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  • Fünf Jahrzehnte, fünf Freunde, ein Montagabend

    50 Jahre „Hochzeit mit zwei Dullen“ oder „Besten-Solos mit Re und keine neunzig“: Die Petersdorfer Doppelkopfzocker mit Norbert Tangemann, Helmut Wieczorek und Hans Emken (stehend von links) sowie Heinrich Siemer und Bernhard Bischoff (sitzend von links). Foto: Martin Pille Petersdorf. 50 Jahre, unzählige Kartenrunden und eine Tradition, die bis heute hält: Seit 1976 gehört der Montagabend von 20 bis 23 Uhr für Norbert Tangemann, Helmut Wieczorek, Hans Emken, Heinrich Siemer und Bernhard Bischoff vom „Doko-Club Petersdorf“ fest dem Doppelkopf. Das sechste Gründungsmitglied Hartmut Nendza starb im Jahr 2005. Ein fester Bestandteil der Montagabende sind neben dem Kartenspiel natürlich auch die Gespräche über Fußball. Dabei wird über den SV Petersdorf diskutiert, aber auch über die Bundesliga. Wobei bei den Lieblingsvereinen Ausgeglichenheit herrscht: Die Anhänger des Hamburger SV und des SV Werder Bremen halten sich in der Runde ungefähr die Waage. Das erspielte Geld wandert vollständig in die Gemeinschaftskasse, die dann regelmäßig für gemeinsame Unternehmungen genutzt wird. Wochenendtouren führten die Männer mit den Ehefrauen nach Köln, München, Leipzig, Schwerin, Wismar, in den Harz und ins Sauerland sowie nach Österreich, in die Niederlande, nach Hamburg und nach Kiel. Auch die jährliche Kohlfahrt mit der Wahl von Kohlkönig und Kohlkönigin gehört zum festen Programm. Ein wiederkehrender Termin ist auch das gemeinsame Grillen anlässlich des DFB-Pokalfinales. In den ersten 40 Jahren durfte außerdem der Besuch des Böseler Schützenfestes nicht fehlen, wo man sich traditionell an der Bierbude traf – natürlich ebenfalls von 20 bis 23 Uhr. Inzwischen trifft man sich an diesem Tag zum Fischessen. 50 Jahre Doppelkopf bedeuten für die fünf Kartendrescher nicht nur unzählige Spielabende und so manchen gewonnenen oder verlorenen Euro. Es sind vor allem fünf Jahrzehnte Freundschaft und gemeinsame Erlebnisse. Und auch wenn die Männer inzwischen sagen: „Auch wir werden älter …“ – am Montagabend wird weiterhin Doppelkopf gespielt.

  • Neue Kita für 105 Kinder in Westerloh

    Der Neubau der Kita an der Flethstraße hat begonnen. In einem Jahr soll der Betrieb dort starten. Foto: Martin Pille Bösel. Die Gemeinde Bösel setzt derzeit einen bereits Ende 2023 gefassten Beschluss um, eine weitere Kita im Ortsteil Westerloh an der Flethstraße zu bauen. Es ist für sie ein weiterer Schritt, den Kita-Bedarf langfristig zu decken. Hintergrund ist, dass durch die Ausweisung neuer Baugebiete von jährlich etwa 130 Kindern auszugehen ist, die eine Kita oder eine Tagespflegeperson in Anspruch nehmen. Erfahrungen hätten zudem gezeigt, so argumentierte der Fachausschuss seinerzeit, dass die Gemeinde von einer Betreuungsquote von 100 Prozent bei den Kindergartenkindern und bei den Krippenkindern von etwa 70 Prozent ausgehen müsse. Nach Angaben des Fachbereichsleiters Bürgerdienste im Rathaus, Josef Runden, entstehen dort drei Kindergartengruppen mit 75 Plätzen sowie zwei Krippengruppen mit 30 Plätzen. Die Gesamtkosten werden auf rund 5,2 Million Euro veranschlagt. Damit verfüge die Gemeinde Bösel demnächst über 633 Betreuungsplätze, 468 Kindergartenplätze und 165 Krippenplätze, so Runden. Sowohl den Bau als auch die Trägerschaft übernimmt die Johanniter-Unfall-Hilfe. Dass die Trägerschaft mit dem Bau des Gebäudes verbunden ist, war eine der Bedingungen der Gemeinde, die die Kirchengemeinde Bösel im Kirchengemeindeverband Pastoraler Raum Friesoythe veranlasste, von ihrer Bewerbung zurückzutreten. Die Kirche ist bereits Trägerin von vier Kitas in der Gemeinde. Die Johanniter-Unfall-Hilfe betreibt in Deutschland bereits 600 Einrichtungen und übernahm zuletzt Kitas in Oldenburg und Westerstede. Im Planungsgebiet für die neue Kita in Westerloh wurde die Erschließungsstraße nach der 1961 verstorbenen Hebamme Anna Deeken benannt. Das Richtfest ist für den 30. Oktober geplant, in Betrieb soll die Kita am 1. August 2027 genommen werden.

