Schulung für mehr Sicherheit im Kita-Alltag


Landkreis Cloppenburg. Regelmäßiges Händewaschen, das Desinfizieren häufig berührter Oberflächen, eine gute Organisation hygienerelevanter Tätigkeiten wie des Wickelns sowie die klare Trennung zwischen unreinen Arbeiten – etwa mit möglichem Kontakt zu Krankheitserregern – und reinen Tätigkeiten wie der Essenszubereitung: Diese Grundpfeiler der Hygiene standen im Mittelpunkt des Seminars „Grundlagen für Hygienebeauftragte in der Kita“.
Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten können im Kita-Alltag erhebliche Krankheitsrisiken darstellen, heißt es in einer Pressemiiteilung. Um Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen für diese Herausforderungen noch besser zu sensibilisieren, organisierte der Landkreis Cloppenburg im Kreishaus eine kompakte Fachschulung zum Infektionsschutz. Denn gerade in Kitas könnten sich Krankheiten schnell verbreiten. Durch klare Hygienekonzepte lasse sich jedoch insbesondere das Risiko gruppenübergreifender Ausbrüche deutlich reduzieren.
Nach der Begrüßung durch Manuela Fastje, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes, informierte Jörg Vasentin-Lewedei vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt Hannover über zentrale Themen wie Übertragungswege von Erregern, Flächen- und Händedesinfektion sowie den richtigen Einsatz persönlicher Schutzausrüstung. Der Experte, der an der Entwicklung der Qualifizierung zum Hygienebeauftragten in Kitas beteiligt war, betonte: „Oft gibt es in den Einrichtungen keine eigenen Hygienebeauftragten, obwohl das aus unserer Sicht sehr sinnvoll wäre. Eine rechtliche Pflicht besteht nicht – häufig liegt die Verantwortung deshalb bei der Leitung. Hygiene ist immer auch eine Frage der Verantwortung.“
Nach dem Infektionsschutzgesetz benötigt jede Einrichtung einen Hygieneplan. Klare Regeln helfen dabei, Infektionsketten zu unterbrechen und Kinder sowie Mitarbeitende zu schützen. Dafür sei insbesondere Wissen über Übertragungswege und geeignete Desinfektionsmaßnahmen entscheidend. „Gerade Noro- und Rotaviren, die beide Brechdurchfall auslösen, verbreiten sich schnell und sind schwieriger zu desinfizieren. Deshalb ist der Einsatz geeigneter Mittel besonders wichtig“, erklärte Vasentin-Lewedei.
Abschließend stellte Julia Niemann vom Kreisgesundheitsamt, zuständig für Infektionskrankheiten, neue Online-Anträge für Meldungen nach § 34 des Infektionsschutzgesetzes vor. Diese sollen künftig eine schnellere digitale Meldung ermöglichen.



