Amphibienwanderung setzt ein
- Fritz-Redaktion

- vor 14 Stunden
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Landkreis Cloppenburg. Mit dem Ende der Frostperiode beginnt in diesen Tagen die alljährliche Amphibienwanderung. Ein milder Witterungsverlauf lockt derzeit die ersten Kröten, Molche und Frösche aus ihren Winterquartieren. Die Tiere überwintern teils mehrere Kilometer entfernt von ihren angestammten Laichbiotopen und machen sich im zeitigen Frühjahr auf den beschwerlichen Weg zurück zu ihren Gewässern.
Voraussetzung für den Aufbruch sind feuchte Wetterbedingungen und nächtliche Temperaturen von mindestens fünf Grad Celsius. Dann setzen sich die Amphibien häufig in großen Scharen in Bewegung. Die Wanderung erstreckt sich über mehrere Wochen und erreicht ihren Höhepunkt meist in milden, regnerischen Nächten.
Straßen werden zur tödlichen Gefahr
Gefährlich wird es dort, wo Straßen die traditionellen Wanderrouten durchschneiden. Amphibien bewegen sich langsam fort und verharren im Scheinwerferlicht oft in einer Schreckstellung. Zudem nutzen viele Tiere die warmen Asphaltflächen als vermeintlich günstige Aufenthaltsorte zur Partnersuche – mit fatalen Folgen.
Selbst wenn sie nicht direkt überfahren werden, droht Lebensgefahr: Bereits ab einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern kann der Luftsog vorbeifahrender Fahrzeuge so starke Organschäden verursachen, dass die Tiere später im angrenzenden Gelände verenden.
Schutzmaßnahmen
Zum Schutz der wandernden Tiere werden an besonders betroffenen Straßenabschnitten Warnschilder aufgestellt. Teilweise kommen auch mobile Fangzäune zum Einsatz, um die Amphibien sicher über die Straßen zu geleiten.
In einer Pressemitteilung bittet der Landkreis alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer eindringlich, in den ausgewiesenen Bereichen die Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus sollte auch in anderen bekannten Wandergebieten während der Dämmerungs- und Nachtstunden besonders umsichtig und langsam gefahren werden.



