Hohe Einsatzzahl zeigt Bedarf: AEF entlastet Rettungsdienst
- Fritz-Redaktion

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Landkreis Cloppenburg. Das Akut-Einsatzfahrzeug (AEF) hat sich im ersten Jahr seines Einsatzes als wertvolle Ergänzung des Rettungsdienstes im Landkreis Cloppenburg bewährt. Wie die Kreisbehörde mitteilte, rückte das Fahrzeug seit Jahresbeginn 2025 mit einem Gemeindenotfallsanitäter zu insgesamt 2.229 Einsätzen aus und entlaste damit spürbar die klassischen Rettungswagen.
Das AEF ist Teil eines zweijährigen Pilotprojekts, das gemeinsam von den Landkreisen Cloppenburg, Vechta, Goslar und der Stadt Oldenburg in Kooperation mit dem Niedersächsischen Innenministerium durchgeführt wird. Dabei wird auf die Erkenntnisse und bewährten Strukturen aus dem erfolgreichen Gemeindenotfallsanitäter-Projekt der Region Oldenburger Land aufgebaut.
Das Akut-Einsatzfahrzeug komme gezielt bei Einsätzen zum Einsatz, bei denen anhand der Anforderung vor Ort ein anschließender Krankenhausaufenthalt nicht zwingend erforderlich zu sein scheint. Dazu gehören nicht bedrohliche Erkrankungen und Verletzungen, die ambulant vor Ort versorgt werden können, sowie Einsätze, bei denen nach strukturierter Notrufabfrage ein Transport in eine Klinik eher unwahrscheinlich ist. Auch bei unklaren Hilfeersuchen zur Erkundung der Lage oder als First Responder bei lebensbedrohlichen Notfällen in unmittelbarer Nähe sei das AEF erfolgreich eingesetzt worden.
Klassische Rettungswagen (RTW) bleiben weiterhin für akute oder lebensbedrohliche Einsätze vorgesehen, bei denen Patientinnen und Patienten unter fachgerechter Betreuung in eine Behandlungseinrichtung transportiert werden müssen.
Telenotfallmedizin erhöht Versorgungsqualität
Das AEF ist mit speziell qualifizierten Gemeindenotfallsanitätern besetzt, die über eine Zusatzqualifikation verfügen und professionelle Ersteinschätzungen sowie medizinische Versorgung vor Ort durchführen können. Ein wichtiger Meilenstein wurde im Dezember 2025 erreicht: Seitdem ist das AEF erfolgreich an die Telenotfallmedizin angebunden. „Das Akut-Einsatzfahrzeug hat sich im ersten Jahr hervorragend bewährt und schließt eine wichtige Lücke in der präklinischen Versorgung. Die hohe Einsatzzahl zeigt den Bedarf an diesem Angebot“, betonte Landrat Johann Wimberg bei einem Besuch beim DRK-Kreisverband Cloppenburg mit Kreisrätin Anne Tapken und Kreisordnungsamtsleiter Dieter Schütte. „Mit der Anbindung an die Telenotfallmedizin gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Notfallversorgung im Landkreis Cloppenburg", befand DRK-Geschäftsführer Jann-Aike Diekmann. Das Pilotprojekt läuft bis Ende 2026 und wird anschließend evaluiert.



