Wodka für den Weihnachtsbaum?
- Claudia Wimberg

- 20. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Wodka lässt den Weihnachtsbaum länger leben. Das war der erste vermeintliche Trick, den Frank Pelk hörte. Viele weitere Mythen folgten. „Sehr unterhaltsam und erstaunlich, was es so alles gibt“, fasst der gs-agri-Pflanzenbauberater das Ergebnis seiner kleinen Umfrage im Freundes- und Bekanntenkreis zusammen.

Kein Alkohol im Topf
Hochprozentiges soll angeblich desinfizieren. „Einen Nachweis gibt es dafür nicht und wenn kleine Kinder oder Haustiere zur Familie gehören, hat Alkohol im Topf nichts zu suchen“, so Pelk. Wer in Sachen Haltbarkeit auf Zucker und Honig schwört, fördere eher das Gegenteil, „denn dadurch werden die Leitungen verstopft.“ Mit Spülmittel könne man den Ständer reinigen, dem Stamm tut es nach Aussage des Experten jedoch nicht gut, „denn es zerstört die Zellen.“
Aspirin oder Vollmond?
Hoch im Kurs steht der Kupfercent. „Belegt ist auch hier nichts, aber Schaden richtet er nicht an.“ Gleiches gilt für die Aspirintablette. Doch den Christbaum mit Haarspray halten? „Schlechte Idee, weil es vor allem die Brandgefahr erhöht.“ Darüber hinaus soll die Kraft des Mondes eine Rolle spielen. Demnach nadelt der Baum nicht so schnell, wenn er drei Tage vor Vollmond gefällt wird, hieß es schon vor Jahrhunderten.

Über Umwege in die Wohnung
Den Blick ins Universum braucht es für Frank Pelk ebenso wenig, wie die vielen weiteren vernommenen Tipps. Denn: Häufig seien es die einfachen Dinge, die zum Erfolg führten. Wer also seinen Christbaum bis ins neue Jahr frisch und formschön erleben möchte, sollte ihn keinem Temperaturschock aussetzen und ihn zunächst in der Garage, im Flur oder Keller lagern und somit „über Umwege“ ins Wohnzimmer führen, das möglichst auch keiner Sauna gleicht. „Trockene Luft mag er nicht, Fußbodenheizung überhaupt nicht“, weiß der Experte.
Kein heißes Wasser
Vor dem Aufstellen für eine frische und gerade Schnittfläche (nicht spitz oder kreuzweise) sorgen, dann kann er Wasser ziehen. „Quasi wie bei Blumen“, so Pelk. Das Wasser im Ständer muss kalt sein. „Nicht heißes einfüllen, wie einige meinen, das greift die Zellen an.“ Grünes Licht gibt der Fachmann abschließend für das Besprühen von Ästen und Nadeln zwischendurch. Wer dann noch eine LED-Lichterkette ohne Wärmeabgabe wählt, ist auf dem richtigen Weg, dass sich der Baum auch beim Besuch der heiligen drei Könige noch sehen lassen kann.



