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- Staatsanwaltschaft: Vorwürfe gegen CDU-Fraktion ausgeräumt
mit Kommentar von Julius Höffmann Friesoythe. Nach der Kommunalaufsicht des Landkreises Cloppenburg hat nun auch die Staatsanwaltschaft Oldenburg die gegen Mitglieder der CDU-Fraktion im Friesoyther Stadtrat erhobenen Vorwürfe geprüft und das Verfahren wegen mangelnden Anfangsverdachts eingestellt. Das teilte CDU-Fraktionschef Lukas Reinken mit und sieht sich dadurch in seiner bisherigen Einschätzung bestätigt: „Das Ermittlungsverfahren ist aufgrund mangelnden Anfangsverdachts durch die Staatsanwaltschaft Oldenburg eingestellt worden. Ich habe zu keinem Zeitpunkt daran gezweifelt, dass dies das Ergebnis sein wird. Gleichzeitig bin ich froh, dass die bösartigen Unterstellungen nun endlich aufgeklärt wurden und als das erkennbar sind, was sie von Anfang an waren: Ein politisches Schmierentheater einiger weniger, um ehrenamtliche Ratsmitglieder zu beschmutzen.“ Im März waren Vorwürfe öffentlich geworden, wonach Mitglieder der CDU-Fraktion über Jahre hinweg Sitzungen mehrfach abgerechnet und dadurch ungerechtfertigt zusätzliche Gelder aus der Stadtkasse erhalten haben sollen. Grundlage waren anonyme Hinweise aus dem Kreis von Ratsmitgliedern. Die CDU-Fraktion sowie die Stadtverwaltung wiesen die Anschuldigungen damals entschieden zurück. Reinken sprach von „haltlosen Behauptungen“ und verwies darauf, dass sämtliche Abrechnungen im Einklang mit der geltenden Aufwandsentschädigungssatzung erfolgt seien. Die Stadtverwaltung erklärte zudem, dass es keine Beanstandungen oder Beschwerden hinsichtlich der Sitzungsgelder gegeben habe. Mit der nun erfolgten Einstellung des Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft sieht die CDU-Fraktion die Angelegenheit endgültig geklärt. Kommentar Von Julius Höffmann Kein Skandal - aber eine Lehre Manchmal bleibt von einer lautstark geführten Debatte am Ende erstaunlich wenig übrig. So dürfte es auch im Fall der Vorwürfe gegen Mitglieder der CDU-Fraktion im Friesoyther Stadtrat zu sein. Nachdem bereits die Kommunalaufsicht keine Rechtsverstöße erkennen konnte, sieht nun auch die Staatsanwaltschaft keinen Anlass für weitere Ermittlungen. Das bedeutet nicht automatisch, dass jede politische Diskussion über Transparenz und den Umgang mit öffentlichen Geldern überflüssig war. Im Gegenteil: Gerade wenn es um Steuergeld geht, sind kritische Nachfragen legitim und notwendig. Die Bürger dürfen erwarten, dass mit öffentlichen Mitteln nachvollziehbar und verantwortungsvoll umgegangen wird. Deswegen bleibt ein gewisses Geschmäckle – nicht nur wegen der Debatte, sondern auch wegen eines Sachverhalts, der offenbar Raum für unterschiedliche Wahrnehmungen und Interpretationen ließ. Die Prüfungen haben keine Beanstandungen ergeben, zugleich macht der Vorgang deutlich, wie wichtig eine verständliche Kommunikation gerade bei Fragen rund um öffentliche Gelder sind. Wo Erklärungen fehlen oder zu spät erfolgen, entstehen schnell Zweifel – selbst dort, wo sich diese am Ende nicht bestätigen. Für die ehrenamtlichen Ratsmitglieder bringt die Einstellung des Verfahrens die erhoffte Klarheit. Der Fall erinnert zugleich daran, dass öffentliche Vorwürfe häufig mehr Aufmerksamkeit erhalten als ihre spätere Entkräftung. Gerade deshalb sollte am Ende nicht nur der Verdacht zählen, sondern ebenso das Ergebnis einer unabhängigen Prüfung.