  • 53.800 Euro: Großzügige Spende für Friesoyther Oberschule

    Friesoythe. Die Stadt Friesoythe darf sich über eine großzügige Spende von ROSSMANN in Höhe von 53.816,60 Euro freuen. Die Mittel kommen der Heinrich-von-Oytha-Schule im Ortsteil Altenoythe zugute und werden für die Verbesserung der Energieeffizienz im Schulgebäude eingesetzt. Das teilte die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Die Zuwendung ist Teil der landesweiten Initiative „ROSSMANN spendet Licht“. Für dieses Förderprogramm stellt das Drogerieunternehmen über einen Zeitraum von zwei Jahren ein Investitionsvolumen von mindestens 10 Millionen Euro bereit. Beginn der Initiative war im April 2025. Ziel ist es, Schulen in ganz Niedersachsen flächendeckend mit moderner und energieeffizienter Beleuchtung auszustatten. Auf diese Weise sollen nicht nur die Lernbedingungen für Kinder und Lehrkräfte spürbar verbessert, sondern auch die kommunalen Träger bei der Modernisierung ihrer Gebäude finanziell und organisatorisch entlastet werden. Damit soll ein wirtschaftlicher Impuls gesetzt werden, dessen positive Wirkung im Schulalltag und beim Klimaschutz noch lange nachwirken kann. „Wir freuen uns sehr über die großzügige Unterstützung. Mit der Spende können wir an der Heinrich-von-Oytha-Schule einen wichtigen Beitrag zu mehr Energieeffizienz und damit auch zum Klima- und Umweltschutz leisten“, betont Bürgermeister Sven Stratmann. Mit der Spende werden zahlreiche energieeffiziente Deckenleuchten sowie Präsenz- und Bewegungsmelder angeschafft. Durch die moderne Beleuchtungstechnik lässt sich der Energieverbrauch nachhaltig reduzieren. Gleichzeitig sorgen die neuen Leuchten und eine bedarfsgerechte Steuerung für eine zeitgemäße und angenehme Beleuchtung in den Räumlichkeiten der Schule.

  • „Das Pferd wusste, was es tat“: Hermann Blocks letztes Euro-Fest

    Bürgermeister Hermann Block. Foto: pi FRITZ-INTERVIEW Herr Block, Sie geben das Amt des Bürgermeisters auf und damit auch das Amt des Präsidenten von Euro Bösel e. V. ab. Wenn Sie auf die vielen Jahre zurückblicken: Was war für Sie persönlich der schönste Moment? Block: Es gab unzählige schöne Momente in den letzten 20 Jahren: spontane Konzerte um Mitternacht, die Familienshows oder die feierliche Flaggenparade beim Festumzug. Wenn ich mich auf einen Moment festlegen müsste, wäre es das 50-jährige Jubiläum der Euro-Musiktage 2011. Bei der Familienshow „Böseler Wetten, dass…“ bin ich mit einem Schimmel durch einen nur 1,50 Meter breiten Gang zur Bühne in das mit über 1.000 Besuchern vollbesetzte Festzelt „geritten“. Wir konnten das vorher nur einmal proben – aber im leeren Zelt und anders als am Abend ohne laute Musik. Aber das Pferd wusste, was es tat … Die Euro-Musiktage haben eine enorme Strahlkraft entwickelt und bringen jedes Jahr mehrere hundert Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Ländern nach Bösel. Was glauben Sie, macht den besonderen Zauber dieser Veranstaltung aus? Block: Ich selbst komme ja außerhalb der Dusche nicht von der Musikerseite. Der neue Vorstand hat ja nach der schöpferischen Pause 2012, also nach dem Jubiläumsjahr, bei der Neuausrichtung des Konzeptes die Musiker/innen wieder mehr in den Fokus genommen. Es gibt für sie jetzt mehr Möglichkeiten, sich während der drei Tagen im Ort selbst, wie beispielsweise beim Festumzug, einem großen Publikum zu präsentieren. Schon immer ausgezeichnet war die individuelle Betreuung der Gruppen, die Verpflegung durch das DRK und die Unterbringung in den Gemeinschaftsquartieren. Frage Hinter einem solchen internationalen Musikfest steckt viel ehrenamtliche Arbeit. Was haben Sie in den Jahren als Präsident über das Ehrenamt, aber auch über die Menschen gelernt, die diese Veranstaltung tragen? Block: Mit einem Satz gesagt: Dass alle mit unendlich viel Herzblut dabei sind – und das immer wieder aufs Neue. Viele kommen selbst aus der Musik, sind oder waren Amateurmusiker und engagieren sich schon seit vielen Jahren. Gleichzeitig kommen immer wieder neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer dazu. So sind zu den drei Festtagen Jahr für Jahr weit mehr als 100 Menschen gemeinsam für die Euro-Musiktage im Einsatz. Ohne sie würde nichts laufen. Anzeige Zum Schluss geben Sie nun die Verantwortung weiter: Was wünschen Sie den Euro-Musiktagen für die nächsten Jahre – und was werden Sie persönlich am meisten vermissen? Block: Wir leben in einer geopolitisch gefährlichen Lage. Da ist ein Fest zur Völkerverständigung ein ganz starkes Zeichen für Toleranz und Frieden und gegen Krieg und Rassismus. Daher wünsche ich dem Euro Bösel e.V., dass er es weiter schafft, sich dem Wandel der Zeit zu unterziehen, ohne die Identität des Festes zu verlieren. Was ich persönlich am meisten vermissen werde? Das kann ich im nächsten Jahr erst beantworten… Was machen Sie während der Euro-Musiktage 2027? Block: Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich - sofern gewünscht - selbst eine ausländische Gruppe betreuen. Ich wollte immer schon mal das Fest aus dem Blickwinkel eines Gastvereins erleben. Dazu habe ich dann ja vielleicht die Gelegenheit.

