Quartiersplanung in Bösel: Zukunft des Euro-Denkmals bleibt offen
- Martin Pille

- 23. Jan.
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Von Martin Pille

Ausschuss entscheidet sich für klare Variante
Bösel. Bei der Quartiersplanung für das Areal rund um die katholische Pfarrkirche in Bösel werden nun für den Bereich südlich des Rathauses Nägel mit Köpfen gemacht. Der Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt, Planung, Bau und Verkehr legte sich auf eine von zwei vorgestellten Varianten fest, die Michael Block vom Planungsbüro Wessels und Grünefeld (Garrel) im Rathaus präsentierte. Betroffen ist vor allem das Gelände des ehemaligen Geschäftshauses Gründing, das die Gemeinde bereits erworben und abgebrochen hat, sowie das südlich angrenzende frühere Geschäftshaus der Bäckerei Schmidt, das ebenfalls weichen soll.
Wasserspiel und Pavillon als Herzstück
Zentraler Bestandteil der Planung ist ein mittig angeordnetes Wasserspiel, das zugleich den Spielbedürfnissen von Kindern gerecht werden soll – eine Forderung von Bürgermeister Hermann Block. Ergänzt werden soll dieses durch einen großen, geschlossenen Pavillon mit Glasdach und Sitzblöcken. Dieser ist insbesondere für Besucher des benachbarten Trauzimmers sowie für Radfahrer gedacht, die über den Reiherweg die Ortsmitte durchqueren.

Mehr Parkplätze und öffentliche Toilette
Mehrheitlich sprach sich der Ausschuss zudem für den Bau eines Toilettenhäuschens aus, das hinter einem neuen Parkplatz entstehen könnte. Im Bereich des früheren Schmidt-Gebäudes sollen rund 14 zusätzliche Stellplätze entstehen, darunter ein Behindertenparkplatz sowie Stellflächen für E-Fahrzeuge. Fahrradbügel trennen den Parkplatz vom parkähnlichen Areal mit ovalen Blumenbeeten, angelehnt an den Dorfpark. Hinzu kommen Gestaltungselemente wie Schaukeln, mobile Sitzplattformen und Drehsessel. Das westlich angrenzende Grundstück Fennen mit der Obstwiese wurde zwar in die Planung einbezogen, befindet sich jedoch nicht im Gemeindebesitz.
Freie Sicht zur Kirche und Blick in die Zukunft
Besonderen Wert legte der Planer darauf, die Sichtachse vom geplanten Mini-Kreisverkehr an der Kreuzung zum Hölker Weg in Richtung Pfarrkirche freizuhalten. Zudem soll das Areal so gestaltet werden, dass eine spätere Erweiterung des Rathauses nach Süden möglich bleibt. Vorerst unberücksichtigt bleiben die gegenüberliegenden Grundstücke mit dem Adam-Haus, das sich ebenfalls im Eigentum der Gemeinde befindet und als abgängig gilt. Bis zum Bau des Rathausanbaus ist dort noch das Sozialamt untergebracht. Auch die Zukunft des Euro-Denkmals an der Ecke zur Jahnstraße ist weiterhin offen.
Kosten und Förderung
Je nach Ausstattung rechnet der Planer für die Gestaltung des Bereichs südlich des Rathauses mit Kosten zwischen 400.000 und 450.000 Euro. Für das Toilettenhäuschen kommen rund 100.000 Euro hinzu. Wie Fachbereichsleiter Christoph Burtz betonte, sind sämtliche Investitionen im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms, in das die Gemeinde 2019 aufgenommen wurde, zu zwei Dritteln förderfähig. Nun liegt die endgültige Entscheidung beim Gemeinderat.



