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Friesoyther Krippe wird weiblicher

  • Autorenbild: Claudia Wimberg
    Claudia Wimberg
  • 21. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit
Vor der Krippe: Teile des neuen Teams, das seit 2024 die Weihnachtsgeschichte gestaltet. Fotos: cl
Vor der Krippe: Teile des neuen Teams, das seit 2024 die Weihnachtsgeschichte gestaltet. Fotos: cl


Friesoythe. Maria und Josef sind noch auf Herbergssuche. Das Paar hat in der St. Marien Kirche Friesoythe bereits einen längeren Weg zurückgelegt und der frisch gestrichene Stall, in dem sie Obdach finden sollen, ist zumindest schon in Sichtweite. Ein freundlicher Ochse hält dort die Stellung und kann sich über eine großzügige Portion Heu freuen, die rund um ihn herum verteilt liegt.


Leuchter sind poliert

„Wohl genährt“, kommentiert Rainer Schweigatz das stattliche Arbeitstier, vor dem zahlreiche Schafe grasen. Die Futterkrippe nebenan dient zurzeit lediglich den Tieren, auch von einem Engel ist noch nichts zu sehen. „Zu verkünden hat er ja auch noch nichts“, berichtet Schweigatz schmunzelnd, der zurzeit die Weihnachtsfeiertage in den Gotteshäusern vorbereitet. Die Leuchter sind poliert und kartonweise werden Kerzen per Sackkarre an ihren jeweiligen Bestimmungsort transportiert. Am Aufbau der Krippe ist er beteiligt, „das steht sogar in meinem Arbeitsvertrag“, verrät der hauptamtliche Pfarrei-Mitarbeiter, aber verweist auf das in weiten Teilen neue zusammengestellte Team, das ehrenamtlich für den Aufbau der biblischen Geschichte verantwortlich zeichnet.

 

Kreative Einfälle

2024 haben die rund 16 Frauen und Männer erstmals gemeinsam Hand angelegt. Zur „alten Garde“ zählen dabei Hermann Tepe, Gerd Bickschlag, Otto Hafkemeyer und Josef Meyer. Etliche Fotos aus vergangenen Jahren wurden als Vorlage studiert, doch eigene Ideen waren und sind selbstverständlich. „Da gibt es auch bei uns jede Menge kreative Einfälle“, unterstreicht Bernd Gründung, der die Federführung übernommen hat und sich mit der Anzahl und dem Engagement seiner Mitstreiter mehr als zufrieden zeigt. „Eine generationsübergreifend tolle Truppe und es macht Spaß, zusammenzuarbeiten“, sagt der Friesoyther und verweist auf gemeinsam beschlosseneReformbewegungen, die Krippe weiblicher werden zu lassen. Der Tischlermeister ist somit gerade dabei, einer Hirtin das Leben zu schenken, die es aller Voraussicht nach noch rechtzeitig zur Ankunft der Heiligen Familie ins Gotteshaus schaffen wird.

 



Schöne Stunden

In verschiedenen Szenen verwandelt sich das Landschaftsbild im Altarraum in die Weihnachtsgeschichte. Den Anfang nimmt Johannes der Täufer als Wegbereiter Jesu in der Wüste. Zuvor machte sich seine Dramaturgen auf den Weg, um Moos zu sammeln. „Schöne Stunden, die wir mit einer guten Tasse Tee ausklingen lassen“, verrät Gründings Ehefrau Annette, die mit den Frauen Dekoration und Ausstaffierung von Bauten und Gelände übernimmt.

 

Während der Verkündigungsengel kurz vor dem Abflug steht, weilt das Christkind noch vor den Toren der Kirche und wird am Mittag des Heiligabends umgebettet. Es ist die letzte Amtshandlung der Krippenbauer, danach kann Weihnachten kommen.


Info: Die Krippenbauer verbinden ihr Werk mit Gedanken zu den vier Adventssonntagen, die sie für die Besucher ausgelegt haben. Zum gemeinsamen Singen an der Krippe als neue Aktion laden sie am Samstag, 27. Dezember, ab 18 Uhr (nach der Vorabendmesse) ein.

 
 
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