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- Reifen zerstochen und Unfälle
Symbolbild: Adobe Stock Friesoythe/Bösel/Barßel (fri) . In Friesoythe haben Unbekannte zwischen Mittwochabend und Donnerstagvormittag auf einem Grundstück in der Beethovenstraße drei Reifen eines abgestellten Autos zerstochen. Die Polizei bittet um Hinweise von möglichen Zeugen. In Bösel kam es am Donnerstagnachmittag zu einem Auffahrunfall mit hohem Sachschaden. Eine 21-jährige Autofahrerin übersah beim Abbiegevorgang eines vorausfahrenden 35-Jährigen dessen Bremsmanöver und fuhr auf. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Schaden wird auf rund 21.000 Euro geschätzt. Schwere Verletzungen erlitt am frühen Donnerstagabend ein 13-jähriger Junge in Barßel. Der Jugendliche war mit einem elektrisch betriebenen Skateboard auf einem Radweg unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache die Fahrbahn kreuzte. Ein 53-jähriger Autofahrer konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Junge wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
- Polizei meldet Körperverletzung, Brände und Unfälle
Symbolbild: Adobe Stock Gewalt bei Osterfeuer in Barßel: Zwei junge Männer geraten aneinander Bei einer Veranstaltung eskaliert ein Streit – Polizei schreitet ein und leitet Strafverfahren ein. In der Nacht zum 6. April 2026 kam es beim Osterfeuer in Barßel gegen 01:25 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem 18-Jährigen aus Apen und einem 19-Jährigen aus Barßel. Mehrere Zeugen beobachteten den Vorfall. Die Polizei erteilte beiden Beteiligten einen Platzverweis und leitete Strafverfahren ein. Ungeklärter Brand: Sträucherhaufen geht in Flammen auf Eigentlich für das Osterfeuer vorgesehen, brennt ein großer Haufen plötzlich vorzeitig. Am Abend des 7. April 2026 wurden die Feuerwehren Gehlenberg und Lorup zu einem Brand auf einer Ackerfläche an der Straße Neulorup gerufen. Gegen 21:45 Uhr hatte ein größerer Sträucherhaufen Feuer gefangen, der ursprünglich für ein Osterfeuer vorgesehen war. Aufgrund der Witterung war dieses jedoch nicht entzündet worden. Die Brandursache ist derzeit unklar. Hinweise nimmt die Polizei in Cloppenburg entgegen. Mit überhöhter Geschwindigkeit in den Graben Junger Autofahrer ohne Führerschein und Versicherung verunglückt auf der B401. Am 8. April 2026 kam ein 23-jähriger Autofahrer aus Friesoythe auf der Bundesstraße 401 von der Fahrbahn ab. Beim Abbiegen in die Straße Kamper Rolle verlor er aufgrund überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle und landete im Straßengraben. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass er weder im Besitz eines Führerscheins war noch das Fahrzeug zugelassen oder versichert war. Unfallflucht in Friesoythe: Geparktes Auto beschädigt Unbekannter Verursacher entfernt sich nach Kollision unerlaubt vom Unfallort. Zwischen dem 8. April (16:30 Uhr) und dem 9. April 2026 (00:20 Uhr) wurde ein geparktes Fahrzeug an der Schwaneburger Straße in Friesoythe beschädigt. Der bislang unbekannte Unfallverursacher entfernte sich anschließend, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Die Polizei bittet um Hinweise. Barßel: Unfallflucht auf der Friesoyther Straße Parkendes Fahrzeug beschädigt – Verursacher fährt weiter. In der Zeit vom 6. April (20:00 Uhr) bis zum 7. April 2026 (08:00 Uhr) kam es in Barßel zu einer Verkehrsunfallflucht. Ein unbekannter Verkehrsteilnehmer touchierte auf der Friesoyther Straße einen am Fahrbahnrand abgestellten Pkw und setzte seine Fahrt anschließend fort. Hinweise nimmt die Polizei in Barßel entgegen.
