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  • Überraschung beim Fotobuch-Start: Bösel ehrt Martin Pille

    Überraschung geglückt: Bösels Bürgermeister Hermann Block (links) zeichnet den Heimatexperten und Autoren Martin Pille mit der Ehrentrophäe der Gemeinde aus. Foto: Claudia Wimberg Bösel. Die offizielle Vorstellung des neuen Fotobuches der Gemeinde Bösel war beendet. Martin Pille dankte allen Beteiligten und wollte mit einer einladenden Handbewegung den Verkauf eröffnen, als Bürgermeister Hermann Block freundlich, aber bestimmt dazwischenfunkte. Vielsagend bat der Verwaltungschef die bereits mit gezücktem Portemonnaie Schlange stehenden Interessenten noch um ein wenig Geduld und überraschte den Autoren und Heimatexperten dann mit einer besonderen Auszeichnung: Für sein langjähriges ehrenamtliches und gesellschaftliches Wirken erhielt Pille öffentlichkeitswirksam beim „Tag der offenen Tür“ im Böseler Rathaus die Ehrentrophäe der Gemeinde. Für Ehefrau Monika gab es Blumen. „Du bewahrst Vergangenheit und Gegenwart, hältst die Geschichte nicht nur auf dem Papier fest, sondern schreibst sie durch deine mitmenschlichen Aktivitäten auch selbst mit“, lobte Block im vollbesetzten Ratssaal. Seit 42 Jahren zähle der 79-Jährige zum Autorenteam des Mitteilungsblatts „Spräkrohr“ und sei seit 2006 dessen „Chefredakteur.“ Aus den Reihen des Heimatvereins als Herausgeber sei er auch für die Ehrung vorgeschlagen worden, so der Bürgermeister. Darüber hinaus schreibt Pille seit Jahrzehnten freiberuflich für Tageszeitungen und Magazine und ist versierter Ansprechpartner, wenn es um Dokumentationen für Vereine und Verbände geht. Für die Gemeinde ist das Fotobuch „Bösel - eine Zeitreise in Bildern“, das zum 150-jährigen Bestehen der selbstständigen politischen Gemeinde erschienen ist, nach dem „Dorfbuch“ sein zweites Werk. Sozialen Einsatz beweist der verheiratete Vater von drei Kindern bei der Tschernobyl- und Ukraine-Hilfe und ist Hauptorganisator des St. Martin-Benefizessens. Außerdem engagiert er sich in der Borsla-Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Kultur und leitete 25 Jahre lang Männerkochkurse. „Damit habe ich nun wirklich überhaupt nicht gerechnet“, reagierte der Geehrte etwas perplex, aber sichtlich erfreut auf die Auszeichnung, dessen Übergabe auch von seiner Familie, Weggefährten und Ratsmitgliedern mit Applaus begleitet wurde. Er dankte der Gemeinde für die Anerkennung, ausdrücklich seiner Ehefrau für ihr Verständnis und seinem Sohn Thomas für die Unterstützung mittels Künstlicher Intelligenz. „Damit ist die Rechtschreibprüfung in Sekunden erledigt“, erklärte er augenzwinkernd, bevor der Verkauf seines jüngsten Buches dann ohne weitere Zwischenfälle startete.

