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  • Das FRITZ-Interview: Hegewald stellt Weichen für Amtsantritt

    Von Julius Höffmann Friesoythe. Einen Tag nach der Bürgermeisterwahl in Friesoythe spricht der künftige Rathauschef über seinen ersten Morgen als Wahlsieger, die Erwartungen an seine Amtszeit und die ersten konkreten Schritte. Kommunikation soll schneller und persönlicher werden, die Ortsteile stärker in den Blick rücken und bei der Wirtschaftsförderung will Hegewald früh anpacken. Einen 150-Tage-Plan hat der neue Bürgermeister bereits im Gepäck. Im FRITZ-Interview erklärt Hegewald, wo die Bürgerinnen und Bürger schon bald Veränderungen spüren sollen, was er sich für die kommenden acht Jahre vorgenommen hat – und warum er sein Amt als CDU-Stadtverbandsvorsitzender abgeben will. Frage: Herr Hegewald, 53,1 Prozent – was war Ihr erster Gedanke heute Morgen? Hegewald: Ganz ehrlich: Als Erstes habe ich mein Handy genommen, um in den Zeitungen nachzuschauen, ob das, was ich gestern Abend erlebt habe, tatsächlich wahr ist. Ich habe mich sehr gefreut. Frage: Sie haben im Wahlkampf gesagt: Friesoythe könne deutlich mehr. Was machen Sie als Erstes anders? Hegewald: Das große Thema Verbesserung der Kommunikation schwebt einfach über allem – intern wie extern. Deswegen führe ich schon jetzt in der Zeit bis zum Amtsantritt Gespräche mit künftigen Kollegen, wie wir dieses Ziel gemeinsam erreichen können. Konkretes Beispiel: Es müssen wirklich alle Anfragen – ob zum Beispiel von Bürgerinnen und Bürgern oder Unternehmen – beantwortet werden. Frage: Was ist Ihr wichtigstes Projekt in den ersten 100 Tagen? Hegewald: Wir haben einen 150-Tage-Plan. Dazu gehört unter anderem, jetzt schon festzulegen, wann wir wo in den Ortschaften Termine für Sprechstunden und Ähnliches anbieten. Es gibt kleinere Punkte, die wir sofort umsetzen können. Ein Beispiel: Bei Antworten aus der Stadtverwaltung wird in Zukunft der Name des Absenders stehen und nicht nur anonym „Ihre Stadt Friesoythe“. Ich möchte, dass es wieder persönlicher wird, dass man weiß, mit wem man Kontakt hatte und an wen man sich wenden kann. Das geht weiter bei der Mailadresse, die die Ratsmitglieder nur noch verwenden sollen: ratsanfragen@friesoythe.de – weg damit. Ich möchte den kurzen Dienstweg ermöglichen. Was nicht heißen soll, dass wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung vom Arbeiten abhalten wollen. Im Gegenteil. Aber es macht das Ganze effizienter und schneller. Bei den größeren Projekten werden wir uns als Erstes des Themas Wirtschaftsförderung annehmen. Wir werden Gespräche führen – zum Beispiel mit dem HGV Friesoythe sowie in unseren Gewerbegebieten. Um zu schauen: Wo drückt der Schuh, was sind die Bedarfe? Wie ist die Situation, was müssen wir tun? Gleichzeitig werden wir kurzfristig die Besetzung der Stelle einer Wirtschaftsförderin beziehungsweise eines Wirtschaftsförderers anschieben. Frage: Sie wollen alle Ortsteile stärker in den Blick nehmen. Welcher Ortsteil bekommt von Ihnen als Erstes besondere Aufmerksamkeit? Hegewald: (schmunzelt) Das sind schöne Fragen, bei denen sich der eine bevorteilt und die andere benachteiligt fühlt. Wir wollen beispielsweise die Rats- und Ausschusssitzungen so rotieren lassen, dass wir überall unterwegs sind – besonders dann, wenn es konkrete Themen gibt. Frage: Der Wahlkampf ist vorbei: Was war ein Versprechen, bei dem Sie heute sagen – das wird schwieriger als gedacht? Hegewald: Wir haben uns sehr intensiv darum bemüht, im Wahlkampf nur Themen zu benennen, die wir auch in den nächsten acht Jahren umsetzen können. Von daher werden wir den Teufel tun und haben auch keine Veranlassung, einen Tag nach der Wahl von unserem Programm abzurücken. Jetzt werden die Gespräche mit der Politik und den Fachbereichen geführt, um zu klären, wie wir die Vorhaben umsetzen. Da können auch Kooperationen eine Rolle spielen. Frage: Sie sind als CDU-Kandidat gewählt worden. Nun aber sind Sie Bürgermeister für alle Bürgerinnen und Bürger … Hegewald: … definitiv. Natürlich für alle. Bislang bin ich Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Friesoythe. Das Amt werde ich zeitnah abgeben, denn das würde sich aus meiner Sicht mit dem Amt des Bürgermeisters beißen. Frage: Eine starke politische Botschaft war mehr Tempo. Wo werden die Bürger dieses Tempo konkret spüren? Hegewald: Zunächst einmal mit dem 150-Tage-Programm. Dann allein schon mit der Tatsache, dass ich nicht bis zum offiziellen Amtsantritt am 1. November warte, um Kontakt mit verschiedenen Menschen aufzunehmen. Anfang November wird schon die erste Ratssitzung sein. Die Termindichte wird hoch bleiben, genauso wie die Präsenz in den Ortschaften. Frage: Was muss in Friesoythe in acht Jahren anders sein, damit die Menschen sagen: Hegewald hat geliefert? Hegewald: Wenn die Menschen in acht Jahren sagen: Ja, wir fühlen uns bei den verschiedenen Themen mitgenommen. Wenn wir über die ganze Stadt verteilt neue Baugebiete geschaffen haben. Natürlich Gewerbegebiete, natürlich das Gesundheitswesen. Es gibt viele Bereiche, die wir bearbeiten können und wollen. Da muss es spürbare und erkennbare Veränderungen geben. Frage: Was sollen die Friesoyther Ihnen am Ende Ihrer Amtszeit auf keinen Fall vorwerfen können? Hegewald: „Er hat sich nicht gekümmert, hat sein Wort nicht gehalten, hat es nicht hingekriegt.“ Das wäre fatal. Nicht alles wird funktionieren und klappen, das ist mir bewusst. Wichtig wird sein, zu erklären, damit alle Beteiligten wissen, wo die Gründe liegen. Wir müssen die Menschen mitnehmen. Frage: Und ganz persönlich: Was wird sich für Jann Christian Hegewald und seine Familie ab jetzt am stärksten verändern? Hegewald: Abläufe und Gewohnheiten zu Hause werden sich verschieben, Termine in den Abendstunden noch deutlich mehr. Die Öffentlichkeit wird eine andere sein, man ist mehr im Fokus. Das war uns aber auch vorher klar.

