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Geranien trotzen den Eisheiligen am alten Rathaus

  • Autorenbild: Claudia Wimberg
    Claudia Wimberg
  • vor 6 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit
Bei der Arbeit: Bernd Stuke, Bernd Dedden (hinten), Dorothea Kuhlmann-Arends, Sabine Dedden und Andrea Block (von links) sorgen als Mitglieder des Friesoyther Aktionskreises am alten Rathaus Stadtmitte für blühendes Leben. Foto: Claudia Wimberg
Bei der Arbeit: Bernd Stuke, Bernd Dedden (hinten), Dorothea Kuhlmann-Arends, Sabine Dedden und Andrea Block (von links) sorgen als Mitglieder des Friesoyther Aktionskreises am alten Rathaus Stadtmitte für blühendes Leben. Foto: Claudia Wimberg

Friesoythe (cl). Die Eisheiligen sind da und haben kühles und wechselhaftes Wetter gebracht. Der Kälteschock mit winterlichen Nächten bleibt laut Meteorologen allerdings aus. Somit können die aktuellen Temperaturen  den frostempfindlichen Geranien nichts anhaben, die der Aktionskreis Friesoythe „Wir gestalten unserer Stadt“ in Kästen gepflanzt hat, um das alte Rathaus Stadtmitte aufblühen zu lassen.

Zwar steht das städtische Gebäude zurzeit leer, „aber es bleibt ein zentraler Mittelpunkt und wir möchten es zumindest von außen wieder schick machen“, sagte Vorsitzende Dorothea Kuhlmann-Arends. Nach dem Auszug des Bildungswerks 2023 legten die Mitglieder ihr bis dahin stets fest im Terminkalender verankerte Projekt auf Eis, entschieden sich nun jedoch für eine Neuauflage und legten am Namenstag des Heiligen Pankratius (12. Mai) tatkräftig Hand an.

Den Auftakt der insgesamt fünf „kalten Tage“ bildet am 11. Mai der Heilige Mamertus. Nach Servatius am 13. und Bonifatius am 14. Mai folgt Sophia als einzige Frau zum Finale. Laut einer aus dem Mittelalter überlieferten Bauernregel sind die Gedenktage der katholischen Bischöfe und Märtyrer gefürchtet, da sich Mitte Mai noch mal Polarluft auf den Weg machen kann. Für manche Gehölze und Pflanzen ein tödliches Phänomen, wenn das Thermometer unter null Grad sinkt.

Klimawandel und regionale Unterschiede zum Trotz: Die Eisheiligen sind über Jahrhunderte im Bewusstsein geblieben und machen gemäß dieser mal mehr, mal weniger verlässlichen Wetterregel ab dem 15. Mai dem Sommer Platz.

 
 
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