Schwerer Fahrradunfall: Ersthelfer appellieren an mehr Hilfsbereitschaft


Friesoythe. Nach einem schweren Fahrradunfall in der Kirchstraße in Friesoythe am Montagnachmittag appellieren die Ersthelfer Daniel Glöckner und Jens Kotte an die Bevölkerung, in Notfallsituationen nicht wegzusehen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten Unterstützung zu leisten.
Nach bisherigen Erkenntnissen waren gegen 17:15 Uhr zwei Radfahrer in Richtung Stadtmitte unterwegs, als einer von ihnen stürzte. Der Mann blieb nach Beschreibung der Ersthelfer zunächst regungslos auf der Fahrbahn liegen.
Die Feuerwehrkameraden Glöckner und Kotte wurden durch Hilferufe auf den Unfall aufmerksam und übernahmen die Erstversorgung des Verletzten. Gleichzeitig sicherten weitere Anwesende die Unfallstelle ab und alarmierten die Rettungskräfte. Nach Angaben der beiden Ersthelfer gestaltete sich die Versorgung zunächst schwierig, da kein Verbandmaterial zur Verfügung stand, weil sie selbst nicht mit dem Auto unterwegs waren. Mehrere vor Ort befindliche Personen und Autofahrer wurden um Unterstützung gebeten. Dieser Bitte sei jedoch zunächst nicht entsprochen worden.
In einer solchen Situation zählt jede Minute, betonen die beiden. Sie seien auf Unterstützung angewiesen gewesen und hätten sich gewünscht, dass mehr Menschen unmittelbar helfen oder zumindest die benötigten Hilfsmittel zur Verfügung stellen.
Erst durch die Unterstützung eines Anwohners sowie einer später eintreffenden Autofahrerin seiVerbandmaterial bereitgestellt worden. Dadurch konnten die notwendigen Maßnahmen bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt durchgeführt werden, heißt es weiter.
Der Verletzte sei nach der Erstversorgung durch Rettungsdienst und Notarzt zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden. Neben den Rettungskräften war auch die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) des Landkreises Cloppenburg im Einsatz, um Augenzeugen des Unfalls zu betreuen.
Die beiden Ersthelfer bedanken sich ausdrücklich bei den Personen, die im weiteren Verlauf Unterstützung leisteten. Gleichzeitig hoffen sie, dass der Vorfall dazu beiträgt, das Bewusstsein für die Bedeutung von Erster Hilfe und gesellschaftlicher Verantwortung zu stärken.


