top of page

Suchergebnisse

Diese Website durchsuchen

793 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • Rekord bei der Briefwahl: Friesoythe fiebert dem Wahlsonntag entgegen

    Symbolbild: Adobe Stock Friesoythe. Die (An-)Spannung steigt merklich. Nicht nur bei den drei Bürgermeisterkandidaten in Friesoythe, sondern auch in der Stadtverwaltung, wo die letzten Vorbereitungen für den großen Wahlsonntag getroffen werden. Doch: „Alles läuft“, betont Gemeindewahlleiter Karsten Vahl im Gespräch mit fritz online. 256 Wahlhelfer Am Freitagabend konnte die Wahlhelferschulung im Forum am Hansaplatz erfolgreich abgeschlossen werden. Die Wahlmappen und weitere Unterlagen sind rechtzeitig vorbereitet. Wie Vahl weiter mitteilt, konnten genügend Wahlhelfer gefunden werden, die sich am Sonntag ehrenamtlich in den Dienst der Kommunalwahl stellen. Immerhin 256 Helferinnen und Helfer waren notwendig, um die 26 Wahllokale und sechs Briefwahlvorstände zu besetzen. Briefwahl-Rekord Apropos Briefwahl: Hier gibt es einen neuen Rekord. Von den insgesamt 18.383 Wahlberechtigten haben bis zum gestrigen Freitag, 9.58 Uhr, genau 2.980 die Briefwahl genutzt. Zum Vergleich: 2021 waren es insgesamt etwa 2.600. Erste Ergebnisse ab etwa 19.20 Uhr Zu welcher Uhrzeit die ersten Ergebnisse vorliegen werden, lässt sich kaum abschätzen. Ein Vergleich mit dem letzten Mal kann jedoch einen Hinweis geben: 2021 habe es für die Landratswahl gegen 19.20 Uhr die letzte Meldung gegeben, gegen 20 Uhr stand das grobe Ergebnis bei der Bürgermeisterwahl fest, der Kreistag gegen 22 Uhr und die Stadtratswahl gegen 00.25 Uhr. Grundsätzlich gelte für die zählenden Wahlhelfer: Sorgfalt vor Schnelligkeit.

  • Bösel: Wahllokal trotz Baustellensituation gut erreichbar

    Bösel. Das Wahllokal 005 in der St.-Martin-Schule ist am 13. September und – sofern erforderlich – auch am 27. September trotz der aktuellen Baustellensituation gut erreichbar. Für den Wahlzeitraum wird deshalb eine entsprechende Verkehrsführung ausgeschildert, teilt die Gemeindeverwaltung mit. Der Haupteingang der St.-Martin-Schule ist der einzige Zugang zum Wahllokal. Der rückseitige Eingang „Auf dem Rahe“ kann nicht als Wahllokaleingang genutzt werden. Die Zufahrt erfolgt über „Auf dem Rahe“, die „Fladderburger Straße“ oder von der „Overlaher Straße / Schulweg“ aus über die neu eingerichtete Feuerwehrzufahrt „Brüggemann’s Pad“. Wichtig: Die Zufahrt von der „Garreler Straße“ zur „Fladderburger Straße“ ist aufgrund einer Vollsperrung bis zum „Schulweg“ nicht möglich. Die Einbahnstraßenregelung auf dem „Schulweg“ wird am Sonntag, 13. September, aufgehoben. Wählerinnen und Wähler werden gebeten, die Beschilderung vor Ort sowie die Richtungspfeile zum Wahllokal zu beachten und bei der Anfahrt etwas mehr Zeit einzuplanen. Symbolfoto: Adobe Stock