- CDU bringt neue Ideen für Parkplätze am Grünen Hof ins Spiel
Die CDU stellt neue Vorschläge zum Ausbau der Straße "Grüner Hof" in Friesoythe vor. Foto: privat Friesoythe. In der Debatte um den Ausbau des Grünen Hofes machen die CDU/FDP-Fraktion im Friesoyther Stadtrat und der CDU-Stadtverband Friesoythe neue Vorschläge zur Parkplatzfrage. Die beiden Vorsitzenden Lukas Reinken und Jann Christian Hegewald sprechen sich in einer Pressemitteilung für zusätzliche Parkmöglichkeiten entlang des Grünen Hofes aus. „Wir teilen die Forderung und sehen den Bedarf der Geschäftsleute an zusätzlichem Parkraum entlang des Grünen Hofes“, erklären sie. Die CDU schlage daher vor, auf dem geplanten Grünstreifen einzelne Parkbuchten mit Rasengittersteinen zu errichten. „Wir halten dies für umsetzbar und einen guten Kompromiss aus mehr Grün und nötigen Parkplätzen.“ Zudem stellt die CDU ihre Zustimmung zum Ausbau unter den Vorbehalt, dass die Baumaßnahme erst dann beginnt, wenn eine schriftlich fixierte Lösung für die Parkplatzsituation an der evangelischen Kirche vorliege. „Vertrauen ist gut, Gewissheit ist noch besser. Sowohl die evangelische Kirche als auch alle Anlieger müssen vor Baubeginn wissen, was sie erwartet.“ Darüber hinaus bekräftige die CDU ihre Ablehnung von Straßenausbaubeiträgen. „Wir halten Straßenausbaubeiträge für zutiefst unsozial. Deshalb gehören sie auch in Friesoythe abgeschafft. Unser Vorschlag wurde bisher im Rat abgelehnt. Alle anderen Ratsfraktionen und Ratsmitglieder sind herzlich eingeladen, diese Entscheidung im Sinne aller Bürger unserer Stadt mit uns auf den Weg zu bringen“, betonen die Vorsitzenden.
- "Man könnte fast aus jedem Schlager eine Predigt machen"
Das FRITZ-Interview Von Claudia Wimberg Organisiert ein erfolgreiches Format: Heinrich Deboi stößt mit Schlagergottesdiensten auf offene Ohren. Foto: Christof Haverkamp Ramsloh/Friesoythe. Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens lädt der Ramsloher Frauenchor am Samstag, 13. Juni, ab 17 Uhr in die St. Jakobus Kirche zum Schlagergottesdienst ein. Vorbereitet wird die Veranstaltung von Chorleiterin Maria Helmers und dem Friesoyther Diplom-Kirchenmusiker Heinrich Deboi. Was die Besucher erwartet und wie er den Erfolg dieses unkonventionellen Formats begründet, erklärt Deboi im Interview: Schlagergottesdienste sorgen bundesweit bereits seit geraumer Zeit für volle Kirchen. Im Ramsloher St. Jakobus Gotteshaus laden Sie mit dem Frauenchor zum Mitsingen ein. Worauf dürfen sich die Besucher an diesem Abend im Saterland freuen? Deboi: Auf einen Gottesdienst, der der klassischen Liturgie folgt, aber das Evangelium mit neuen und stimmungsvollen Impulsen verbindet. Gesungen werden Schlager, die jeder kennt. Die Texte projizieren wir im Altarraum auf eine Leinwand, eine Combo begleitet die Gastgeberinnen und den dann hoffentlich großen Chor in den Kirchenbänken, da die Anwesenden auf keinen Fall zum Zuhören verdammt sein sollen. Alles live und nicht vom Band, weil das noch mal eine besondere Lebendigkeit garantiert und Lebensfreude ausstrahlt. Wie passen Schlager, Gott und Glaube zusammen? Deboi: Schlagertexte erscheinen nur auf den ersten Blick seicht und nichtssagend. Doch wer ein zweites Mal auf sie schaut, entdeckt vielfach die Tiefgründigkeit und den Bezug zu Bibelstellen. Nehmen wir Udo Jürgens „Ich glaube“, bei dem es um Nächstenliebe geht, oder Katja Ebsteins „Wunder gibt es immer wieder“ als Appell, optimistisch und hoffnungsfroh seinen Weg zu gehen. Man könnte fast aus jedem Schlagertext eine Predigt formulieren. Die Bibel ist voll von Wundern und nicht nur Nicole wünschte sich „Ein bisschen Frieden.