  • 62. EURO Musiktage: Bösel wird zum Treffpunkt für Musik aus Europa

    In diesem Jahr findet am Sonntag wieder ein Festumzug statt. Fotos: höf Bösel. Vom 4. bis 6. September verwandelt sich Bösel wieder in einen internationalen Treffpunkt der Musik: Bei den 62. EURO Musiktagen erwarten die Besucherinnen und Besucher drei Tage mit Wettbewerben, Konzerten, Shows und Begegnungen. Schauplätze sind vor allem der Böseler Dorfpark und das Parkstadion. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Den Auftakt bildet am Freitag um 19.30 Uhr die offizielle Eröffnung mit Livemusik im „EURO Zelt“. Um 21.15 Uhr folgt eine spektakuläre Wasser-Licht-Show der Freiwilligen Feuerwehren Bösel. Ab 22 Uhr sorgt die Band „BOB“ bei der „Warm Up Party“ für Stimmung, bevor ein DJ-Programm den Abend ausklingen lässt. Am Samstag rückt der Nachwuchs mit der „Kinder EURO – Das Fest der kleinen Europäer“ in den Mittelpunkt. Parallel startet um 13 Uhr das „EURO Weinfest“. Am Nachmittag treten Majoretten- und Showgruppen beim Wettbewerb um den „Böseler EURO-CUP“ an. Um 17 Uhr zeigen anschließend zehn Gruppen aus sieben Nationen bei der Flappenparade vor dem EURO Zelt ihr Können. Ab 22.30 Uhr steigt dort die „EURO NIGHT“ mit den DJs Felix Peterdam und Felix Storm. Zahlreiche Musiker aus ganz Europa treffen sich am Wochenende in Bösel. Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit dem Musikwettbewerb um den „Böseler EURO-CUP“, gefolgt vom „EURO Weinfest“ um 11 Uhr. Ab 12.30 Uhr lädt der OM-Familientag zu kostenlosen Mitmachaktionen, Musik und Unterhaltung ein. Ein weiterer Höhepunkt ist am Nachmittag der Internationale Festumzug durch die Gemeinde. Um 16.20 Uhr werden im EURO Zelt die Sieger des EURO-CUPs geehrt. Den Schlusspunkt der 62. EURO Musiktage setzt um 18 Uhr die Ziehung der EURO-Tombola. Damit verbinden die EURO Musiktage auch in diesem Jahr internationale Musikkultur mit Gemeinschaft und Unterhaltung – und machen Bösel für ein Wochenende zum Treffpunkt für Musikerinnen und Musiker, Vereine und Gäste aus dem In- und Ausland.

