Wie der Schulstress auf der Straße beendet werden soll
- Martin Pille

- 16. Jan.
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Aktualisiert: 17. Jan.
Von Martin Pille

Bösel. Mit einstimmigen Beschlüssen zum Haushalt hat der Schulausschuss nun den Weg freigemacht für den Neubau des Busbahnhofs am Schulzentrum und den gleichzeitigen Ausbau der Fladderburger Straße bis zu Schulstraße. Diese Entscheidung, die der Gemeinderat noch bestätigen muss, ist Teil des Mastersplans, den der Rat zu Beginn des letzten Jahres gefasst hat. Die Zustimmung gilt als sicher.
Im ersten Bauabschnitt, so der Fachbereichsleiter im Rathaus, Josef Runden, werden im Busbahnhof die vorhandenen Haltestellen komplett zurückgebaut und durch neue, barrierefreie mit Blindenleitsystemen und Unterständen ersetzt. Während die Umfahrungen für die Busse mit Asphalt hergestellt werden, werden die übrigen Flächen für Fußgänger und Radfahrer gepflastert. Dazu kommen 33 Parkplätze für Kfz und ein Fahrradunterstand für 40 Fahrräder
Eltern-Bring- und Holzone
Um dem zunehmenden Elterntaxi-Chaos mit gefährlichen Situationen durch Wendemanöver, Hupkonzerten und zugeparkten Straßen zu begegnen, ist zudem eine eigene Eltern-Bring- und Holzone parallel zu Fladderburger Straße geplant, damit die Kinder den Rest des Schulweges zu Fuß zurücklegen können. Für diesen Bauabschnitt sollen 966.000 Euro aufgewendet werden; 725.000 Euro an Zuschüssen werden erwartet.
In einem weiteren Bauabschnitt soll dann die Fladderburgerstraße auf 175 Metern ausgebaut werden. Gleichzeit wird der Regenwasserkanal gemäß des Generalentwässerungsplanes erneuert und vergrößert. Die Straße wird asphaltiert, die Nebenanlagen gepflastert. 690.000 Euro sind hierfür eingeplant. Eine Förderung ist noch ungeklärt. Die Bauarbeiten sollen in diesem Jahr beginnen und 2027 fertiggestellt sein. Während dieser Zeit ist dort kein Autoverkehr möglich; ein provisorischer Busbahnhof soll an der Jahnstraße bei der Sporthalle eingerichtet werden.
Gebaut werden können jetzt für die St. Martin-Grundschule auch zwei Gruppen- und Betreuungsräume im Schulgarten hinter dem „Langen Jammer“. Damit stellt die Gemeinde den ab Schuljahr 2026/2027 jahrgangsweise aufsteigenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung sicher. Für die 493.500 Euro Gesamtkosten erhält die Gemeinde 402.000 Euro vom Regionales Landesamt für Schule und Bildung; ferner sind 98.000 Euro aus der Kreisschulbaukasse eingeplant.
Lehrküche für die Oberschule
Der Schulausschuss segnete im Übrigen alle Ansätze der Verwaltung zu den drei Böseler und Petersdorfer Schulen einstimmig ab. Das gilt für die einzelnen Sachkonten zur eigenverantwortlichen Bewirtschaftung, als auch für investive Vorhaben. Unter anderem soll eine neue Lehrküche für die Oberschule gebaut werden. Bislang wird die bestehende Lehrküche in der Grundschule auch von der OBS genutzt.