  • Erntedank in Bösel: Gemeinsam Gutes tun

    Große Freude bei der Tafel über körbeweise Lebensmittelspenden, überreicht von Mitgliedern der KLJB Bösel. Foto: Martin Pille Bösel. Erntedank nicht nur feiern, sondern aktiv etwas Gutes tun – unter diesem Motto stand am vergangenen Wochenende die Aktion der Böseler Landjugend. Gemeinsam mit der CarLa-Tafel sowie der KLJB Thüle und der KLJB Friesoythe wurden Lebensmittelspenden für Menschen in der Region gesammelt. Am Samstag öffnete die Böseler Landjugend von 10 bis 14 Uhr die Türen des Begegnungszentrums. Dort konnten Bürgerinnen und Bürger haltbare Lebensmittel für die CarLa abgeben. Bereits im Vorfeld hatten die befreundeten Vereine in ihren Dörfern und der Stadt Friesoythe Spenden gesammelt und diese anschließend an die Böseler Landjugend übergeben. Die gesammelten Lebensmittel überreichte sie schließlich an die CarLa. Die Spenden wurden dort mit großer Freude entgegengenommen. Bereits in der kommenden Woche sollen die Lebensmittel in den umliegenden Dörfern an Menschen verteilt werden, die auf Unterstützung angewiesen sind. Auch am Sonntag stand der Erntedankgedanke im Mittelpunkt. Die KLJB gestaltete den Erntedankgottesdienst in der festlich geschmückten Kirche mit. Für die passende Atmosphäre sorgten unter anderem die zuvor gebundene Erntekrone und das Erntekreuz. Auch während des Gottesdienstes hatten die Mitglieder der Gemeinde noch einmal die Möglichkeit, Lebensmittelspenden abzugeben. Die Erntekrone kann in den kommenden Wochen zudem in der Volksbank besichtigt werden. Jetzt stehen die Planung und der Aufbau der Erntefete auf dem Programm. Diese findet am 17. Oktober auf dem Hof Fennen in Bösel statt.

  • Feuerwehr rettet blindes Pferd aus Graben in Bösel

    Die Kräfte der Feuerwehr Bösel retteten das blinde Pferd aus dem Graben. Foto: Pille Bösel/Hülsberg. Zu einer Großtierrettung wurde die Freiwillige Feuerwehr Bösel am Freitag gegen 16.20 Uhr in den Bachmannsweg in Bösel-Hülsberg alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete: „Großtierrettung, Pferd in Graben“. Vor Ort stellte sich heraus, dass das blinde Pferd „Lucia“ durch einen Zaun gebrochen und in den dahinterliegenden Graben gestürzt und steckengeblieben war. Dort saß das Tier fest und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Auch die Unterstützung der Besitzerin brachte keinen Erfolg, sodass die Feuerwehr zur Hilfe gerufen wurde. Die Einsatzkräfte gingen mit Schaufeln, Seilen, Gurten und weiterem Handwerkzeug ans Werk. Zusätzlich kamen ein Teleskoplader und die vereinten Kräfte der Feuerwehrleute zum Einsatz, um das Pferd schonend aus seiner misslichen Lage zu befreien. Nach gut anderthalb Stunden war die Rettung erfolgreich abgeschlossen: Lucia konnte wieder auf alle vier Beine gebracht und wohlbehalten an ihre Besitzerin übergeben werden. Dank des koordinierten Einsatzes aller Beteiligten ging die Rettungsaktion für Lucia glimpflich aus.