- Schädelknochen bei Bauarbeiten entdeckt
Symbolbild: Adobe Stock Emstek . Im Zuge von Bauarbeiten an der Bundesstraße 213 nahe Hoheging hat ein Arbeiter bereits im Februar einen ungewöhnlichen Fund gemacht: In einer Ackerfläche entlang der Trasse entdeckte er einen Gegenstand im Erdreich, der sich bei näherer Betrachtung als menschlicher Schädelknochen herausstellte. Die Polizei wurde umgehend informiert und leitete Ermittlungen ein. Am 8. April rückten Einsatzkräfte erneut an die Fundstelle aus. Mit Unterstützung der Technischen Einsatzeinheit Oldenburg wurde das Erdreich großflächig abgetragen und anschließend zur weiteren Untersuchung zu einem Sand- und Kiesunternehmen nach Emstek gebracht. Dort förderte eine Siebung zusätzliche Funde zutage: kleinere Knochenfragmente, ein Holzkreuz sowie textile Überreste. Nach ersten Erkenntnissen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Oldenburg könnten die Überreste bereits seit rund 30 Jahren im Boden gelegen haben. Wie sie an diesen Ort gelangten, ist bislang unklar. Ein möglicher Ermittlungsansatz geht davon aus, dass Erdreich aus einem bislang unbekannten Friedhofsareal abgetragen und später unsachgemäß an der Fundstelle abgeladen wurde. Die Untersuchungen dauern an.
- Geldwechselautomat gestohlen
Friesoythe. Am Dienstag, 07. April 2026, kam es in den frühen Morgenstunden zu einem Einbruch in ein Geschäft mit Unterhaltungsautomaten an der Barßeler Straße in Friesoythe. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei betrat ein bislang unbekannter, maskierter Täter in der Zeit zwischen 4:15 Uhr und 4:20 Uhr die Räumlichkeiten. Der Täter entwendete einen in der Wand befestigten Geldwechselautomaten und flüchtete anschließend unerkannt. Zur Höhe des entstandenen Schadens liegen derzeit noch keine konkreten Angaben vor. Die Polizei Friesoythe hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet mögliche Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 04491/9339-0 zu melden.
- Friesoythe tritt in die Pedale: STADTRADELN startet am 1. Mai
Die besten Radelnden 2025 wurden im Rahmen der Siegerehrung von der stellvertretenden Bürgermeisterin Melanie Buhr mit Urkunden und Präsenten ausgezeichnet. Quelle: Stadt Friesoythe Friesoythe . Vom 1. Mai bis zum 21. Mai 2026 werden in Friesoythe wieder fleißig Kilometer mit dem Fahrrad gesammelt. Denn in diesem Zeitraum nimmt die Stadt Friesoythe zum sechsten Mal am STADTRADELN teil. Wie in den vergangenen Jahren sind alle, die im Stadtgebiet leben, arbeiten, einen Verein oder eine Schule besuchen, herzlich eingeladen, an dem Projekt teilzunehmen. Ziel des Projektes ist es, dass die Menschen das Fahrrad vermehrt in ihrem Alltag nutzen und so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zudem stehen Spaß sowie die Förderung des Radverkehrs im Vordergrund der Kampagne. Interessierte Personen können sich ab sofort im Internet unter „ www.stadtradeln.de/friesoythe “ oder über die STADTRADELN-App registrieren und einem Team der Kommune beitreten. Jeder Kilometer, der in den 21 Tagen mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, kann online auf der Internetseite oder per App eingetragen werden. Bei der App besteht außerdem die Möglichkeit, dass die gefahrenen Kilometer automatisch per GPS aufgezeichnet und der ausgewählten Kommune gutgeschrieben werden. Die Radkilometer können auch außerhalb des Stadtgebiets zurückgelegt werden. Beim STADTRADELN haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ein Team zu gründen, um speziell für einen Verein, eine Schule, ein Unternehmen oder eine Familie Kilometer zu sammeln. Die geradelten Kilometer der Teams können miteinander verglichen werden. So wird ein Ansporn zwischen den teilnehmenden Teams geschaffen. Als kleinen Anreiz für eine Teilnahme beim STADTRADELN gibt es verschiedene Preise zu gewinnen. Eine Chance auf einen Preis haben die drei Teams, welche pro Teilnehmer die meisten Kilometer gefahren sind sowie die drei Teams, welche gemeinsam die meisten Kilometer zurückgelegt haben. Außerdem werden drei Einzelteilnehmer mit den besten Ergebnissen belohnt. Auch die jüngeren Radler sollen nicht zu kurz kommen: Neben einer Auszeichnung für die Schule mit den meisten Kilometern pro Teilnehmer, können die drei besten Teilnehmer bis einschließlich 18 Jahre einen Preis gewinnen. Vereine, Gruppen und Einrichtungen, die eine öffentliche Fahrradtour oder eine andere Aktion zum Thema „Fahrrad“ im Zeitraum vom 1. Mai bis zum 21. Mai 2026 in Friesoythe anbieten möchten, können die Aktion gerne beim Stadtmarketing der Stadt Friesoythe per E-Mail an stadtmarketing@friesoythe.de anmelden. Die angebotenen Aktionen werden auf der städtischen Internetseite, in den sozialen Medien und im Veranstaltungskalender beworben.
