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Sexuelle Bildung an Schulen stärken

Autorenbild: Fritz-Redaktion
Fritz-Redaktion
vor 26 Minuten
2 Min. Lesezeit
Ein Koffer voller Einblicke: Durch das Projekt Liebesleben bekommt die sexuelle Bildung einen deutlichen Schub. Foto: Landkreis
Ein Koffer voller Einblicke: Durch das Projekt Liebesleben bekommt die sexuelle Bildung einen deutlichen Schub. Foto: Landkreis

Landkreis Cloppenburg. Rund 20 Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte aus sieben Schulen haben an einer Fortbildung zu „LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt“ teilgenommen. Veranstalter waren das Gesundheitsamt Cloppenburg und das Regionale Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück.

Für den Landkreis Cloppenburg ist die Beteiligung besonders wertvoll: Wie der Landkreis Cloppenburg mitteilt, steht der Koffer den Schulen kostenfrei und dauerhaft für Unterricht, Projekttage und fächerübergreifende Angebote zur Verfügung. Mit den Materialien möchte der Landkreis die schulische Gesundheitsförderung stärken und usätzliche Möglichkeiten für Prävention und sexuelle Bildung vor Ort schaffen. „Wir sind schon seit 2017 mit unseren Partnern dabei, dass wir anhand eines Parcours diese Themen an die Schulen im Landkreis bringen“, erklärt Annika Chmiel vom Kreisgesundheitsamt.

„LIEBESLEBEN“ unterstützt Schulen dabei, sexuelle Gesundheit als festen Bestandteil schulischer Bildung zu verankern. Jugendliche lernen, eigene Grenzen wahrzunehmen, Bedürfnisse zu kommunizieren, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen und bei Bedarf Hilfe zu suchen.

Die sechs interaktiven Module behandeln Körper und Gefühle, Freundschaft und Beziehungen, Schutz und Safer Sex, HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen, Vielfalt und Respekt sowie Sexualität und Medien. Dabei geht es auch um Körperbilder, digitale Medien, Arten von sexueller Ausrichtung, Cybermobbing und Grenzüberschreitungen.

Ausgearbeitete Methoden, Hintergrundinformationen und Kopiervorlagen ermöglichen eine eigenständige und nachhaltige Umsetzung. Die Schulen benennen Ansprechpersonen, entwickeln Konzepte zur sexuellen Bildung und können ihre Zusammenarbeit mit Beratungsstellen und Präventionsfachkräften ausbauen. „Sexuelle Bildung betrifft alle, man kann sich da nicht raushalten. Das Thema wird aber nicht in allen Elternhäusern gleichermaßen behandelt und oft enthalten die Quellen der Schülerinnen und Schüler Unwahrheiten“, betont Swantje Walf vom RLSB Osnabrück

Die Fortbildung wurde von Julia Niemann und Annika Chmiel vom Gesundheitsamt Cloppenburg sowie Swantje Walf und Ariane Berkemeyer vom RLSB Osnabrück durchgeführt. Auch der Regionalkoordinator für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, Finn Ammerich, nahm teil.

„LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt“ wird vom Niedersächsischen Kultusministerium, dem Niedersächsischen Sozialministerium und dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit umgesetzt.

 
 
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