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HvO-Raumkrise: Politik und Verwaltung zeigen Verständnis

  • Autorenbild: Julius Höffmann
    Julius Höffmann
  • vor 8 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
Seit etwa zehn Jahren dienen Container als Unterrichtsräume an der Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe. Foto: Höffmann
Seit etwa zehn Jahren dienen Container als Unterrichtsräume an der Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe. Foto: Höffmann

Friesoythe/Altenoythe. Eine Kiste gefüllt mit „blauen Briefen“ haben LehrerInnen der Heinrich-von-Oytha-Schule (HvO) zur jüngsten Sitzung des Friesoyther Stadtrates am Mittwochabend getragen. „Unsere Schule platzt aus allen Nähten“, erklärte Klassenlehrerin Lena Hagen, während ihre Kollegen das offizielle Schreiben an die Ratsmitglieder und Vertreter der Verwaltung verteilten (fritz online berichtete).

Kollegin Melanie Wallschlag betonte, dass es aus Sicht des Kollegiums keine weiteren Ausschreibungen zur Erstellung einer Raumbedarfsanalyse geben müsse. Stattdessen wäre die Gründung einer Arbeitsgruppe mit fachlicher Unterstützung aus der Schule und der Stadtverwaltung sowie einer Bauberatung seitens der zuständigen Landesbehörde ratsam: „Wir sind alle gerne bereit, dabei zu sein und zu unterstützen.“

Bürgermeister Sven Stratmann zeigte „vollstes Verständnis“ für das Anliegen der Schule. Besserung sei in Sicht, da die Gerbertschule (Grundschule) im selben Gebäude zeitnah in ihr neues Domizil einziehe und somit acht Räume für die Heinrich von Oytha-Schule zur Verfügung stünden. 1. Stadträtin Heidrun Hamjediers verwies auf die bestehende Lenkungsgruppe, die sich intensiv mit den Bedarfen der Schulen in Friesoythe beschäftige. „Wir haben uns sehr um die Schulen gekümmert, um einen innovativen und modernen Unterricht zu ermöglichen“. Dabei verwies sie auch auf den jüngsten Neubau der Mensa bei der HvO. Container sollten jedoch keine Dauerlösung sein.

CDU-Fraktionschef Lukas Reinken hob das Engagement des Kollegiums hervor. Auch er favorisierte die Erstellung eines eigenen Konzeptes, eine erneute Ausschreibung koste Zeit und Geld. Die frei werdenden acht Räume aus der jetzigen Gerbertschule seien angesichts der großen Schülerzahlen keine Lösung und diene nicht der notwendigen Planung. Bürgermeister Stratmann betonte, man wolle schnell handeln, um die Containerlösung zu beenden. Die zukünftig frei werdenden Räume könnten als Klassenräume genutzt werden. So sei ausreichend Zeit vorhanden, den notwendigen Raumbedarf insgesamt zu ermitteln. Die Verwaltung müsse alle Schulen im Blick haben, ein eigenes Konzept halte er für nicht zielführend.

SPD-Fraktionsvorsitzende Renate Geuter regte an, das Thema, „das uns allen unter den Nägeln brennt“, in der nächsten Sitzung des Schulausschusses zu behandeln, um für alle Beteiligten eine Planungssicherheit zu erarbeiten.

 
 
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