Friesoythe: Noch 236 Tage bis zur (Bürgermeister-)Wahl
- Julius Höffmann

- 20. Jan.
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Von Julius Höffmann

Friesoythe. Noch 236-mal schlafen, dann ist Bürgermeisterwahl in Friesoythe. Und Stadtratswahl. Es ist noch relativ ruhig im Wahlkampf, aber die politischen Fronten beginnen sich zu sortieren.
Ein Kandidat ist gesetzt, eine Kandidatin praktisch startklar. Für die CDU tritt Stadtverbandsvorsitzender Jann-Christian Hegewald an, der mit einem deutlichen Votum seiner Partei in den Wahlkampf ziehen kann. Die SPD schickt aller Voraussicht nach Melanie Buhr ins Rennen, derzeit ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeisterin. Formal fehlt ihr noch das letzte Häkchen: die offizielle Nominierung durch die Mitgliederversammlung der rund 65 Sozialdemokraten im Friesoyther Ortsverein. Nach Informationen von fritz-online soll diese am Donnerstag, 5. Februar, erfolgen.

Dass die SPD erst so spät Klarheit schafft, ist das Ergebnis innerparteilicher Turbulenzen. Für viele überraschend war der frühere Ortsvereinsvorsitzende Olaf Eilers als Gegenkandidat gegen Buhr angetreten – und von der Findungskommission mit 7:5 Stimmen nominiert worden. Doch das Intermezzo währte nur kurz: Nach heftigen internen Diskussionen zog Eilers wenige Tage später die Reißleine, trat sowohl als Kandidat als auch als Vorsitzender zurück. Mehrere Vorstandsmitglieder folgten ihm.
Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Der neu gewählte SPD-Vorstand sprach sich mit deutlicher Mehrheit für Melanie Buhr aus. Am 5. Februar soll die Mitgliederversammlung diesen Kurs offiziell bestätigen. Theoretisch könne bis dahin – oder sogar noch am Abend selbst – ein weiterer Bewerber auftauchen, sagt der neue OV-Vorsitzende Sören Wewer auf Anfrage von fritz-online. Praktisch halte man das jedoch für äußerst unwahrscheinlich.

Deutlich geräuschloser verlief die Kandidatenkür bei der Friesoyther CDU. Jann-Christian Hegewald erklärte frühzeitig seine Ambitionen. „Ich wollte mich bewusst früh zeigen“, so der 34-Jährige im Gespräch mit fritz-online. Er wolle die Zeit nutzen, um mit den Menschen vor Ort persönlich ins Gespräch zu kommen. CDU-Vorstand und Ratsfraktion stellten sich geschlossen hinter ihn, die Nominierungsversammlung folgte ohne Gegenwind.
Sofern nicht weitere Kandidaten antreten, ist die Ausgangslage nach dem 5. Februar klar: Zwei Bewerber, zwei Parteien, ein Ziel. Dann dürfte in Friesoythe der Wahlkampf offiziell beginnen. Die Entscheidung fällt am 13. September – Friesoythe hat die Wahl.



