengend gewesen, berichtete die Schulleiterin. Vieles habe organisiert, eingeräumt und auf die neuen Abläufe abgestimmt werden müssen. Tiedeken richtete deshalb einen besonderen Dank an den Hausmeister und die Schulsekretärin, die in dieser Phase wichtige Unterstützung geleistet hätten.
Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten allerdings noch nicht. Die Schulgemeinschaft möchte deshalb nicht nur die offizielle Einweihung begehen, sondern auch die endgültige Fertigstellung gemeinsam feiern. Zum Ende des Schuljahres plant das Kollegium ein Schulfest mit einem Tag der offenen Tür. Dann sollen Kinder, Eltern und Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit erhalten, die Gerbertschule in ihrer Gesamtheit kennenzulernen und die neuen Räume sowie das Außengelände zu entdecken, kündigte Angelika Tiedeken an.