“ Was zählt noch zum Repertoire in Ramsloh? Deboi: Unter anderem „I’am sailing“ von Rod Stewart, „Ich wünsche dir Liebe ohne Leiden“ von Udo Jürgens mit Tochter Jenny, „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ von Jürgen Marcus und der israelische Siegertitel „Hallelujah“ beim Eurovision Song Contest 1979. Für Sie ist es nicht die erste Messe dieser Art, die Sie organisieren und auf offene Ohren stoßen… Deboi: Ja, mittlerweile sind es schon so einige gewesen und bislang waren die Kirchen immer zum Bersten voll. Schlagergottesdienste kann man nicht immer machen, aber sie sorgen für Abwechslung und garantieren Schwung und frischen Wind… …und begeistern wieder für Kirche? Deboi: Zumindest zählt dieses Format zu den erfolgreichen. Viele Menschen lassen sich von der besonderen Gemeinschaft inspirieren und feiern ihren Glauben auf unkonventionelle Weise. Das bereichert und tut gut. Und was den Ramsloher Jubiläumschor angeht, schlägt er als Ausrichter ohnehin eine Brücke zur Bibel, schließlich waren es in der Heiligen Schrift zuallererst Frauen, die die Frohe Botschaft verkündet haben…!“
- Schwerer Auffahrunfall auf der B72 bei Friesoythe – Zwei Verletzte
Die Feuerwehr Friesoythe sicherte die Unfallstelle ab. Foto: Jens Kotte, Feuerwehr Friesoythe. Bei einem Verkehrsunfall auf der B72 / Thüler Straße sind am Freitagvormittag zwei Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Straßenmeisterei waren im Einsatz. Die Bundesstraße musste zeitweise voll gesperrt werden. Nach Angaben der Polizei befuhr ein 61-jähriger Friesoyther gegen 9:50 Uhr mit seinem Pkw die B72 in Fahrtrichtung Cloppenburg. Als er nach links in die Straße „Griesen Stein“ abbiegen wollte, musste er sein Fahrzeug verkehrsbedingt anhalten. Ein nachfolgender 40-jähriger Autofahrer aus den Niederlanden setzte in diesem Moment zum Überholen an. Beim Wiedereinscheren bemerkte er zu spät, dass der vorausfahrende Pkw bereits stand. Trotz eines Bremsmanövers konnte ein Zusammenstoß nicht mehr verhindert werden und es kam zu einem schweren Auffahrunfall. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge erheblich beschädigt. Der 40-Jährige erlitt leichte Verletzungen, der 61-jährige Friesoyther wurde schwer verletzt. Beide Verletzten wurden nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Feuerwehr Friesoythe war mit zwei Fahrzeugen im Einsatz und sicherte die Unfallstelle ab. Zudem nahmen die Einsatzkräfte auslaufende Betriebsstoffe mit Bindemittel auf, um eine Umweltgefährdung zu verhindern. Aufgrund der größeren Mengen ausgetretener Betriebsstoffe wurde zusätzlich die Straßenmeisterei zur Reinigung der Fahrbahn hinzugezogen. Beide Unfallfahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Während der Rettungs-, Bergungs- und Reinigungsarbeiten blieb die B72 im Bereich der Unfallstelle voll gesperrt, was zu Verkehrsbehinderungen führte.