- Neuer Kurs: Bleistiftzeichnen in Bösel
Bösel . „Bleistiftzeichnen-Grundlagen und Vertiefung“ heißt ein Kurs des Bildungswerkes Friesoythe in Bösel, der sich an die wendet, die “in die faszinierende Welt des Zeichnens“ eindringen wollen. Der Kurs mit Regina Klückmann vermittelt die Grundtechniken, die Materialkunde und die Grundlagen zu Licht und Schatten sowie perspektivisches Zeichnen und beginnt am Mittwoch, 22. April, um 18 Uhr im Begegnungszentrum Bösel, Am Kirchplatz 28; er läuft über sechs Abende. Mitzubringen sind dafür Zeichenpapier, Bleistifte H-4B, Radiergummi und Anspitzer. Anmeldungen bei Monika Pille, Telefon 04494/1094.
- Flugzeug stürzt ab: Pilot stirbt noch am Unfallort
Symbolbild: Adobe Stock Barßel . Am Ostermontag, 6. April, wurde gegen 16:38 Uhr ein Flugzeugabsturz auf dem Flugplatz Barßel-Lohe gemeldet. Bei dem verunglückten Luftfahrzeug handelte es sich um ein einsitziges Ultraleichtflugzeug, das von einem 66-jährigen Piloten aus Edewecht gesteuert wurde. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet die Maschine während des Startvorgangs in Schräglage und stürzte ab. Nach weiteren Angaben der Polizei verstarb der Pilot noch an der Unfallstelle. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat die Ermittlungen aufgenommen. Am Flugzeug entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von etwa 20.000 Euro.
- Generationswechsel: Tochter übernimmt Praxis in Friesoythe
Wechsel an der Spitze: Andrea Block übergibt die Geschäfte an Tochter Christin Robbers. Foto: Claudia Wimberg Friesoythe . Sie bringen Menschen in Bewegung und verbessern Mobilität und Motorik. Fit für die Zukunft haben Andrea Block und Tochter Christin Robbers jetzt auch ihre Friesoyther Physiotherapiepraxis gemacht und die Nachfolge geregelt. So zieht sich Andrea Block aus der Geschäftsführung zurück und übergibt die Leitung an die zweite Generation. Ans Aufhören denkt die Unternehmensgründerin jedoch nicht. „Gott sei Dank nicht“, sagt die Tochter und freut sich über die kompetente Unterstützung und stets harmonische Zusammenarbeit. Vor 39 Jahren ist ihre Mutter den Schritt in die Selbstständigkeit gegangen. Zu einer Zeit, als von „Physiotherapie“ noch keine Rede war und man, wenn überhaupt, zur Krankengymnastik ging. Die Wertschätzung hielt sich damals bei vielen Medizinern in Grenzen, die der Notwendigkeit einer therapeutischen Begleitung nur wenig abgewinnen konnten. Doch das sollte sich schon bald grundlegend ändern und heute kooperieren Physiotherapeuten und Ärzte eng miteinander und die Patienten geben sich in den Praxen die Klinke in die Hand. In die Räume an der Friesoyther Wasserstraße kommen jedoch auch Kunden ohne ärztliche Verordnung und können seit 2019 in einem großzügig eingerichteten und professionell gestalteten Trainingsbereich an sechs Tagen die Woche Sport treiben. Zwei Jahre zuvor stieg Christin Robbers in den Betrieb ein. „Ich durfte langsam hineinwachsen und wurde immer in alle Entscheidungen und Veränderungen mit einbezogen“, betont die 34-Jährige, die nun Chefin eines zehnköpfigen Teams ist und vor allem eine moderne und patientenorientierte Praxisführung vorantreiben möchte. Der Terminkalender von Andrea Block soll sich dagegen nicht mehr so prall gefüllt, wie bisher, präsentieren. „Ich möchte kürzer treten, aber bleibe vielen Patienten erhalten“, sagt die erfahrene Physiotherapeutin und weiß ihr Lebenswerk „in den besten Händen.“