  • Bösel: Brand im Trafohäuschen

    Bösel. Am Mittwoch, 2. September, gegen 16:30 Uhr, wurde die Polizei über eine Rauchentwicklung aus einem Trafohäuschen in der Garreler Straße in Bösel informiert. Vor Ort konnte festgestellt werden, dass es im Trafohäuschen augenscheinlich zu einem Kabelbrand gekommen war. Der Brand wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Bösel, welche sich im direkten Nahbereich befand, gelöscht. Nach derzeitigen Erkenntnissen wird als Brandursache von einem technischen Defekt ausgegangen. Mitarbeitende eines örtlichen Energeriebetreibers waren vor Ort. Der entstandene Sachschaden wurde nach weiteren Polizeiangaben auf ca. 5.000 Euro geschätzt.

  • Vor 40 Jahren: Friesoythe im Visier des DDR-Fernsehens

    Friesoythe in den 80er Jahren: Aufgrund ihrer immens hohen Arbeitslosenquote sorgte die Stadt damals überregional für Schlagzeilen. Archiv: Heimatverein Friesoythe/Fotos: Harm Zimmermann Friesoythe. Mit dem Werbeschild „Friesoythe – Stadt mit Herz und nette Leute“ beginnt vor 40 Jahren ein Fernsehbericht über Friesoythe. Doch von Herzlichkeit war der Beitrag der „Aktuelle Kamera“ als Nachrichtensendung des staatlich gelenkten DDR-Fernsehens erwartungsgemäß nicht geprägt. In 1:35 Minuten zeichnete die Dokumentation vom 19. Januar 1986 vielmehr ein düsteres Bild von der niedersächsischen Kleinstadt, „für die man offensichtlich kein Herz hat“, wie der Sprecher betonte. Thema: die überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit. Die war zwar keine Erfindung, doch dass die Ausstrahlung eher Propagandazwecken und der Feindbildpflege diente, wird schnell deutlich. Die Journalisten besuchten das Arbeitsamt an der Barßeler Straße und der frühere Leiter Bernd-Fred Heyne lieferte ihnen Zahlen: Im Dezember 1985 lag die Arbeitslosenquote bei 32,5 Prozent, im Jahresdurchschnitt 1985 bei 29,6 Prozent. Für den folgenden Monat hielt Heyne sogar einen Negativrekord von rund 40 Prozent für möglich. Im Anschluss fährt die Kamera an diesem grauen Wintertag durch die Stadt. Von der Mühlenstraße fällt der Blick über die Kreuzung in Richtung Lange Straße. Die Macher konzentrieren sich dabei offensichtlich auf Schäden, wie ramponierte Dachfenster sowie unattraktive Gebäude. Die Botschaft: Hier herrschen Tristesse, Hoffnungslosigkeit und Geldmangel. Deshalb darf die Spar- und Darlehenskasse nicht fehlen. Der Zuschauer erfährt, dass eine Mitarbeiterin des Kreditinstituts „vertraulich“ von leer geräumten Konten und gleichzeitig hohen Kreditwünschen berichtet haben soll. Beim Amtsgericht stünden Zwangsversteigerungen auf der Tagesordnung und im Einzelhandel sinke der Umsatz. Jugendliche fielen durch ABM-Maßnahmen kurzzeitig aus der Statistik, meldeten sich aber danach ebenso arbeitslos wie junge Frauen und Männer nach ihrer Lehre. Unterm Strich also keine blühenden Landschaften beim Klassenfeind. Für Bernd-Fred Heyne war es damals übrigens eines von vielen Interviews. Das mediale Interesse für das viel zitierte „Armenhaus der Nation“ war bundesweit groß, „und es gab seitens der Presse etliche Anfragen“, erinnert sich der heute 80-Jährige, der in Bassum lebt. Auch das DDR-Fernsehen kündigte sich bei ihm telefonisch an. Verstanden hatte Heyne allerdings WDR-Fernsehen, „bis ich dann bei der Vorstellung im Büro feststellte, dass ich mich wohl verhört haben musste, was ich aber auch nicht ganz so schlimm fand“, sagt Heyne. Dass die Berichterstattung die Vorgaben des SED-Staates erfüllte, „war natürlich eindeutig“, so Heyne. Unbestritten, dass die Arbeitslosigkeit hoch war, aber so schaurig und aussichtslos, wie bewusst dargestellt, „war Friesoythe auch zu dieser Zeit sicher nicht.“ Info: Der Friesoyther Heimatverein ist im Besitz des Beitrages und wird ihn in einer seiner nächsten Veranstaltungen zeigen. -cl