- Bullermann schmiedet in 100 Jahre altem Gebäude Pläne für die Zukunft
Von Ruhestand noch keine Rede: Alfred Bullermann ist zwar im Rentenalter angekommen, aber ans Aufhören denkt er noch nicht. Pläne für eine langfristige Zukunft des Friesoyther Standortes hat er allerdings geschmiedet. Foto: Harry Köster Friesoythe. Ein Eisen braucht so viele Schläge, wie es braucht. Aber keinen Schlag mehr. Das wusste auch Alfred Bullermann senior, wenn er in seiner Markhauser Schmiede am Amboss stand. 100 Jahre alt wäre der Hufschmied 2026 geworden, der sich Anfang der 50er Jahre an der Hauptstraße seines Heimatortes eine Werkstatt einrichtete, zunächst Pferde beschlug und später Reparaturarbeiten übernahm. 2014 starb Bullermann im Alter von 87 Jahren. Würde er noch leben, könnte er auf seinen runden Geburtstag mit Sohn Alfred in dessen Friesoyther Ateliergebäude anstoßen, das in diesem Jahr seit ebenfalls genau 100 Jahren existiert. Genau 100 Jahre alt: Das Werkstattgebäude hinter dem Werkhaus Pancratz wurde 1926 errichtet. .Fotos: Claudia Wimberg Eines der ältesten Denkmäler der Stadt, die vom Krieg verschont geblieben sind. Es zählt zum Werkhaus Pancratz, das 1904 an der Kirchstraße errichtet und 1910 von Johann Pancratz erworben wurde. Der Kirchenmaler richtete zum Verkauf von Farben und Pinseln einen Laden ein und erweiterte seinen Betrieb 16 Jahre später im hinteren Teil um ein Werkstatt- und Stallgebäude. Ein paar Meter weiter befindet sich auch heute noch ein Leiterschuppen, in dem die rund zehn Meter langen Leitern lagern, „mit denen Pancratz an den Kirchenwänden hochgeklettert war“, berichtet Kerstin Kramer, Vorsitzende des Vereins „Werkhaus Pancratz“, der sich seit 25 Jahren um den lebendigen Erhalt des städtischen Standorts kümmert. Neben öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen ist den Mitgliedern traditionelles Handwerk in ihren Räumen wichtig. Dass Schmiedemeister und Diplom-Designer Alfred Bullermann vor 20 Jahren dort einzog, „war und ist ein großes Glück“, so Kramer. Auch Bullermann hat diesen Schritt seit 2006 nie bereut. „Die traditionelle Atmosphäre faszinierte mich sofort und es ist bis heute ein tolle Zeit“, sagt der 65-Jährige, der vor 40 Jahren seinen Meister machte und seit seinem Diplom vor 35 Jahren als freischaffender Künstler tätig ist. Mit Blick auf seinen Beruf hat ihn sein Vater maßgeblich geprägt. Feuer und Flamme für die kreative Laufbahn seines Sohnes war der Senior zunächst allerdings nicht. „Off dat woll wat werd?“, klingt Bullermann noch im Ohr, der von seinen Ideen jedoch überzeugt war. Und es wurde was. National wie international machte sich der Junior mit Arbeiten und Aktionen einen Namen und überzeugte auch seinen alten Herren, der schließlich zu seinen größten Unterstützern und Motivatoren zählte. „Dankbar bin ich für all die interessanten und kreativen Aufgaben, die die gesamte Bandbreite der modernen Metallgestaltung abdecken sowie die Restaurierung und Rekonstruktion historischer Schmiedearbeiten“, sagt der Metallgestalter. Die Werkstatt ist seit 20 Jahren die Wirkungsstätte von Schmiedemeister Alfred Bullermann Zwar sei er im Rentenalter angekommen, doch zum alten Eisen möchte er noch lange nicht gehören und sich als Botschafter und Experte auch zukünftig im In- und Ausland „für das Schmiedehandwerk als lebendiges Kulturgut aktiv einsetzen.“ Die bayerische Landeshauptstadt München wird am 24. Juni sein nächstes Ziel sein, wenn das Freiformschmiedehandwerk in Bayern offiziell als immaterielles Kulturerbe anerkannt wird, damit es bald auch ins bundesweite Verzeichnis aufgenommen werden kann. Was das operative Geschäft in seinem Friesoyther Atelier angeht, wünscht er sich, dass es „auch hier und über mich hinaus weitergehen und das Handwerk sichtbar erhalten werden kann.“ Die ersten Pläne habe er dafür schon geschmiedet und Weichen gestellt.
- Unfallflucht in der Bahnhofstraße
Symbolbild: Adobe Stock Friesoythe. Zu einer Verkehrsunfallflucht kam es am Mittwochvormittag in der Bahnhofstraße in Friesoythe. Wie die Polizei mitteilte, hielt eine 36-jährige Autofahrerin aus Friesoythe gegen 9:40 Uhr mit ihrem Pkw am Fahrbahnrand, als ihr ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer entgegenkam und den rechten Außenspiegel ihres Fahrzeugs touchierte. Anschließend setzte der Verursacher seine Fahrt fort, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Die Polizei Friesoythe bittet Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen oder zum flüchtigen Fahrzeug geben können, sich unter der Telefonnummer 04491/93390 zu melden. Wildwechsel endet im Graben Barßel. Ein plötzlich die Fahrbahn kreuzendes Reh hat in der Nacht zu Donnerstag auf der Barßeler Straße einen Verkehrsunfall verursacht. Nach Polizeiangaben war eine 18-jährige Autofahrerin aus Barßel gegen 2 Uhr aus Richtung Harkebrügge kommend in Fahrtrichtung B401 unterwegs, als das Wildtier unvermittelt vor ihrem Fahrzeug auftauchte. Die junge Fahrerin versuchte, auszuweichen. Dabei verlor sie die Kontrolle über ihren Pkw, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und blieb in einem Graben stehen. Die 18-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Am Fahrzeug entstand Sachschaden.