- Ostern: Wunder und Wochenende
Die Sonntags-Kolumne Von Julius Höffmann Ostern ist immer noch schön. Symbolbild: Adobe Stock Es gibt Dinge im Leben, die sind so verlässlich wie der erste Kaffee am Morgen, die verspätete Bahn – und Ostern. Das höchste christliche Fest, die Feier der Auferstehung Jesu, bleibt. Zwischen Karfreitag und Ostermontag spannt sich nicht nur ein langes Wochenende, sondern auch eine der ältesten und stärksten Hoffnungsbotschaften überhaupt: dass auf das Ende ein Anfang folgt. Ein Fels in der Brandung des Kalenders – und, ja, auch eine ziemlich komfortable göttliche Einrichtung aus Sicht der Arbeitnehmer. Doch Ostern war nie nur Liturgie und Kalenderlogik. Es war einmal – in einer Zeit ohne Smartphones, aber mit deutlich mehr Geduld – ein Abenteuer. Damals, als wir Kinder waren und der Osterhase noch eine sehr reale Persönlichkeit mit klarer Zuständigkeit war. Wir bauten ihm Nester. Nicht irgendwelche Nester – nein, kunstvolle, liebevoll geformte Meisterwerke aus echtem Moos, das wir zuvor heldenhaft im Wald zusammengesucht hatten. Mit leicht schmutzigen Händen und großer Ernsthaftigkeit wurde das Grün arrangiert. Schließlich sollte der Hase ja nicht denken, wir hätten keinen Stil. Und während irgendwo in Kirchen die Auferstehung gefeiert wurde, wuchs bei uns eine ganz eigene Form der österlichen Erwartung: leise, kribbelnd, kaum auszuhalten. Dann kam der große Moment: der Ostersonntagmorgen. Auf Zehenspitzen schlichen wir zum Nest, als könnten wir den Hasen noch auf frischer Tat ertappen. Und tatsächlich – über Nacht war er da gewesen! Heimlich, flink, großzügig. Plötzlich lagen dort bunte Eier, Schokolade und all die Dinge, die man sich als Kind sehnlicher wünscht als gute Manieren. Doch damit nicht genug. Der Garten verwandelte sich in ein Suchgebiet von internationaler Bedeutung. Die ganze Familie zog los, ausgestattet mit Adleraugen und detektivischem Spürsinn. Und wie es sich gehört, fand man nie alles sofort. Einige Süßigkeiten tauchten erst Wochen später wieder auf – leicht angeschmolzen, aber mit dem Charme eines späten Sieges. Besonders raffiniert war unser Umgang mit der Fastenzeit. Naschen verboten? Kein Problem. Wir horteten Lakritz und Kaugummi in einem großen Glas, das wir ehrfürchtig befüllten – und ebenso ehrfürchtig bis Ostersonntag unangetastet ließen. Eine Mischung aus Verzicht und Vorfreude, die dem eigentlichen Gedanken der Fastenzeit näher kam, als wir damals ahnten. Und heute? Heute ist Ostern anders – und doch gleich. Vielleicht suchen wir keine Nester mehr aus Moos. Vielleicht glauben wir nicht mehr ganz so fest an den Hasen. Aber etwas ist geblieben: dieses leise Versprechen, dass nach dunklen Tagen wieder Licht kommt. Ob in der Kirche, am Frühstückstisch oder beim letzten Schokoladenei im Garten. Damals war Ostern schön. Heute ist Ostern schön. Und irgendwo dazwischen sitzt vermutlich immer noch ein Hase und denkt sich: läuft bei mir.
