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Schüler übernehmen politische Regie

  • Autorenbild: Julius Höffmann
    Julius Höffmann
  • 22. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit
Ausschusssitzung mit den Ratsleuten (von rechts) Bernd Kramer, Melanie Buhr sowie Bürgermeister Sven Stratmann. Fotos: höf
Ausschusssitzung mit den Ratsleuten (von rechts) Bernd Kramer, Melanie Buhr sowie Bürgermeister Sven Stratmann. Fotos: höf

So viel fraktionsübergreifende Einigkeit wünscht sich wohl jeder Bürgermeister – auch wenn sie im politischen Alltag eher selten ist. Schmunzelnd kommentierten Friesoyther Ratsmitglieder das Szenario nach mehreren außergewöhnlichen Ausschusssitzungen in der Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe. Dort hatten Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs im Rahmen des Projekts „Pimp Your Town“ die politische Regie übernommen.


Hautnah

Bei dem dreitägigen Kommunalpolitik-Planspiel erlebten die Jugendlichen parlamentarische Demokratie hautnah: Sie gründeten Fraktionen, diskutierten in Fachausschüssen, entwickelten eigene Anträge und stimmten darüber ab – unterstützt von Lehrkräften, dem Verein „Politik zum Anfassen e.V.“ aus Isernhagen als überregionaler Veranstalter sowie erfahrenen Kommunalpolitikern aus Friesoythe.



Die "echten Ratsherren" (von links) Sören Wewer, Hans Meyer und Dennis Löschen leiteten die Sitzung mit den Schülerinnen und Schülern.
Die "echten Ratsherren" (von links) Sören Wewer, Hans Meyer und Dennis Löschen leiteten die Sitzung mit den Schülerinnen und Schülern.

Zugang zur lokalen Demokratie

Mit dabei waren Bürgermeister Sven Stratmann, die stellvertretende Bürgermeisterin Melanie Buhr, Ratsvorsitzende Maria Hogeback, Ratsfrau Renate Geuter sowie die Ratsherren Hans Meyer, Dennis Löschen, Sören Wewer und Bernd Kramer. Schulleiter Rasmus Braun betonte, Ziel des Projekts sei es, jungen Menschen einen direkten Zugang zur lokalen Demokratie zu eröffnen.


Rasende Autos und Rente

In den Sitzungen bewiesen die Jugendlichen Ernsthaftigkeit und Weitblick: Sie forderten mehr Verkehrssicherheit, kritisierten rasende Autos, setzten sich für den Erhalt von Ampelanlagen ein und thematisierten überraschend engagiert Fragen zur Rente, zur Situation von Senioren, zur Ausstattung der Schulen und zu besseren Freizeitangeboten.

Den Abschluss bildete eine gemeinsame Ratssitzung mit Bürgermeister, in der die Anträge beschlossen wurden – oft mit fraktionsübergreifender Zustimmung, um den Forderungen mehr Gewicht zu verleihen.


Impulse geliefert

Das Fazit aller Beteiligten fiel eindeutig aus: „Pimp Your Town“ ist ein gelungenes Projekt, das nicht nur politische Bildung lebendig macht, sondern auch Impulse für die kommunale Arbeit vor Ort liefert.

 
 
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