Katastrophenschutz probt den Ernstfall: Ausfall der Wasserversorgung
- Fritz-Redaktion

- 12. Juli
- 1 Min. Lesezeit

Landkreis Cloppenburg. Sabotage, Blackout, Schneesturm oder ein Orkan mit überlaufender Thülsfelder Talsperre – der Katastrophenschutzstab des Landkreises Cloppenburg hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Krisenszenarien trainiert. Diesmal stand ein neues Extremereignis im Mittelpunkt: Nach einer langanhaltenden Hitze- und Dürreperiode fiel in dem fiktiven Szenario die Wasserversorgung über mehrere Tage aus.
Unter Leitung des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) sowie mit Unterstützung erfahrener Kräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft übten die Stabsmitglieder im Kreishaus die Bewältigung der Lage. Entscheidend waren dabei ein schneller Überblick über die Informationslage, eine funktionierende Logistik und die richtige Priorisierung der notwendigen Maßnahmen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Neben Feuerwehr, DRK, THW, DLRG, Polizei, Psychosozialer Notfallversorgung (PSNV) und dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr waren auch die Fachämter der Kreisverwaltung eng in die Übung eingebunden.
„Gerade das Zusammenspiel zwischen den externen Rettungskräften und den Fachbehörden unseres Hauses ist im Ernstfall entscheidend“, betonte Kreisrätin Anne Tapken. Besonders herausfordernd sei die Vielzahl an Informationen gewesen, die aus unterschiedlichsten Quellen – einschließlich sozialer Medien – zusammengeführt und bewertet werden mussten. Die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung hätten dabei gezeigt, dass sie auch außerhalb ihres eigentlichen Aufgabenbereichs unter hoher Belastung handlungsfähig seien.
Landrat Johann Wimberg dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz. Das Szenario sei in dieser Form bislang einmalig gewesen und habe den Stab vor komplexe Aufgaben gestellt.