  • Marion Behrens rückt nach

    Friesoythe. Weil der neu gewählte Friesoyther Bürgermeister Jann Christian Hegewald auf sein Mandat für den Friesoyther Stadtrat verzichten wird, rückt Marion Behrens als neues Ratsmitglied nach. Das teilte der künftige Verwaltungschef gestern mit. Hegewald gehört als Bürgermeister in Zukunft zum Stadtrat, nicht aber zur CDU-Fraktion. Damit besteht das Gremium aus 17 CDU-Politikern, acht SPD, zwei AFD und jeweils 1 aus Bündnis 90/Die Grünen und der FFW plus Bürgermeister.

  • Unfall in Bösel mit Sattelzug und Güllefass

    Bösel. Am heutigen Montag kam es gegen 10:10 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Overlaher Straße in Bösel. Nach Polizeiangaben befuhr ein 30-jähriger Fahrzeugführer aus Bösel mit einer Sattelzugmaschine und Güllefass die Overlaher Straße und geriet aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts in den Seitenstreifen. Das Gespann kam auf der rechten Seite zum Liegen. Der 30-jährige wurde hierbei leicht verletzt. Eine Vollsperrung der Overlaher Straße wurde eingerichtet und dauert derzeit aufgrund der laufenden Bergungsarbeiten an. Foto: Martin Pille