  • Als Friesoythe wieder wählen durfte: Der Weg zurück zur Demokratie

    Stadtverwaltung Friesoythe 1946: Vorne von links: Wilhelm Brüggemann, Lisbeth Günther, Maria Schade, Lisa Lübbers, Heinrich Nordenbrock, Heinrich Schraad. Hintere Reihe von links: Heinrich Böhmann, Heinrich Meerjans, Hubert Prien, Albert Wetjen, Stadtdirektor Gerhard Wreesmann, Anton von Garrel und Heinrich Thunert. Foto: Archiv Pille Friesoythe. Am 15. September 1946 durften die Friesoyther Bürger erstmals nach dem Weltkrieg wieder wählen. Die britische Militärregierung ging schrittweise zur demokratischen Selbstverwaltung über. Es war allerdings noch keine völlig souveräne kommunale Demokratie: Kandidaten und Wahlvorschläge mussten von den Briten zugelassen werden. Vier Wochen später wählte der neue Stadtrat den Schuhmachermeister Heinrich Vogel einstimmig zum ehrenamtlichen Bürgermeister. Stadtdirektor wurde ein Jahr später der Rechterfelder Bernhard Bramlage, dem man 1954 eine Kündigung von sich aus nahelegte und Gerhard Schonebeck zu seinem Nachfolger wählte. Gewählt wurde 1946 in vier Wahlbezirken: Stadtgebiet, Schwaneburg-Mehrenkamp, Thüle-Pehmertange-Heetberg sowie in Markhausen. Je drei Vertreter wurden direkt gewählt, drei weitere kamen über die Reserveliste hinzu. Es war kein reines Verhältniswahlrecht. Die Briten setzten ein System durch, das stark personen- bzw. mehrheitswahlrechtliche Elemente enthielt. Gerade in kleineren Gemeinden begünstigte das örtlich bekannte Persönlichkeiten und unabhängige Kandidaten gegenüber Parteiorganisationen. Bemerkenswert: Alle gewählten Männer gehörten der CDU an. Für Markhausen nahm die Geschichte ihren eigenen Lauf: Das NS-Regime hatte 1933 Markhausen mit Friesoythe zusammengeschlossen. Das Gesetz über die Neubildung von Gemeinden 1948 stellte die kommunale Selbstständigkeit wieder her. Heinrich Köster wird ab 1. April 1948 dort Bürgermeister. Bei der niedersächsischen Gebietsreform wurde Markhausen dann 1974 erneut mit Friesoythe zusammengeschlossen – diesmal wohl dauerhaft. Während auf Landesebene die SPD sehr stark war, gab es in Friesoythe praktisch eine konfessionell-bürgerliche CDU-Hegemonie. Und das kam nicht aus dem Nichts. Die politische Grundstruktur des Ortes war traditionell katholisch und zentrumsorientiert, nicht sozialdemokratisch geprägt. Als die Nazis die kommunalen Vertretungen nach dem Reichstagswahlergebnis vom März 1933 neu zusammensetzten, ergab sich für Friesoythe ein Stadtrat mit sieben Mitgliedern der Zentrumspartei und fünf Mitgliedern der NSDAP. Nach 1945 musste diese alte katholische politische Tradition allerdings ein neues organisatorisches Zuhause finden. Das wurde zunehmend die CDU. Der CDU-Kreisverband Cloppenburg wurde bereits am 28. März 1946 gegründet – also Monate vor der Kommunalwahl. Die CDU war damals allerdings noch nicht die fest etablierte Volkspartei, die sie später wurde. Sie war vielmehr ein neues Sammelbecken für ehemalige Zentrumsleute, katholische Honoratioren, konservative Bauern und Teile des bürgerlichen Mittelstandes. Im katholischen Oldenburger Münsterland konnte sie aber besonders schnell Fuß fassen. Das war der Übergang des alten katholischen Zentrums-Milieus in die neue christdemokratische Partei. Beginnen musste die Stadtverwaltung in einer Baracke, denn das alte Rathaus wurde im April 1945 vollkommen zerstört. Erst 1959 baute Friesoythe in der Stadtmitte ein neues Rathaus.