- Bewegung, Musik und Gemeinschaft für Senioren
Symbolbild: Adobe Stock Aktiv bleiben, Spaß haben und neue Kontakte knüpfen: Beim nächsten Treffen des „Goldenen Kreises“ des SV Hansa Friesoythe stehen einfache Bewegungsübungen, Musik und kleine Tänze im Sitzen und Stehen auf dem Programm. Der „Goldene Kreis“ des SV Hansa Friesoythe trifft sich am Dienstag, 9. Juni, ab 15 Uhr im Franziskushaus. Dazu sind Seniorinnen und Senioren herzlich eingeladen – unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft. Hansa-Mitglied Sonja Pahlke zeigt bei Kaffee und Kuchen alltagstaugliche Übungen mit Musik sowie kleine Tänze im Sitzen und Stehen. Anmeldungen nimmt Carola Reiners unter 0173 6034061 oder per E-Mail an caro-5@web.de entgegen. Der Kurs wird von den Krankenkassen bezuschusst.
- Grüner Hof Friesoythe: Zwischen Stopp, Dialog und Zustimmung
Stellungnahmen der Bürgermeisterkandidaten Von Julius Höffmann Drei Kandidaten bewerben sich für den Chefsessel im Friesoyther Rathaus. Foto: Stadt Friesoythe Friesoythe. Die Diskussion um den geplanten Ausbau des Grünen Hofs in Friesoythe bleibt umstritten. Nach der Berichterstattung in fritz online reagieren die drei Bürgermeisterkandidaten mit einer jeweiligen Stellungnahme. Während Olaf Eilers (FFW) massive Kritik an der bisherigen Planung, fehlender Transparenz und der Einbindung der Anlieger übt und einen sofortigen Stopp fordert, betont Melanie Buhr (SPD) die Bedeutung des bisherigen Dialogs im Arbeitskreis sowie die Notwendigkeit, offene Fragen zu Verkehrszahlen, Parkplätzen und Förderfristen schnell und sachlich zu klären. Jann Christian Hegewald (CDU) wiederum befürwortet den grundsätzlichen Ausbau, kritisiert ebenfalls die Kommunikation, lehnt eine Erhebung von Straßenausbaubeiträgen ab und verweist auf rechtliche Rahmenbedingungen sowie den Einfluss des Kreistags bei der Radvorrangroute. Stellungnahme von Olaf Eilers, Bürgermeisterkandidat der FFW Olaf Eilers - Foto: privat „Die anhaltende Kritik der Anlieger und des Arbeitskreises zum geplanten Ausbau der Straße Grüner Hof ist völlig berechtigt“, erklärt Olaf Eilers in einer aktuellen Pressemitteilung zur Veröffentlichung von „fritz online“. Als Bürgermeisterkandidat der Freien Wählergemeinschaft Friesoythe (FFW) stelle er sich klar an die Seite der betroffenen Anwohner, Gewerbetreibenden und Institutionen. Er habe diese Ausbauvariante von Anfang an scharf kritisiert und bereits während seiner Zeit in der SPD-Fraktion konsequent abgelehnt. Nach Ansicht von Eilers leidet der gesamte Prozess „unter massiver Intransparenz“. 2021 sei die Friesoyther Stadtverwaltung mit völlig anderen Plänen gestartet. Diese Pläne seien 2023 ohne Einbindung der Anlieger verändert worden. Im letzten Jahr sei plötzlich künstlicher Zeitdruck von der Verwaltung aufgebaut worden, um eine Entscheidung innerhalb weniger Tage durch den Rat zu peitschen. Dass der eigens eingerichtete Arbeitskreis nach nur zwei Sitzungen einfach beendet wurde, sei ein integrationspolitisches Armutszeugnis. Olaf Eilers: „So geht man nicht mit Bürgern um.“ Besonders das Vertuschen und Schönrechnen von Daten beschädige das Vertrauen in die Verwaltung nachhaltig. Während in alten Unterlagen noch von bis zu 11.000 Fahrzeugen täglich die Rede gewesen sei, seien dem Arbeitskreis plötzlich „utopisch niedrige“ Zahlen von 3.300 Fahrzeugen präsentiert worden. Eilers: „Auf Basis solch widersprüchlicher Daten darf man keine Millionenprojekte beschließen, die den Bürgern finanzielle Lasten von 20.000 bis 50.000 Euro pro Grundstück aufbürden. Es ist eine Frechheit, von den Anwohnern rund 1,2 Millionen Euro für eine fehlerhafte Planung einzufordern und ihnen dann zu sagen, sie sollen selbst bessere Pläne zeichnen. Wir reden hier über existenzbedrohende Beträge.