  • 17 Sitze von 29: CDU mit Abstand stärkste Fraktion im Stadtrat

    Das Rathaus aus Sicht der Soest: Mit Bürgermeister und Mehrheit im Stadtrat bestimmt die CDU die Geschicke in Friesoythe. Foto: höf Friesoythe. Auch im Stadtrat Friesoythe setzt sich die CDU deutlich an die Spitze: Mit 53,41 Prozent der Stimmen erreicht sie die absolute Mehrheit und sichert sich damit 17 der insgesamt zu vergebenden Sitze (inkl. des Bürgermeisters). Die SPD kommt auf 25,88 Prozent und erhält acht Sitze. Die AfD erreicht 14,42 Prozent und damit fünf Sitze, während Bündnis 90/Die Grünen mit 3,18 Prozent sowie die FFW mit 3,11 Prozent jeweils einen Sitz erringen (Quelle: Kommunale Datenverarbeitung KDO). Eine Besonderheit ergibt sich bei der AfD: Für die fünf ihr zustehenden Sitze stehen lediglich zwei Kandidaten zur Verfügung. Dadurch können nicht alle Sitze besetzt werden. Der Stadtrat Friesoythe verkleinert sich somit von ursprünglich 32 auf 29 Mitglieder. Die gewählten Kandidaten Partei Kandidat/in Wahlart Stimmen CDU Hegewald, Jann Christian direkt 3.701 Timme, Wolfgang direkt 967 Lücking, Heinrich direkt 832 Nording, Stefan direkt 688 Timme, Christian direkt 634 Thyen, Michael direkt 613 Braun, Rasmus direkt 600 Kramer, Bernhard direkt 591 Fuhler, Stefan direkt 570 Elsen, Janek direkt 568 Flatken, Johannes direkt 547 Preuth, Marlies direkt 540 Bornhorst-Paul, Marlies direkt 511 Reinken, Lukas direkt 485 Roter, Martin direkt 459 Lüken, Henning direkt 445 Schlangen, Sonja Listenplatz 6 297 SPD Buhr, Melanie direkt 3.375 Meyer, Hans direkt 585 Pünter, Erik direkt 467 Hespe, Jürgen direkt 452 Baran, Eike direkt 403 de Buhr, Heino direkt 366 Hogeback, Maria direkt 354 Wewer, Sören Listenplatz 2 276 Grüne Rehring, Norbert Listenplatz 1 298 AfD Schucht, Andreas direkt 1.283 Antons, Marco direkt 969 FFW Eilers, Olaf direkt 344 Damit ist die CDU im neuen Stadtrat klar stärkste Kraft und verfügt gemeinsam mit ihren 17 Mandaten über eine komfortable Mehrheit. Die SPD bildet mit acht Sitzen die zweitstärkste Fraktion. AfD, Grüne und FFW sind mit ihren jeweiligen Mandaten ebenfalls im Rat vertreten.

  • Christoph Burtz neuer Bürgermeister in Bösel

    Bürgermeister Hermann Block -links- gratuliert seinem Nachfolger Christoph Burtz zur Wahl. Blumen gab es für Ehefrau Stephanie. Foto: Pille Christoph Burtz wird neuer Bürgermeister in Bösel. Nach dem vorläufigen Endergebnis erreichte er 69,39 Prozent. „Ich freue mich riesig über das Wahlergebnis“, sagte Burtz kurz nach der Stimmenauszählung im Ratssaal. Zahlreiche Angehörige seiner Familie waren gekommen, um ihm zu gratulieren. Für die CDU, für die der parteilose Einzelkandidat Burtz angetreten war, gratulierte deren Vorsitzender Christopher Schön

  • Der Wille zum Wechsel

    Kommentar zur Wahl Von Julius Höffmann Die Würfel sind gefallen: Der neue Verwaltungschef im Friesoyther Rathaus heißt Jann Christian Hegewald. Foto: höf Melanie Buhr darf sich trotz ihrer Niederlage als politische Kandidatin der Herzen fühlen. Sie hat in einem schwierigen Wahlkampf Haltung bewiesen, Profil gewonnen und sich nach dem holprigen Start ihrer Partei noch einmal mit voller Kraft ins Rennen geworfen. Für das Amt der hauptamtlichen Bürgermeisterin hat es dennoch nicht gereicht. Das Ergebnis ist eindeutig: Nach zwölf Jahren SPD-Herrschaft wollen die Friesoyther den Wechsel. Dafür stand und steht Jann Christian Hegewald bereit. Der CDU-Kandidat war früh präsent, suchte konsequent den Kontakt zu den Menschen und war im Wahlkampf kaum zu übersehen. Seine Omnipräsenz mag dem einen oder anderen fast zu viel gewesen sein – politisch aber hat seine Strategie funktioniert. Hegewald hat mit Professionalität und einem souveränen Auftritt überzeugt. Für Melanie Buhr wurde offenbar zum Problem, dass sie als stellvertretende Bürgermeisterin und langjährige SPD-Ratsfrau stärker für das steht, was war, als für das, was kommen soll. In einer Stadt, in der die Wechselstimmung spürbar war, reichte persönliches Ansehen allein nicht aus. Auch Olaf Eilers verdient Anerkennung. Nach dem Rückzug von der SPD-Kandidatur, seinem Parteiaustritt und der Gründung einer Wählergemeinschaft stellte er sich dennoch dem Votum der Bürger. Ob Protest, Überzeugung oder persönlicher Ehrgeiz dahinterstand, weiß nur er. Einfach war diese Kandidatur ohne große Parteistrukturen im Hintergrund sicher nicht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist mehr als ein Achtungserfolg. Nun liegt der Ball bei Jann Christian Hegewald. Ein vergleichsweise junger Bürgermeister mit Tatendrang kann die Ärmel hochkrempeln. Die Erwartungen sind groß: Friesoythe braucht frische Ideen – aber vor allem Ideen, die auch finanzierbar, machbar und am Ende für die Menschen spürbar sind. Der Wahlkampf ist vorbei. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit

  • Hegewald wird Bürgermeister – und kämpft mit den Tränen

    Der neue Bürgermeister bedankte sich für die Unterstützung bei seinen Parteifreunden und seiner Familie. Fotos: Höffmann Friesoythe. Die Stimme stockte, die Anspannung wich sichtbar, und schließlich ließen sich auch die Tränen nicht mehr zurückhalten: Mehrere hundert CDU-Parteifreunde hatten sich am Sonntagabend auf dem Hof Elsen in Altenoythe versammelt, um „ihren“ neuen Bürgermeister zu begrüßen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Marina ließ sich der frisch gewählte Friesoyther Verwaltungschef Jann Christian Hegewald feiern. Damit sind die politischen Würfel in Friesoythe gefallen. Wie berichtet, setzte sich der CDU-Kandidat mit 53,12 Prozent der abgegebenen Stimmen deutlich durch. Auf seine SPD-Mitbewerberin Melanie Buhr entfielen 37,22 Prozent, FFW-Kandidat Olaf Eilers erreichte mit 9,66 Prozent den dritten Platz. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,67 Prozent. Hegewald bedankte sich bei allen Unterstützern und Förderern seines Wahlkampfs – ganz besonders bei seiner Ehefrau und seinem Vater. Auch seinen beiden Mitbewerbern Melanie Buhr und Olaf Eilers sprach er ausdrücklich seinen Dank aus. „Wir haben die ganze Zeit über einen sehr fairen Wahlkampf geführt“, betonte Hegewald. Dank und Glückwunsch gleichermaßen: Marina und Jann Christian Hegewald. Das bestätigten auch die beiden unterlegenen Kandidaten. „Ich habe Jann Christian natürlich gratuliert und mich auch für einen super fairen Wahlkampf bedankt“, erklärte Melanie Buhr auf Anfrage von fritz online. Zugleich zeigte sie sich stolz auf ihr persönliches Ergebnis: „Damit hat vor einem halben Jahr niemand gerechnet. Das hat mir niemand zugetraut.“ Auch FFW-Kandidat Olaf Eilers gratulierte dem Wahlsieger. „Wir hatten ein paar Prozentpunkte mehr erwartet, aber der Wähler hat entschieden“, sagte Eilers. Für die FFW gehe es nun darum, im künftigen Stadtrat eine starke Stimme zu haben und die eigenen politischen Ziele dort zu vertreten. Während in Friesoythe die Entscheidung gefallen ist, bleibt es im benachbarten Saterland spannend: Dort fällt die Entscheidung erst in einer Stichwahl. Um das Amt des Bürgermeisters treten der parteilose Sven Stratmann (35,32 %) und CDU-Kandidat Markus Janssen (42,58 %) am 27. September gegeneinander an.

  • Hegewald holt absolute Mehrheit

    Friesoythe. Die politischen Würfel in Friesoythe sind gefallen: Mit 53,12 Prozent der abgegebenen Stimmen hat sich CDU-Kandidat Jann Christian Hegewald mit deutlichem Abstand durchgesetzt und wird neuer Bürgermeister der Stadt Friesoythe. Auf die SPD-Kandidatin Melanie Buhr entfielen 37,22 Prozent der Stimmen, FFW-Kandidat Olaf Eilers kam mit 9,66 Prozent auf Platz drei.