  • Mit Blaulicht und Drehleiter zum 80. Geburtstag

    Wunschgemäß ging es mit der Drehleiter hoch hinaus. Foto: Jens Kotte Friesoythe. Am Dienstagabend folgten die aktiven Mitglieder sowie die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Friesoythe einer besonderen Einladung: Der ehemalige Ortsbrandmeister Hans Kleimann hatte anlässlich seines 80. Geburtstages zu sich nach Hause eingeladen. Mit Blaulicht und Martinshorn trafen die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden bei Kleimann und seiner Familie ein. Sichtlich gerührt nahm der Jubilar die Gäste in Empfang. Nach einem Ständchen ließ der stellvertretende Ortsbrandmeister Daniel Glöckner Kleimanns langjährigen Weg in der Feuerwehr Friesoythe Revue passieren. Kleimann war unter anderem stellvertretender Ortsbrandmeister, stellvertretender Stadtbrandmeister und Ortsbrandmeister. Für seine Verdienste sei er mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 50 Jahre Feuerlöschwesen. Seit inzwischen 57 Jahren gehöre er der Freiwilligen Feuerwehr Friesoythe an. Neben zahlreichen Glückwünschen gab es für den Jubilar noch eine besondere Überraschung. Gemeinsam mit seiner Frau Maga durfte Kleimann seinem Wunsch entsprechend eine Fahrt mit der Drehleiter unternehmen.

  • 20 Jahre „Hus an dei Soeste“: Wo Pehmertange zusammenkommt

    Kleines Haus, große Gemeinschaft: Die Pehmertanger stoßen auf den runden Geburtstag an. Foto: Josef Preut „Dorfgemeinschaftshaus“ sagt manch Anwohner augenzwinkernd, wenn er das „Hus an dei Soeste“ meint. Ein Häuschen ist es allemal, die Gemeinschaft wird gefördert und der dörfliche Charakter ist in der Friesoyther Bauerschaft Pehmertange ebenfalls unbestritten. Vor 20 Jahren feierten die Familien die Einweihung der hochwertig gebauten Schutzhütte mit ansprechend gestalteten Anlagen und stießen jetzt auf den runden Geburtstag an. Für die Finanzierung griffen sie damals in die Tasche, krempelten für jede Menge Eigenleistungen die Ärmel auf und kümmern sich bis heute um Pflege und Instandsetzung. Neben geselligen Treffen der „Dorfgemeinschaft“ dient der Standort im Kreuzungsbereich Pehmertanger Weg/Pehmertanger Straße als Wartehäuschen für Schulkinder und als Rastplatz für Fahrradtouristen, die seit geraumer Zeit auch von einer städtischen Reparatur-Servicestation profitieren können. Die Feier zum 20-jährigen Bestehen richtete die „next generation“ der Erbauer aus und sorgte generationsübergreifend für einen rundum gelungenen Nachmittag.

  • Wählen ohne Benachrichtigung

    Friesoythe. Wahlberechtigte, die ihre Wahlbenachrichtigung verlegt, verloren oder durch Zustellung nicht erhalten haben, können bei den Kommunalwahlen am jetzigen Sonntag, 13. September, und bei der ggf. stattfindenden Stichwahl am 27. September, trotzdem wählen. Das teilt die Stadtverwaltung Friesoythe in einer Pressemitteilung mit. Die Wahlberechtigten müssen dafür im Wählerverzeichnis ihres Wahlbezirks eingetragen sein und sich in ihrem zuständigen Wahllokal durch Personalausweis ausweisen.