  • Als die Müllabfuhr noch mit Pferd und Wagen kam

    Müllabfuhr noch vom Pferd gezogen, wahrscheinlich in der Rosenstraße in Friesoythe. Foto: Archiv Pille Friesoythe. Wer von den Älteren erinnert sich nicht? Mangels einer regelmäßigen kommunalen Müllabfuhr wurde das, was man nicht irgendwie wiederverwerten konnte, einfach eingebuddelt. Hunderte von kleinen unterirdischen Mülldeponien gibt es heute noch in manch einem Garten in der Region und ihren Bauernschaften. Das Problem scheint der Friesoyther Stadtrat 1951 erkannt zu haben, denn er befasste sich vor 65 Jahren erstmals in einer Sitzung mit diesem Missstand der Selbstentsorgung. Das hatte auch damit zu tun, dass man immer besser verstand, dass Müll und Krankheiten zusammenhängen. Je schlechter die Hygiene und je dreckiger die Umgebung, desto leichter breiten sich ansteckende Krankheiten aus. Bis dahin landete Brennbares im Ofen oder Herd, Küchen- und Gartenabfälle kamen auf den Misthaufen oder wurden kompostiert, Essensreste verfütterte man an Schweine und Hühner. Stoffreste, Metall oder Glas waren viel zu wertvoll, um einfach weggeworfen zu werden. Wenn etwas kaputtging, wurde es zu etwas Neuem umgearbeitet. Aus Stoffresten entstand ein neues Kleidungsstück, aus Metall schmiedete man Nägel. Alles andere landete in einer Grube in der hintersten Ecke des Hofes oder auch auf dem öffentlichen Schuttabladeplatz an der Thüler Straße, später gab es auch einen an der Sedelsberger Straße. Das war nicht unbedingt Ausdruck von Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt – es gab schlicht viel weniger Müll und wesentlich weniger Einwegverpackungen. Außerdem wurden die vorhandenen Dinge in der Mangelzeit möglichst vollständig genutzt. Doch die Bevölkerung Friesoythes wuchs rasant, die der Abfälle und des Mülls natürlich in gleichem Maß, mehr Verpackungen,mehr Blechdosen, zunehmend Kunststoffe, mehr Einwegartikel, weniger Wiederverwendung, weniger Verbrennung durch Veränderungen der Heizsysteme. Man musste handeln. Am 1. Oktober 1954 war es soweit: Die städtische Müllabfuhr wurde eingeführt. Aber noch nicht mit modernen Pressmüllfahrzeugen und ausgefeilter Mülltrennung. Die Stadt beauftragte Hermann Janßen aus der Moorstraße und Josef Bley aus der Böseler Straße, die jetzt mit Pferd und Anhänger jeden Freitag in zwei gebildete Abfuhrbezirken durch die Wege und Straßen der Stadt und sammelte den Müll ein, den die Bewohner in Behältern an die Straßenränder gestellt hatten. Das war für sie noch freiwillig. Der „Anschluss- und Benutzungszwang“ kam erst im April 1960. Und es gab dafür extra System-Mülleimer. Sechs Jahre später hatten auch die Pferde ausgedient, Werner Bornhorst übernahm mit Trecker und Anhänger und entsorgte weitere zwei Jahre später auch Mittelsten Thüle. Die Verantwortung der Stadt dauerte noch bis 1972, dann kamen Bundes- und Landesgesetze zur Abfallbeseitigung heraus. Damit begann die Entwicklung hin zu einer flächendeckenden, einheitlicher organisierten Müllabfuhr auch auf dem Land. Zuständig wurde ein Jahr später der Landkreis Cloppenburg. Die richtete zudem zwei Müllkippen ein: Stapelfeld und Sedelsberg, jetzt aber bereits als technisch abgedichtete Deponie. Die in Friesoythe schloss ihre Tore endgültig.