- „Anpacken, zuhören, Lösungen finden“: Christoph Burtz im Interview
Interview Von Martin Pille Möchte für das Bürgermeisteramt in Bösel kandidieren: Christoph Burtz. Foto: Pille Bösel. Wenige Tage nach der Ankündigung des Böseler Bürgermeisters Hermann Block, im Oktober seine Amtszeit auf den 31. Oktober 2026 zu verkürzen, hat der Fachbereichsleiter Infrastruktur und Gemeindeentwicklung im Rathaus, Christoph Burtz, seinen Hut für die am 13. September fällige Bürgermeisterwahl in den Ring geworfen. Er präsentierte sich bereits als Kandidat der CDU Bösel, vorbehaltlich der Wahl durch die Mitgliederversammlung der Mehrheitspartei im Gemeinderat. Auch die SPD hat seine Unterstützung inzwischen signalisiert. Welche Pläne für Bösel hat der Kandidat, wo sieht er dessen vorrangigsten Probleme und was haben die Vereine von ihm zu erwarten? Mit dem Bürgermeisterkandidaten sprach unser Mitarbeiter Martin Pille. Frage: Was war ihr persönlicher Grund, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren? Burtz: Der Grund ist einfach: Ich möchte mit dem Team im Rathaus und im Gemeinderat unseren Ort aktiv gestalten und das Leben hier für alle Bürgerinnen und Bürger noch lebenswerter machen. Ich kenne viele Menschen und Vereine, die gute Ideen anstoßen. Darin sehe ich einen klaren Vorteil: Ich kenne die Abläufe, die Menschen und die Themen genau und kann als künftiger Bürgermeister auch neue Projekte anstoßen. Frage: Warum sollten die Böseler Bürgerinnen und Bürger sie im September wählen? Burtz: Die Böseler Bürgerinnen und Bürger sollten mich wählen, weil ich mich mit diesem Ort eng verbunden fühle und einfach enorme Lust habe, hier etwas zu bewegen. Ich habe in den letzten Jahren durch meine Arbeit im Rathaus gesehen, was möglich ist, wenn man gemeinsam anpackt. Genau daran möchte ich anknüpfen. Und dafür stehe ich: anpacken, zuhören und gemeinsam Lösungen finden – mit ehrlichem Engagement und viel Herz für Bösel. Frage: Was ist Ihnen eine Herzensangelegenheit? Was sind ihre Top-3-Projekte für die ersten 100 Tage? Burtz: Meine Herzensangelegenheit ist, dass Bösel für alle Generationen ein lebenswerter Ort bleibt – von jungen Familien bis zu älteren Menschen, deren Anliegen ernst genommen werden. Zu den Top-3-Projekte für die ersten 100 Tage gehört für mich als erstes die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung. Dazu gehört im Vorfeld umgehend, sie um weitere 10 Prozentpunkte zu reduzieren. Die Abschaffung geht jedoch nur mit den Einnahmen der Akzeptanzabgabe aus geplanten Windparks. Zudem ist es wichtig, dass die Kreuzung Schäferstraße/ Garreler Straße/ Jägerstraße nicht nur für den Kraftfahrzeugverkehr sondern auch für Fuß- und Radfahrer sicher gestaltet wird, wie auch die Verkehrsoptimierung bei der Bedarfsampel beim Rathaus. Ich setze mich ferner zuvörderst dafür ein, dass ältere Menschen in Bösel gut versorgt wohnen können, nahe bei ihren Familien und Vereinen, um soziale Teilhabe zu sichern. Daher sollen Flächen für solche Projekte entwickelt werden. Frage: Zur Gemeindeentwicklung in Bösel: Sollte die Gemeinde weiter wachsen und wie wollen sie für bezahlbaren Wohnraum sorgen? Burtz: Ich halte ein kontrolliertes und nachhaltiges Wachstum durchaus für sinnvoll. Bösel soll lebendig bleiben, soll Angebote für Familien, Vereine und Gewerbe bieten – ohne dass dabei die Lebensqualität leidet. Ein zentrales Thema ist dabei natürlich bezahlbarer Wohnraum. Deshalb möchte ich weiterhin gezielt neue Baugebiete entwickeln. Man muss dabei natürlich immer auch die Auslastung in Schulen und Kindergärten im Auge behalten. Frage: Wie wollen Sie Handel und Gewerbe unterstützen und dem oft beklagten Leerstand entgegenwirken? Burtz: Wichtig ist, die bestehenden Strukturen zu stärken und gleichzeitig neue Perspektiven zu schaffen. Dazu gehören die gezielte Unterstützung für lokale Geschäfte, beispielsweise durch die Prüfung von Fördermöglichkeiten. Durch die Zusammenarbeit mit Investoren und Behörden wollen wir Leerstand umwandeln und neue Betriebe ansiedeln. Dazu gehört übrigens auch die Ansiedelung eines Drogeriemarktes. Leerstehende Gebäude sollten flexibel genutzt werden – für Handwerk, Start-ups, Co-Working oder gemeinschaftliche Projekte oder auch in Wohnraum umgewandelt werden. Frage: Das Herz einer Gemeinde, sagt man, sind die Vereine. Wie wollen Sie das Ehrenamt konkret unterstützen? Burtz: Mir ist wichtig, dass sie sich Vereine auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können, nämlich, die Gemeinschaft zu stärken. Dafür möchte ich den Vereinen den Rücken freihalten, indem ich pragmatische Hilfe bei Genehmigungen anbiete, für eine gute Infrastruktur wie Sportplätze und Vereinsheime und für Sichtbarkeit ihrer Arbeit in der Gemeinde sorge. Dafür will ich mit den Vereinen regelmäßig im Austausch sein, um frühzeitig zu hören, wo Unterstützung gebraucht wird.







