In Markhausen ist der Teufel los


Markhausen (cl). Maria Bäker ist für die Maske zuständig und nutzt die jüngste Probe, um den Schmuck aus der Requisite zu sortieren. „Da ist in den Jahren so einiges zusammengekommen, sagt sie angesichts von zahlreichen Halsketten in allen Farben und Formen, Ohrringen und sonstigen Accessoires. Nebenbei verfolgt sie das Treiben auf der Bühne, auf der es kurz vor der Premiere besonders konzentriert und textsicher zugeht. „In’t Klooster is de Düvel los“ heißt die „rabenschwarze Komödie“, das die Laienspielschar Markhausen auf die Bretter des Dorfgemeinschaftshauses bringt und ihrem Publikum dafür „väl Pläseier“ wünscht. „De Düvel“ erscheint leibhaftig in der Person von Vorsitzenden Kristin Raker, die als Äbtissin Walburga Düvel ebenso streng wie energisch dem bisher so süßen Leben dreier Mönche im kleinen Kloster Sankt Nepomuk ein Ende setzen soll.
Fromm war gestern: Affären, Alkohol und Marihuana
Statt fromm und bescheiden genießt dort Abt und Vater Tobias (Norbert Sander) sein Leben mit Frauengeschichten und pflegt auch mit Postbotin Vera Holt (Heidrun Hinrichs) eine Affäre. Braumeister Willi (Martin Bullermann) schaut regelmäßig zu tief ins Glas und Hanno (Alfred Brand), der für den Garten zuständig ist, baut Marihuana an, raucht gerne mal eine Tüte und lässt seine Kasse durch den Verkauf seiner berauschenden Erzeugnisse klingen. Die nun vom Kardinal eingeschleuste „Aufpasserin“ passt dem Trio somit überhaupt nicht und die Geistlichen schmieden einen Plan, um sie wieder loszuwerden. Helfen soll ihnen dabei auch Freund und Bestatter Jan-Fiete (Stefan Hillen).
Skurrile Nebenfiguren und ein Debüt auf der Bühne
Ob ihr Vorhaben reiner Irrsinn ist oder gar gelingt, erfahren die Zuschauer in fünf Aufführungen. Dabei lernen sie auch die lustige, russische Putzfrau Natalia (Mareike Raker) und Jan-Fietes egozentrische Ehefrau Hilde (Helga Hayfield) kennen. Sein Theater-Debüt feiert Felix Sander als naiver Dorfpolizist Bodo Becker.
Teamarbeit hinter den Kulissen
Die Laienschauspieler ins rechte Licht rückt Gertrud Stadtsholte, die mit Manfred Timme die Rollenbesetzung vornahm und Regie führt. Neben Maria Bäker sorgen auch Dorothea Raker und Edith Willing-Hillen in der Maske dafür, dass sich Akteure auch optisch sehen lassen können, während Josef Flatken und Werner Siemer verlässlich den Bühnenbau organisieren. Und wenn es textlich mal hakt, sind die Souffleusen Gabriele Raker und Renate Suter zur Stelle.
Info: Neben der ausverkauften Seniorenvorstellung am Sonntag, 1. Februar, finden Aufführungen am Freitag, 6. Februar, um 19.30 Uhr, Sonntag, 8. Februar, um 16 Uhr sowie am Freitag, 13. und Samstag, 14. Februar, um 19.30 Uhr statt. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.