“ Er teile die Sorgen des Arbeitskreises. Die geplante Radvorrangroute berge durch 27 Ein- und Ausfahrten, Gigaliner-Lieferverkehr und Busse unkalkulierbare Sicherheitsrisiken. Der massive Wegfall von Parkplätzen – besonders im Bereich der evangelischen Kirche und des Friedhofs – sei eine Fehlplanung, die die Erreichbarkeit blockiere und Betriebe wie das Sanitätshaus Sanipoint in die Knie zwinge. Eilers und die „Freien Friesoyther Wähler“ fordern einen sofortigen Stopp dieser mangelhaften Planung am Grünen Hof. Als eine denkbare Option sollte stattdessen geprüft werden, die Fahrradvorrangstraße entlang des Niedersachsenrings und über die Barßeler Straße zu führen. Dort sei deutlich mehr Platz vorhanden, und es gebe bereits beidseitige Radwege sowie Bürgersteige, die mit Fördermitteln optimiert werden könnten. Unabdingbare Voraussetzung für diesen oder jeden anderen Alternativvorschlag sei jedoch, dass die Anlieger von Anfang an aktiv, transparent und auf Augenhöhe in die Planungen einbezogen würden. Olaf Eilers: „Politik darf nicht gegen die Menschen gemacht werden, sondern nur mit ihnen.“ Stellungnahme von Melanie Buhr, Bürgermeisterkandidatin der SPD Melanie Buhr - Foto:privat Die Diskussion um die geplante Umgestaltung des Grünen Hofs zeigt vor allem eines: Viele Bürgerinnen und Bürger haben noch offene Fragen und weiterhin große Sorgen. Diese Wahrnehmung muss Politik und Verwaltung ernst nehmen. Genau deshalb haben wir uns als Fraktion frühzeitig mit den Anliegern zusammengesetzt, ihre Anliegen aufgenommen und den damals vorgelegten Beschluss im Verwaltungsausschuss gestoppt. Gleichzeitig haben wir die Einrichtung eines Arbeitskreises gefordert, um einen direkten Austausch zwischen Verwaltung und den gewählten Vertretern der Straßengemeinschaft zu ermöglichen. Ich selbst war Mitglied dieses Arbeitskreises und habe die Gespräche als konstruktiv erlebt. In zwei langen Sitzungen konnten viele Fragen geklärt und unterschiedliche Sichtweisen offen diskutiert werden. Natürlich konnten nicht alle Beteiligten am Ende mit jeder Antwort zufrieden sein. Der aktuelle Zeitungsbericht zeigt allerdings, dass trotz der Fortschritte im Arbeitskreis weiterhin unterschiedliche Auffassungen bestehen. Das sollte für alle Beteiligten ein Signal sein, den Dialog fortzusetzen und die noch offenen Fragen vor einer endgültigen Beschlussfassung transparent zu klären. Für mich steht außer Frage, dass die Straße in den kommenden Jahren ausgebaut werden muss. Ebenso ist die Radvorrangroute nicht das Ergebnis einer kurzfristigen politischen Entscheidung, sondern wurde im Rahmen eines Planungsprozesses des Landkreises gemeinsam mit einem Fachbüro entwickelt. Sie eröffnet zugleich die Möglichkeit, Fördermittel einzuwerben und damit die finanzielle Belastung für die Anlieger und die Stadt zu reduzieren. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Debatte, dass vor einer endgültigen Entscheidung noch Klärungsbedarf besteht. Insbesondere die Parkplatzsituation im Bereich der Kirche, des Friedhofes und der sozialen Einrichtung muss transparent und verbindlich dargestellt werden. Aus meiner Sicht ist die Schaffung öffentlicher Parkmöglichkeiten in dem Bereich eine städtische Aufgabe und kann nicht Bestandteil der Straßenausbaumaßnahme sein. Dennoch muss klar beantwortet werden, wie viele öffentliche Parkplätze künftig zur Verfügung stehen und an welchem Standort diese geschaffen werden sollen. Hier brauchen die Bürgerinnen und Bürger Verlässlichkeit und Planungssicherheit. Auch die unterschiedlichen Verkehrszahlen, die im Verlauf der Diskussion genannt wurden, müssen nachvollziehbar erläutert werden. Transparenz ist eine wichtige Voraussetzung für Akzeptanz und Vertrauen. Bei allen berechtigten Fragen dürfen wir aber