  • "Vergessene" Gräber sind keine Seltenheit mehr

    Vergessene Gräber: Auch auf dem Friesoyther Friedhof gibt es einige von ihnen. Foto: Claudia Wimberg Friesoythe. Die Natur hat die umgefallenen Grabsteine mittlerweile erobert. Gras und Unkraut wuchern, Disteln gedeihen. „Muss das so aussehen und warum kümmert sich keiner darum?“ fragt sich eine Friesoyther Friedhofsbesucherin beim Anblick zweier verwahrloster Gräber, von denen es auf dem Gelände noch einige mehr gibt. Was die Frau als „respektlos“ empfindet, beschäftigt zunehmend auch das Pfarrbüro der St. Marien Gemeinde. „Die Zeiten, in denen gepflegte Grabstellen selbstverständlich und Zuständigkeiten über Generationen hinweg klar geregelt waren, sind vorbei und das Bestattungswesen ist insgesamt anstrengender geworden“, sagt Friedhofsverwalter Josef Averbeck. Deshalb sei eine detaillierte Beratung vor der Vergabe einer klassischen Grabstätte heute von großer Bedeutung. Die Pfarrei verschickt jährlich rund 2000 Gebührenbescheide für ihre sechs Friedhöfe „und davon kommen rund 50 mit dem Vermerk ‚unbekannt verzogen‘ zurück.“ Streitigkeiten in Familien führen dazu, dass Verantwortung unrechtmäßig abgegeben wird. Wohnortwechsel, finanzielle Engpässe, Krankheit oder Tod der Eigentümer sind laut Averbeck weitere Gründe, die Instandhaltung nicht zu gewährleisten. Manches Mal haben sich Eltern bereits für eine pflegeleichte Variante auf dem Urnenfeld entschieden, die Großeltern liegen aber noch im konventionellen Familiengrab. Bei den Enkeln ist es in Vergessenheit geraten und aufgelöst werden kann es erst nach der Ruhezeit von 30 Jahren. Die Kirchengemeinde sitzt zunächst zwischen den Stühlen und „wir können nicht von jetzt auf gleich tätig werden“, begründet der zuständige Mitarbeiter die zum Teil heruntergekommenen Flächen. Wenn eine persönliche Kontaktaufnahme nicht gelingt, folgt eine schriftliche Aufforderung. Passiert weiter nichts, „nutzen wir alle uns zur Verfügung stehenden Quellen, um auch die Nadel im Heuhaufen ausfindig zu machen und Angehörige unmissverständlich auf ihre Pflichten hinzuweisen“, so Averbeck. Somit dauert es zum Teil Jahre, bevor die Kirchengemeinde schließlich selbst aktiv wird, um die Grabstellen zu räumen. Sind die Nachfahren oder Vertragsnehmer bekannt, geschieht das auf ihre Kosten. Konnten sie trotz aufwendiger Suche nicht ermittelt werden, zahlt das die Allgemeinheit. Was die aktuell am Boden liegende Grabsteine angeht, ist das in den meisten Fällen eine bewusst vorgenommene Maßnahme der Friedhofsverwaltung. Aus Sicherheitsgründen werden alle Denkmäler auf den Friedhöfen einmal im Jahr auf ihre Standfestigkeit geprüft. Ist die Stabilität nicht garantiert, „kippen wir sie auf den Gräbern um, bei denen es keinen Ansprechpartner gibt“, informiert Averbeck.

  • 200 Heizlüfter für die Ukraine: Elektro Elberfeld unterstützt Hilfsaktion

    Doris Elberfeld überreichte 200 Heizlüfter an Willi Schröder, Ludger Speckmann, Frank Schwalm und Ludger Meiners (von links) von der Böseler Ukraine-Hilfe. Foto: Martin Pille Bösel/Thüle. Wenn in der Ukraine der Winter Einzug hält, wird Wärme für viele Menschen zur Überlebensfrage. Immer wieder treffen und zerstören Bomben- und Drohnenangriffe Strom- und Heizungsanlagen. Häuser bleiben kalt, Familien sitzen im Dunkeln. Besonders die Kinder leiden sehr unter solchen Bedingungen. „Frieren“ ist für viele Menschen dort keine Redewendung, sondern bittere Realität. Umso größer ist die Freude bei der Ukraine-Hilfe Bösel, denn ein wenig Wärme soll nun aus Thüle kommen. Die Firma Elektro Elberfeld hat ihnen 200 Heizlüfter gespendet. Die Geräte haben einen Wert von jeweils mehr als 40 Euro. Firmenchefin Doris Elberfeld überreichte die Spende jetzt an Mitglieder der Böseler Ukraine-Hilfe. Die Helfer wissen, wie dringend solche Unterstützung gebraucht wird. Erst kürzlich konnten aus Spendengeldern 30 Generatoren angeschafft werden. Rund 420 Euro kostete jedes Gerät. Sie sollen dort zum Einsatz kommen, wo die Energieversorgung infolge der Angriffe ausfällt. Doch damit ist die Hilfe längst nicht abgeschlossen. Für den nächsten Transport in die Ukraine, der ab dem 5. November geplant ist, haben die Ehrenamtlichen bereits zahlreiche Hilfsgüter zusammengestellt. 600 Kartons mit Winterbekleidung sind gepackt und warten auf den Lkw. Hinzu kommen Krankenhausbetten, Rollstühle und Gehhilfen. Alles Dinge, die dringend gebraucht werden und den Menschen vor Ort unmittelbar helfen können. Auch die 200 Heizlüfter werden mit auf die lange Reise gehen. Nun steht die nächste große Herausforderung bevor, doch noch fehlt das Geld für einen wichtigen Teil des Transports: die Dieselkosten. Die Strecke in die Ukraine ist lang, und jeder Kilometer verursacht Kosten. Deshalb bittet die Ukraine-Hilfe Bösel dringend um Geldspenden. Jeder Beitrag hilft dabei, dass die Hilfsgüter tatsächlich dort ankommen, wo sie gebraucht werden – bei Menschen, die einem weiteren kalten und schwierigen Winter entgegenblicken und oft nicht wissen, wie sie ihre Wohnungen warm bekommen sollen. Spendenkonto: IBAN: DE 71 2806 6620 0002 015001 - Stichwort: „Ukraine-Hilfe Bösel“.

