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Pfarrheim gerettet: Neuscharreler Bürger schreiben Geschichte

  • Autorenbild: Claudia Wimberg
    Claudia Wimberg
  • 27. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Von Claudia Wimberg


Spende: Rüdiger Mai, Annegret Ewen, Stefanie Hanekamp und Maria Olliges (von links) überreichen im Namen des Neuscharreler Gemeindeausschusses einen Scheck an Maria Reiners (Zweite von rechts). Foto: Marcel Meemken
Spende: Rüdiger Mai, Annegret Ewen, Stefanie Hanekamp und Maria Olliges (von links) überreichen im Namen des Neuscharreler Gemeindeausschusses einen Scheck an Maria Reiners (Zweite von rechts). Foto: Marcel Meemken

Neuscharrel. Bürokratische Hürden glichen manches Mal einem Buch mit sieben Siegeln, aber auf Sand hat der Verein „Use Dörp Neischarrel“ am Ende nicht gebaut. So machten die Mitglieder drei Kreuze, als sie das Pfarrheim ihres Ortes nach sechs Jahren nun offiziell von der Kirchengemeinde St. Marien Friesoythe übernehmen konnten. Vorsitzende Maria Reiners und Pfarrer Christoph Winkeler besiegelten die Vereinbarung während einer kleinen Feierstunde per Handschlag und Zahlung des symbolischen Kaufpreises von einem Euro.

 

„Ein Novum“, verwies Reiners auf das Alleinstellungsmerkmal im Offizialatsbezirk, das für andere Gemeinden richtungsweisend sein könne. Wie berichtet, schlossen sich engagierte Dorfbewohner zusammen, um das in die Jahre gekommene und aus Sicherheitsgründen in Teilen stillgelegte Gebäude zu retten. Mit der Kirchengemeinde wurden verschiedene Varianten erörtert sowie Kosten ermittelt, bevor es zur Gründung des gemeinnützigen Vereins und schließlich zum Kaufangebot kam. Nach zähen Beratungen fanden die Vertragsunterzeichnungen im Sommer 2025 statt.

 


Handschlag: Pfarrer Christoph Winkeler und Vereinsvorsitzende Maria Reiners besiegeln die Übergabe.      Foto: Hans Werner
Handschlag: Pfarrer Christoph Winkeler und Vereinsvorsitzende Maria Reiners besiegeln die Übergabe. Foto: Hans Werner

Insgesamt sind für die Sanierung rund 380 000 Euro zu schultern und Maria Reiners erinnerte in diesem Zusammenhang an Veranstaltungen, Spenden und Sponsoren, die bereits Geld in die Kasse des rund 100-Mitglieder-starken Vereins fließen ließen. „Wir können allen Förderern und Unterstützern des Projekts immer wieder nur herzlich danken“, unterstrich die Vorsitzende.

 

Weitere Mittel seien für die Verwirklichung der Pläne erforderlich und in diesem Zusammenhang auch Förderanträge gestellt worden. Die Bescheide stünden noch aus. Liegen sie vor, „können die Handwerker mit ihrer Arbeit beginnen“, so Reiners und zeigt sich mit einem Goethe-Zitat insgesamt zuversichtlich: „Auch mit Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“

 

Baumaßnahmen stellen Bistümer und Kirchengemeinden angesichts tiefgreifender Veränderungen und finanzieller Engpässe dagegen vielfach vor unlösbare Schwierigkeiten. Somit freute sich Pfarrer Winkeler, dass sich St. Marien um die Zukunft des Neuscharreler Pfarrheims keine Gedanken mehr machen muss. Das Vorhaben stünde unter einem „guten Stern“ und für die Realisierung wünschte er allen Beteiligten Zuversicht und Erfolg.

 


Soll saniert werden: Das in die Jahre gekommene Neuscharreler Pfarrheim. Foto: cl
Soll saniert werden: Das in die Jahre gekommene Neuscharreler Pfarrheim. Foto: cl

Nach Fertigstellung soll das „Dörpshus“ ein Treffpunkt für alle Generationen und Vereine werden „und für die Kirche ein verlässlicher Ort der Begegnung und des Wirkens“, sagte Maria Reiners und konnte noch während der Feierstunde einen weiteren Scheck vom Gemeindeausschuss entgegen nehmen, der den Erlös seines „Suppentages“ übergab.

 
 
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