auch die zeitlichen Rahmenbedingungen nicht aus den Augen verlieren. Fördermittel müssen bis zum 30. September beantragt werden. Gleichzeitig steigen die Baukosten seit Jahren kontinuierlich an. Jede weitere Verzögerung birgt daher das Risiko, dass die Maßnahme für die Stadt und die Anlieger am Ende deutlich teurer wird. Deshalb werbe ich dafür, den Dialog fortzusetzen und offene Punkte schnell und transparent aufzuarbeiten. Ich persönlich werde weitere Gespräche mit den Anliegern suchen. Gute Lösungen entstehen nicht gegeneinander, sondern miteinander. Mein Ziel ist es, die berechtigten Interessen der Anwohner ernst zu nehmen und gleichzeitig Verantwortung für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Stadt zu übernehmen. Stellungnahme von Jann Christian Hegewald, Bürgermeisterkandidat der CDU Jann Christian Hegewald - Foto: privat Als CDU halten wir die Sanierung des Grünen Hofes für erforderlich. Wir stehen uneingeschränkt zu unserem Ziel, die Straßenausbaubeitragssatzung in ihrer aktuellen Form abzuschaffen. Ein entsprechender CDU/FDP-Antrag wurde 2024 von SPD und Grünen abgelehnt. Bislang ist uns keine weitere Partei oder Wählergemeinschaft bekannt, die dieses Ziel teilt. Sollten wir nach der Kommunalwahl die Mehrheit dafür haben, werden wir dieses Vorhaben schnellstmöglich umsetzen. Die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen ist für uns sozial zutiefst ungerecht. Das zeigt sich am Grünen Hof besonders. Bis zu ei- nem solchen Beschluss gilt jedoch die aktuelle Rechtslage. Seit dem o. g. Antrag zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge hat die CDU/FDP- Fraktion bei sämtlichen Ausbaumaßnahmen getrennt abgestimmt. Sofern der Maß- nahme zugestimmt wurde, wurde die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen abge- lehnt. An diesem getrennten Abstimmungsverhalten wird die CDU/FDP-Fraktion auch beim Grünen Hof festhalten und einer Erhebung von Straßenausbaubeiträgen somit nicht zustimmen. Wir sind dafür, die Baumaßnahmen – nach Möglichkeit – abschnittsweise durchzu- führen. Eine durchgängige Befahrbarkeit ohne Umleitungen wird es aber auch dann nicht geben können. Wir teilen die Kritik der Anlieger in Sachen Kommunikation und Beteiligung. Beides hat viel zu spät begonnen und war eindeutig zu intransparent. Aus diesem Grund ha- ben wir die Einrichtung des Arbeitskreises vorgeschlagen. Dieser Austausch muss auch bis zum vollständigen Abschluss einer möglichen Maßnahme fortgeführt wer- den. Hier ist für uns die Vorgehensweise im Rahmen der Innenstadtsanierung bei- spielgebend mit Treffen je nach Bedarf und Baufortschritt. Wir können die durchgeführte Verkehrszählung mit ca. 3.000 Fahrzeugen am Tag – im Vergleich zu anderen Zählungen mit deutlichen höheren Zahlen – nicht nachvoll- ziehen. Aus unserer Sicht gibt es nicht die eine Parkplatzproblematik, sondern verschiedene Parkplatzthemen bzgl. der ev. Kirche, privater Anlieger und Gewerbetreibender. Hierzu haben wir uns gegenüber den Anliegern am 20. Mai umfassend schriftlich ge- äußert – inkl. dem Verweis auf im Arbeitskreis diskutierte Kompromissvorschläge in Sachen öffentlicher Parkplätze am Seitenrand. Da die ev. Kirche auch staatliche Auf- gaben übernimmt, hat die Stadt eine Verantwortung, hier für Parkplätze zu sorgen und diese auch zu zahlen. Der Beschluss zur Radvorrangroute wurde vom Kreistag des Landkreises Cloppen- burg getroffen. Darauf haben wir als Stadtpolitik keinen unmittelbaren Einfluss. Nach Rücksprache mit dem Landkreis könnte die Route in der Theorie noch einmal verän- dert werden. In Anbetracht der bereits gefassten Beschlüsse und des gesamten Ver- laufs der Route ist eine derartige Forderung gegenüber den Anliegern aber reine Au- genwischerei und keine realistische Option.