  • Stadt Friesoythe bietet kostenlose Laubentsorgung an

    Symbolbild: Adobe Stock Friesoythe. Die Stadt Friesoythe bietet Ihren Bürgerinnen und Bürgern an, das auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen anfallende Laub auf dem Bauhof sowie auf dem Dorfplatz in Markhausen und auf dem Schützenplatz in Gehlenberg kostenlos entsorgen zu können. Für die Laubentsorgung stehen den Bürgerinnen und Bürgern folgende Abgabetermine zur Verfügung: • Samstag, 14. November, 10 Uhr – 13 Uhr, Bauhof in Friesoythe • Samstag, 21. November, 10 Uhr – 13: Uhr, Dorfplatz in Markhausen • Samstag, 28. November, 10 Uhr – 13 Uhr, Schützenplatz in Gehlenberg • Samstag, 12. Dezember 2026, 10 Uhr – 13 Uhr, Bauhof in Friesoythe Es wird ausschließlich reines Laub angenommen; Gartenabfälle und Müll dürfen nicht abgegeben werden,heißt es in der Mitteilung. In diesem Zusammenhang weist die Stadt darauf hin, dass künftig kein Laub mehr bei den Bürgerinnen und Bürgern abgeholt wird.

  • Bösel nimmt neuen Anlauf für Gewerbegebiet an der Thüler Straße

    Die umstrittene Fläche in der Nachbarschaft eines Landwirts und eines Möbelfabrikanten. Foto: Martin Pille Bösel. Vor zwei Jahren hatte das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg den vom Böseler Gemeinderat verabschiedeten Bebauungsplan „Gewerbegebiet Thüler Straße II“ für unwirksam erklärt. Es waren nicht nur formelle Fehler, die zu dem Urteil führten, sondern die Tatsache, dass die Gemeinde nach Auffassung des Richters bei der Abwägung der Geruchsimmissionswerte nicht richtiglag. Er ließ damals eine Revision nicht zu. Nun nimmt die Gemeinde mit der erneuten Beschlussfassung des Gemeinderates einen neuen Anlauf. Der Hintergrund: Auslöser für die Initiative der Gemeinde war, dass das Unternehmen „fm-Systemmöbel GmbH & Co KG“, zwischen Glaßdorfer Straße und Thüler Straße gelegen, für eine Expansion weitere Grundstücke reklamierte. Das wollte die Gemeinde bauplanerisch absichern. Unter anderem plante der Betrieb damals den Neubau einer Lagerhalle mit einer Betriebsverkehrsfläche. Für ein entsprechendes Stück Land wurde schon 2019 ein Aufstellungsbeschluss gefasst, die Änderung des Flächennutzungsplanes wurde 2021 bereits vom Landkreis genehmigt. Der Satzungsbeschluss wurde daraufhin gefasst. Ein halbes Jahr später hatte der direkt benachbarte Landwirt Klaus Reinken eine Normenkontrollklage gegen den Plan erhoben. Bürgermeister Hermann Block wies in der Sitzung des Rates am Montag darauf hin, man habe mit Fachplanern und mit rechtlicher Beratung den Bebauungsplan völlig überarbeitet, um rechtssicher zu sein, „aber auch, um beiden Betrieben gerecht zu werden“. Dabei habe man den Richterspruch mit allen Hinweisen als Grundlage für die neuen Entwürfe genommen. Danach wurde das Plangebiet u.a. nun so gegliedert, dass in einem Teilgebiet die gewerbliche Nutzung ausschließlich auf Lagerhallen und Lagerplätze, die nicht dem ständigen Aufenthalt von Menschen dienen, beschränkt ist. Damit werden abgestufte Emissionskontingente zur Steuerung der Lärmemission festgesetzt und im Hinblick auf die schutzwürdige Nutzung im Plangebiet und die Geruchsemissionen aus der Tierhaltung eingeschränkt. Der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft, Umwelt, Planung, Bau und Verkehr, Thomas Butz, unterstrich, dass es in der Verantwortung der Gemeinde liege, „hier eine Entwicklung zuzulassen“. Man wolle dabei aber ausdrücklich, dass das beide Betriebe gleichermaßen betreffe. Aber: Jede Entscheidung sei angreifbar, „mit diesem Risiko müssen wir leben“, so Butz. Bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen wurde der Bebauungsplan letztlich als Satzung beschlossen.