  • DRK-Bereitschaft Friesoythe unterstützt bei Bombenräumung

    Foto: Jens Kotte Friesoythe/Wilhelmshaven. Auch über die Grenzen des Landkreises Cloppenburg hinaus sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der DRK-Bereitschaft Friesoythe im Einsatz. Am gestrigen Tag unterstützten Helferinnen und Helfer die Einsatzkräfte vor Ort bei einer notwendigen Evakuierung im Stadtgebiet von Wilhelmshaven im Zusammenhang mit einer Bombenräumung. Bereits in den frühen Morgenstunden machten sich die Ehrenamtlichen aus Friesoythe auf den Weg nach Wilhelmshaven. Gemeinsam mit weiteren DRK-Bereitschaften aus dem Landkreis Cloppenburg waren sie bis in den späten Nachmittag im Einsatz. Zu den Aufgaben der Einsatzkräfte gehörte die Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte und der beteiligten Hilfsorganisationen bei der Durchführung und Absicherung der Evakuierungsmaßnahmen. Dabei standen insbesondere die Sicherheit und die Betreuung der von der Evakuierung betroffenen Bevölkerung.

  • „Schatz für Petersdorf“: Schwestern feiern 80 Jahre Küsterdienst

    Gratulation für Regina Potthast und Schwester Gaby Nording von Sandra Schlarmann (von links), die für den Ortsrat Geschenke an die Jubilarinnen überreichte. Pfarrverwalter Jörn Illenseer applaudierte. Foto: Martin Pille Petersdorf. 80 Jahre Küsterdienst – auf dieses außergewöhnliche Jubiläum können die Schwestern Gaby Nording und Regina Potthast gemeinsam zurückblicken. Gaby Nording übernahm bereits als 15-jährige das Küsterinnenamt in Petersdorf und blieb es 50 Jahre lang bis heute. Ihre Schwester Regina Potthast teilte sich später die Aufgabe mit ihr, heute vor 30 Jahren. Die Dorfgemeinschaft würdigte das besondere Doppeljubiläum mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Empfang. Weil die Petersdorfer Kirche wegen der bevorstehenden Dachsanierung derzeit nicht genutzt werden kann, fand die Feier in der Sporthalle statt. Zahlreiche Dorfbewohner, Vereine und Gruppen sowie die Messdienergemeinschaft waren gekommen, um zu gratulieren. Pfarrverwalter Jörn Illenseer zeigte sich besonders beeindruckt von der jahrzehntelangen Treue der beiden: „Ich finde es enorm, dass sie das schon so lange tun, hier an diesem Ort – fünf Jahrzehnte und drei Jahrzehnte.“ Ihr Dienst sei ein wichtiger Teil des Gemeindelebens. Ohne Menschen, die zuverlässig vorbereiten, mitdenken und anpacken, könne vieles, was Kirche und Gemeinschaft ausmache, nicht stattfinden. Organisiert wurde die Feier vom Ortsrat Petersdorf, für den Sandra Schlarmann die Glückwünsche zunächst an Gaby Nording überreichte, die das kirchliche und dörfliche Leben über Jahrzehnte als Küsterin der Sonntags- und Festgottesdienste sowie als Ansprechpartnerin bei Beerdigungen, Hochzeiten oder die Erstkommunion geprägt hätte. „Was für ein Schatz du für Petersdorf bist“, so Schlarmann. Als Geschenk gab es ein Erinnerungsbuch „50 Stimmen für 50 Jahre“, in dem 50 Menschen persönliche Erinnerungen, Glückwünsche und Dankesworte für die 65-jährige zusammenstellten. Regina Potthasts 30-jährige Arbeit als Küsterin der übrigen Messen, bei der sie ihrer Schwester zuverlässig zur Seite stehe und auch für den Blumenschmuck sorge, geschehe oft eher im Hintergrund. Das Engagement der 64-jährigen sei für das Gelingen des kirchlichen Lebens aber ebenso wichtig, betonte Schlarmann. Beide Schwestern erhielten eine handgefertigte, gesegnete Jubiläumskerze. Beim anschließenden Sektempfang stieß die Dorfgemeinschaft gemeinsam mit den Jubilarinnen auf das außergewöhnliche Jubiläum an – und auf insgesamt 80 Jahre Engagement, Verlässlichkeit und Verbundenheit mit Petersdorf.

  • Außenwerbung in Bösel beschädigt

    Bösel. Im Zeitraum von Freitag, 28. August (17 Uhr), bis Sonntag, 30. August (9:15 Uhr), beschädigten unbekannte Täter die Außenwerbung eines Bürogebäudes an der Jahnstraße in Bösel. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Bösel unter 04494/922620 entgegen.

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