- Bösel: Ladendiebstahl scheitert an aufmerksamer Kassiererin
Symbolbild: Adobe Stock Bösel. Am Dienstag, 2. Juni, versuchten nach bisherigen Erkenntnissen drei Personen gegen 11:15 Uhr, Waren aus einem Verbrauchermarkt an der Friesoyther Straße in Bösel zu stehlen. Wie die Polizei mitteilte, schob eine Person einen vollständig gefüllten Einkaufswagen am Kassenbereich vorbei in Richtung Ausgang, während zwei weitere Beteiligte lediglich eine geringe Anzahl an Artikeln bezahlten. Trotz der wenigen Produkte wollten sie zugleich zahlreiche Einkaufstüten erwerben. Das ungewöhnliche Verhalten weckte das Misstrauen einer 57-jährigen Kassiererin. Als sie die drei Personen ansprach, verließen diese umgehend den Markt und ließen den Einkaufswagen mit den Waren zurück. Der 31-jährige Marktleiter nahm die Verfolgung auf, konnte den Weg der Personen bis zu deren Wohnanschrift nachvollziehen und verständigte die Polizei. Die Einsatzkräfte identifizierten daraufhin eine 24-jährige und eine 38-jährige Frau sowie einen 27-jährigen Mann aus Bösel. Die drei Tatverdächtigen wurden zur Dienststelle gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten sie diese wieder verlassen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
- Friesoyther Stadtrat ordnet Ausschüsse heute neu
Heute Abend trifft sich der Rat der Stadt Friesoythe zu einer Sondersitzung. Foto: höf Friesoyte. Weil sich die Mehrheitsverhältnisse im Friesoyther Stadtrat verschoben haben, kommt das Gremium heute Abend zu einer Sondersitzung zusammen. Auslöser ist das Ausscheiden des ehemaligen SPD-Ratsherrn Olaf Eilers aus der Fraktion. Die SPD hatte ihn ausgeschlossen, nachdem er seine Kandidatur für den Stadtrat über die neu gegründete Wählergemeinschaft FFW angekündigt hatte (fritz online berichtete). Mit dem Verlust eines Mandats büßt die SPD/Grünen-Gruppe ihre bisherige Mehrheit in den Ausschüssen ein. Während sie dort bislang mit 7 zu 5 Stimmen dominierte, steht es künftig in den Fachgremien 6 zu 6. Auch im Verwaltungsausschuss gibt es nun einen Gleichstand: Statt einer 5:3-Mehrheit ergibt sich eine Stimmenverteilung von 4 zu 4. Im Stadtrat selbst verfügen SPD und Grüne jetzt über 16 Stimmen, CDU und FDP über 15. Hinzu kommen Bürgermeister Sven Stratmann sowie Olaf Eilers als fraktionsloses Ratsmitglied mit jeweils einer Stimme. Die veränderten Kräfteverhältnisse machen eine Neubesetzung der Ausschüsse erforderlich. Darüber muss der Rat formell abstimmen. Neu festgelegt werden dabei auch die Vorsitzenden der sechs Fachausschüsse. Nach der vorgesehenen Verteilung entfallen jeweils drei Vorsitzposten auf SPD/Grüne und CDU/FDP.