  • Ratsvorsitz für Fuhler – Bornhorst-Paul und Preuth als Stellvertreterinnen nominiert - 3. Stellvertreter für SPD

    Marlies Preuth Friesoythe. Die CDU-Fraktion im Friesoyther Stadtrat hat weitere personelle Weichen für die neue Ratsperiode gestellt. Die Mitglieder nominierten Stefan Fuhler aus Neuscharrel als Kandidaten für den Ratsvorsitz. Als stellvertretende Bürgermeisterinnen schlägt die CDU-Fraktion Marlies Bornhorst-Paul aus Friesoythe und Marlies Preuth aus Thüle vor. Für den dritten Stellvertreterposten sowie für den stellvertretenden Ratsvorsitz hat die CDU der SPD das Angebot zur Unterstützung konkreter SPD-Ratsmitglieder für diese Positionen unterbreitet. „Mit unseren Vorschlägen präsentieren wir ein sehr überzeugendes Angebot aus politisch erfahrenen Persönlichkeiten und frischem Wind im Stadtrat. Alle drei sind über die Parteigrenzen hinweg anerkannt und genießen ein hohes Ansehen“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Lukas Reinken in einer Pressemitteilung. Beim Ratsvorsitz sei es der CDU besonders wichtig gewesen, ein erfahrenes Ratsmitglied vorzuschlagen. „Wir wollen, dass der Ratsvorsitzende und damit der gesamte Rat als höchstes politisches Gremium unserer Stadt ein neues Selbstbewusstsein entwickelt. Dafür ist Stefan Fuhler genau der richtige Kandidat. Er steht für eine ruhige, sachliche und, wenn nötig, klare Sitzungsführung“, so Reinken. Fuhler bringe dafür langjährige kommunalpolitische Erfahrung mit. Der 1971 geborene Bauingenieur aus Neuscharrel gehörte dem Stadtrat von 2011-2016 und erneut seit 2018 an. Seit 2018 ist er Ortsvorsteher von Neuscharrel, seit 2021 zudem stellvertretender Bürgermeister der Stadt Friesoythe. Marlies Bornhorst-Paul Bei den stellvertretenden Bürgermeisterinnen setzt die CDU auf zwei Frauen mit unterschiedlichen beruflichen und kommunalpolitischen Erfahrungen. Dies sei auch dem künftigen Bürgermeister Jann Christian Hegewald ein wichtiges Anliegen gewesen. „Marlies Preuth und Marlies Bornhorst-Paul sind für uns ideale stellvertretende Bürgermeisterinnen. Sie gehen offen auf Menschen zu, sind sehr gute Kommunikatorinnen, engagieren sich in ihren Ortschaften und Vereinen und sind tief in unserer Stadt verwurzelt und mit ihr verbunden“, sagt Reinken. Marlies Preuth, Jahrgang 1969, stammt aus Thüle und ist selbstständige Friseurmeisterin. Sie gehört dem Stadtrat seit 2011 an. Von 2018 bis 2021 war sie Ratsvorsitzende, seit 2021 ist sie stellvertretende Ratsvorsitzende. Darüber hinaus engagiert sie sich unter anderem als Vorsitzende des Musikvereins Thüle. Marlies Bornhorst-Paul, Jahrgang 1961, war bis 2025 langjährige Schulleiterin der BBS Friesoythe. Seit 2026 gehört sie dem Stadtrat an. Mit ihrer beruflichen Erfahrung, ihrer langjährigen Verbundenheit mit Friesoythe und ihrer kommunalpolitischen Perspektive bringe auch sie wichtige Voraussetzungen für das Amt der stellvertretenden Bürgermeisterin mit. Stefan Fuhler. Fotos: CDU Über die Besetzung der Ämter entscheidet der Friesoyther Stadtrat in seiner konstituierenden Sitzung.

