Wachstum, Wirtschaft, Zukunft: Bösel legt 2025 weiter zu
- Fritz-Redaktion

- 17. Jan.
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Bösel. Die Gemeinde Bösel blickt auf ein insgesamt positives Jahr 2025 zurück. Besonders das anhaltende Bevölkerungswachstum, steigende Steuereinnahmen und eine weiterhin hohe Bautätigkeit prägen die Entwicklung der Kommune, teilt die Gemeindeverwaltung mit.
Bevölkerungsentwicklung weiter über dem Landesdurchschnitt
Zum 31. Dezember 2025 lebten 9.506 Menschen in Bösel. Damit wuchs die Einwohnerzahl innerhalb eines Jahres um 174 Personen – ein Plus von 1,88 Prozent. Dieser Zuwachs liegt deutlich über dem landesweiten Durchschnitt von 1,5 Prozent im Jahr 2024. Die Bevölkerung setzt sich aus 4.889 Männern und 4.618 Frauen zusammen. Seit 2010 ist die Einwohnerzahl damit von 7.384 auf nunmehr 9.506 gestiegen. Die Gemeinde nähert sich damit Schritt für Schritt der Marke von 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen
Im Jahr 2025 wurden in Bösel 102 Kinder geboren, davon 54 Jungen und 48 Mädchen. Das waren elf Geburten weniger als im Vorjahr. Bemerkenswert sind drei Hausgeburten, die direkt in der Gemeinde beurkundet wurden. Demgegenüber standen 79 Sterbefälle, fünf mehr als 2024. Daraus ergibt sich ein Geburtenüberschuss von 23 Personen, der allerdings um 16 unter dem Vorjahreswert lag. Die Zahl der Eheschließungen stieg deutlich an: 47 Paare gaben sich im Standesamt Bösel das Jawort, acht mehr als im Jahr zuvor.

Jubiläen und Altersstruktur
Der älteste Einwohner Bösel ist Franz Tönnies, geboren am 12. August 1927, der 98 Jahre alt ist. Jüngster Einwohner ist Hanno Skaczylas, geboren am 16. Dezember 2025. Im Bereich der Altersjubiläen gab es 2025 unter anderem 20 Jubilare zum 80. Geburtstag und 39 zum 85. Geburtstag. Zudem wurden 23 Goldene, 12 Diamantene und zwei Eiserne Hochzeiten gefeiert. Die Ehrungen erfolgen je nach Alter zentral, durch Besuche der stellvertretenden Bürgermeister oder durch den Bürgermeister selbst.
Kommunalpolitik und Verwaltung
Der Gemeinderat der Gemeinde Bösel wird in der Ratsperiode 2026–2031 weiterhin aus 20 Ratsfrauen und Ratsherren bestehen, hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigtes Mitglied. Aktuell ist ein Mandat unbesetzt. Der Rat tagte im Jahr 2025 sechsmal, der Verwaltungsausschuss siebenmal. Insgesamt fanden fünf Fachausschusssitzungen statt. Das Rathaus war an rund 246 Tagen geöffnet. Aufgrund von Platzmangel wurde das Gebäude Am Kirchplatz 24 weiterhin für soziale Aufgaben genutzt. Die im August 2025 begonnene Rathauserweiterung soll 2026 abgeschlossen werden. Danach ist vorgesehen, das ehemalige Adam-Haus im Rahmen der Städtebausanierung zu verwerten.
Bautätigkeit und Grundstücke
Die Bautätigkeit blieb auf hohem Niveau. Insgesamt wurden 89 Bauanträge gestellt, fünf mehr als im Vorjahr. Hinzu kamen 42 Bauanzeigen für genehmigungsfreie Vorhaben. Besonders der Neubau von Mehrfamilienhäusern sowie Nutzungsänderungen nahmen zu. In mehreren Baugebieten sind nur noch wenige Grundstücke verfügbar. Weitere Bauplätze entstehen ab Herbst/Winter 2026 mit 27 Bauplätzen in Bösel Nord III und 19 Bauplätzen in Petersdorf an der Kampstraße.
Wirtschaft, Gewerbe und Steuereinnahmen
Die Zahl der Gewerbebetriebe stieg deutlich von 933 auf 982 Betriebe. Es gab 114 Anmeldungen und 67 Abmeldungen. Besonders die Anzahl größerer Betriebe mit einem Steueraufkommen über 100.000 Euro nahm zu.
Die Steuereinnahmen erreichten 2025 einen neuen Höchststand von rund 9,07 Millionen Euro. Den größten Anteil daran hatte die Gewerbesteuer mit über 7,4 Millionen Euro, ein Plus von rund 1,14 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Grundsteuer B stieg ebenfalls deutlich, während die Grundsteuer A infolge der Grundsteuerreform stark zurückging.

Feuerwehr, Bildung und Betreuung
Die Freiwillige Feuerwehr Bösel zählte 76 Mitglieder und rückte zu 62 Einsätzen aus. Insgesamt wurden über 6.800 ehrenamtliche Stunden geleistet.
Im Bereich der Kinderbetreuung stehen in Bösel 393 Kita-Plätze sowie 135 Krippenplätze zur Verfügung. Die Schulen in der Gemeinde – die St.-Martin-Schule, die Grundschule Petersdorf und die Oberschule Bösel – wurden von insgesamt über 750 Schülerinnen und Schülern besucht.
Kirchenaustritte
Die Zahl der Kirchenaustritte stieg weiter an. 62 Personen traten aus der katholischen und 40 aus der evangelischen Kirche aus. Insgesamt waren es damit 102 Austritte im Jahr 2025.
Fazit: Bösel entwickelt sich weiterhin dynamisch. Das überdurchschnittliche Bevölkerungswachstum, eine stabile wirtschaftliche Lage und Investitionen in Infrastruktur und Verwaltung unterstreichen die Attraktivität der Gemeinde – auch mit Blick auf die kommenden Jahre.