  • Stimmen abgegeben, Spannung steigt

    Die Stimmen sind abgegeben – jetzt heißt es warten. Die drei Bürgermeister-Kandidaten in Friesoythe, Olaf Eilers, Melanie Buhr und Jann Christian Hegewald waren am Sonntagvormittag gemeinsam mit ihren Familien an der Urne. Während für die drei Bewerber und für 52 weitere Stadtrats-Kandidaten nun das Warten beginnt, läuft in den Wahllokalen die Arbeit weiter: Zahlreiche ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sorgen dafür, dass die Wahl reibungslos über die Bühne geht und am Abend die Stimmen ausgezählt werden können. Fotos: Höffmann

  • Flattern, fiebern, hoffen: Wie verbringen die BGM-Kandidaten den Wahlsonntag?

    Wer macht das Rennen? Gibt es eine Stichwahl? Am Sonntagabend gibt es Antworten. Foto: höf Friesoythe. „Ich bin ganz relaxt“, sagt FFW-Bürgermeisterkandidat-Kandidat Olaf Eilers auf Nachfrage von fritz online. Große Sonderpläne hat er für den Tag ohnehin nicht. Die Stimmabgabe gehört natürlich fest zum Tagesablauf. Eilers wird seine Stimme im Evangelischen Gemeindehaus abgeben. Am Abend trifft er sich im geschlossenen Kreis, um gemeinsam die Ergebnisse zu verfolgen. „Möglicherweise fahre ich im Laufe des Abends auch noch zum Rathaus“, kündigt er an. Bei Melanie Buhr sieht die Gefühlslage etwas anders aus. „Es flattert“, räumt die SPD-Bürgermeisterkandidatin ein, „das kann ich nicht leugnen.“ Deshalb startet der Tag erst einmal ganz entspannt mit einem Frühstück mit der Familie. Gewählt wird im Baubetriebshof. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Vielleicht geht die Familie spazieren, vielleicht schnürt Buhr auch die Laufschuhe – oder es wird einfach beides. Am Nachmittag könnten Freundinnen zum „Beruhigungskaffee“ vorbeikommen. Danach heißt es: langsam auf den Abend einstimmen. Ab 18 Uhr will Buhr sich in der Stadtmitte aufhalten und dort gemeinsam mit ihren Parteifreunden die Ergebnisse verfolgen. CDU-Bürgermeisterkandidat Jann Christian Hegewald gestaltet den Vormittag mit einem familiären Termin: Ein Geburtstagskaffee bei der Schwiegermutter. „Das passt mir ganz gut“, sagt er. So lasse sich die Wartezeit bis zum Abend zumindest teilweise überbrücken. Die Anspannung wachse zwar, versichert Hegewald, aber "ich versuche, ruhig zu bleiben". Zunächst gehe es mit der gesamten Familie zur Wahl – ebenfalls ins Evangelische Gemeindehaus. Am Nachmittag haben dann die Kinder das Sagen und dürfen entscheiden, was auf dem Programm steht. Ab 18 Uhr beginnt auch für Hegewald der gemeinsame Wahlabend mit Parteifreunden in Altenoythe. Drei Kandidaten, drei Pläne – und ab 18 Uhr für alle die gleiche Frage: Wer macht das Rennen? Neben den Bürgermeister-Kandidaten bewerben sich weitere 52 Frauen und Männer für einen Sitz im neuen Friesoyther Stadtrat mit derzeit maximal 32 Sitzen. Übrigens: Wenn eine Partei aufgrund ihres Stimmenanteils mehr Mandate im Stadtrat bekäme als sie Kandidaten aufgestellt hat, bleiben diese möglichen Sitze unbesetzt. Entsprechend würde sich der Stadtrat verkleinern. CDU Jann Christian Hegewald Marlies Preuth Lukas Reinken Marlies Bornhorst-Paul Janek Elsen Sonja Schlangen Bernhard Kramer Mira Brand Achim Fischer Marion Behrens Stefan Nording Stefan Fuhler Michael Thyen Martin Roter Henning Lüken Heinrich Lücking Achim Pleis Thomas Lammers Johannes Flatken Christoph Böhmann Werner Knelangen Wolfgang Timme Rasmus Braun Andre Fuhler Jens Kotte Maik Stratmann Christian Timme Holger Urban Bernd Wichmann SPD Melanie Buhr Sören Wewer Maria Hogeback Wilfried Thunert Volker Burmann Heino de Buhr Renate Geuter Mattis Ballweg Hans Meyer Heiner Stix Sandra Langer Andreas Tegeler Tobias Müller Jürgen Hespe Erik Pünter Eike Baran FFW Olaf Eilers Ludger Beelmann Bianca Willms Marcel Meinking Sebastian Stammermann Maik Schmidt Bündnis 90/Die Grünen Norbert Rehring Hubert Hillen AfD Andreas Schucht Marco Antons

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