  • Silo brennt, 91-Jährige verletzt, Unfallflucht im Saterland

    Symbolbild: Adobe Stock Bösel – Silo bei Brand beschädigt Am Montag, 5. Oktober, kam es gegen 20:45 Uhr während des Trocknungsprozesses von Mais in einem Silo an der Industriestraße in Bösel zu einer Rauchentwicklung. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei geriet die Trocknungsanlage in Brand. Durch das Feuer wurde das Silo beschädigt. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Bösel und Friesoythe waren mit insgesamt 54 Einsatzkräften vor Ort. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Friesoythe/Gehlenberg – 91-Jährige verliert Kontrolle über Pkw Am Montag, 5. Oktober, beabsichtigte eine 91-jährige Pkw-Fahrerin aus Friesoythe gegen 11:55 Uhr im Bereich der Gehlenberger Kirchstraße auszuparken. Aus bislang unbekannter Ursache fuhr die Frau mit hoher Geschwindigkeit über die Fahrbahn der Gehlenberger Kirchstraße auf einen gegenüberliegenden Parkplatz. Dort touchierte sie einen geparkten Pkw. Eine Fußgängerin musste nach weiteren Angaben der Polizei ausweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Anschließend setzte die 91-Jährige ihre Fahrt fort. Diese endete in der Rosenstraße, wo sie mit ihrem Pkw in einem Vorgarten zum Stillstand kam. Die Friesoytherin wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 7000 Euro geschätzt. Saterland – Verkehrsunfallflucht Am Montag, 5. Oktober, befuhr eine 70-jährige Pkw-Fahrerin aus dem Saterland gegen 19:50 Uhr die Johanniterstraße. Im Verlauf der Fahrt kam ihr eine Sattelzugmaschine entgegen. Wie die Polizei mitteilte, kam es beim Passieren der beiden Fahrzeuge zu einem Zusammenstoß. Beide Fahrzeugführer hielten zunächst an. Als die 70-Jährige Kontakt zum Fahrer der Sattelzugmaschine aufnehmen wollte, setzte dieser seine Fahrt unerlaubt fort. Zum flüchtigen Fahrzeug bzw. dessen Fahrer liegen derzeit keine weiteren Informationen vor. Zeugen, die Angaben zum Unfallgeschehen oder zur Sattelzugmaschine machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Friesoythe unter 04491/93390 zu melden.

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