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Kommt's nun doch auf die Größe an?

  • Autorenbild: Julius Höffmann
    Julius Höffmann
  • vor 17 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit
Symbolbild: Adobe Stock
Symbolbild: Adobe Stock

Die Sonntags-Kolumne


Von Julius Höffmann


Es kommt ja nicht auf die Größe an. Hieß es immer. Jahrzehntelang war das der pädagogisch wertvolle Standardsatz jeder Lebensberatung zwischen Bierdeckel und Beziehungsratgeber. Und jetzt das: Ausgerechnet bei den Olympischen Winterspielen in Italien soll die Penislänge einen entscheidenden Einfluss auf die Flugweite von Skispringern haben.

Während sich die Welt eigentlich für Windverhältnisse, Anlaufgeschwindigkeit und Telemark-Landungen interessiert, kursieren plötzlich Schlagzeilen über den angeblichen „Penis-Trick“ oder – noch investigativer – „Penisgate“.

Die These klingt wie aus einem schlecht gelaunten Physik-Leistungskurs: Maßgeschneiderte Skianzüge werden vor dem Wettkampf per Scanner exakt vermessen. Wenn nun im Schritt ein gewisses „Mehr“ an Volumen auftaucht, könnte – rein theoretisch, versteht sich – der Luftstrom anders um den Körper gleiten. Mehr Auftrieb. Mehr Flugweite. Mehr Meter. Mehr Ruhm.

Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es sogar zu… nun ja… manipulativen Injektionen am „besten Stück“ gekommen sein. Allein die Vorstellung sorgt für kollektives Zusammenzucken im männlichen Publikum.  Der internationale Verband winkt ab. Wilde Gerüchte. Verschwörungstheorien. Digitale Stammtischphysik.

Apropos Olympisches Dorf: Rund 10.000 Kondome sollen an die etwa 2.800 Athletinnen und Athleten verteilt worden sein – und nach wenigen Tagen restlos vergriffen. Rekordverdächtig. Wenn es für diese Disziplin Medaillen gäbe, das Podium wäre funkelnd voll.

Die Organisatoren reagierten auf die erhöhte Nachfrage auf jeden Fall sportlich: Nachschub wurde geliefert. Kostenlos. Mit Olympia-Logo.

 
 
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