  • Baumgrab als neue Bestattungsform auf dem Friesoyther Friedhof

    Ortstermin: Die Garten- und Landschaftsbauer Hubert und Matthias Wreesmann trafen sich mit den Kirchenausschussmitgliedern Frank Bullermann und Arnold Schulte (von links) sowie Friedhofsverwalter Josef Averbeck (Zweiter von rechts) beim neuen Baumgrab. Foto: Claudia Wimberg Friesoythe (cl). Jung und lebendig symbolisiert er im Lava-Sand bereits die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Jetzt schlägt er Wurzeln und seine waagerecht wachsenden Äste werden sich langsam wie Stockwerke übereinander reihen. Edel und ausladend spendet der weißblühende Pagoden-Hartriegel dann Schutz und Schatten und steht für Frieden und Beständigkeit. 36 Verstorbene können unter ihm ihre letzte Ruhe finden. Das Baumgrab für Urnen ist eine neue, alternative Bestattungsform, die die St. Marien Gemeinde auf ihrem Friedhof in Friesoythe vorgestellt hat. „Sollte das Angebot Gefallen finden, planen wir vergleichbare Plätze auf den weiteren Ruhestätten der Pfarrei“, informierte Friedhofsverwalter Josef Averbeck im Beisein von Mitgliedern des Kirchenausschusses sowie Hubert und Matthias Wreesmann. Die beiden Friesoyther Garten- und Landschaftsbauer gestalteten die Fläche, die sich aus drei brach- und nebeneinander liegenden Grabstätten mit je vier Einheiten zusammensetzt. Neben dem Baum und farbenfrohen Thymianpflanzen sind darauf 18 Granitsteine gesetzt, unter denen zwei Urnen in einem Edelstahlrohr Platz finden. Nach der Beisetzung wird der Stein gegen einen gesicherten Bronzedeckel mit einem Baum als Motiv ersetzt, auf der zwei Namen mit Geburts- und Sterbedaten eingraviert werden können. 18 Grabstellen: Mit einem Bronzedeckel werden die Gräber versehen, die für zwei Urnen ausgerichtet sind. Foto:: Claudia Wimberg Im Gegensatz zum einige Meter weiter liegenden Gemeinschaftsgrab mit einer Urnenstele ist es somit beim Baumgrab möglich, dass Paare in einer gemeinsamen Stätte beigesetzt werden können. Eine Einzelbelegung ist ebenfalls vorgesehen. Grabschmuck wie Blumen oder Kerzen sind dagegen auf beiden Anlagen nicht gewünscht. „Es sollen naturbelassene Areale bleiben“, so Averbeck. Pflegeleichte Bestattungskonzepte stehen nach wie vor hoch im Kurs und ersetzen die traditionellen Familiengräber. Die Friesoyther Pfarrei trägt der Nachfrage schon seit vielen Jahren Rechnung und stattete ihre Friedhöfe bereits mit klassischen Urnengräbern, dem Gemeinschaftsgrab für Urnen mit Stele sowie Sarg-Rasengräbern aus. Die Ruhezeiten für alle Bestattungsformen beträgt 30 Jahre. Wie der Verwalter mitteilte, sei jedoch eine Überarbeitung der Satzung im Offizialatsbezirk geplant, „und dabei wird es auch darum gehen, die Ruhezeiten für Urnengräber zu verkürzen.“

  • Traumhaftes Wochenende mit Bilderbuchwetter und toller Kulisse

    Tagessieger der 62. Euro-Musiktage in Bösel: Maskottchen EUBO, Euro-Geschäftsführer Andreas Lübben (4. von links) und Präsident Bürgermeister Hermann Block (2. von rechts) gratulieren dem Dirigenten Piotr Bąbolewski (3. von links) und der Head Majorette (mit dem Pokal). Fotos: Pille Bösel. Die Gemeinde hat am vergangenen Wochenende, und besonders am Sonntag, gezeigt, wie groß ein Fest in einer 9500-Einwohner-Gemeinde werden kann. Zum Abschluss der 62. EURO Musiktage und parallel zum OM-Familientag strömten nach Schätzungen rund 22.000 Menschen in die Gemeinde. Musik aus sieben Nationen, ein großer Festumzug, ein riesiges Familien- und Kinderprogramm beim OM-Familientag, Unterhaltung auf der Bühne und an allen Ecken und Kanten des Dorfparks machten den Sonntag zu einem selten gesehenen Großereignis. Nach der Euro-Eröffnung am Freitag mit der Feuer-Wasser-Licht-Show der Freiwilligen Feuerwehr mit hunderten von Zuschauerinnen und Zuschauern, den Musikwettbewerben am Samstag, dem „“Fest der keinen Europäern“, dem Weinfest, der Flaggenparade, dem Konzert der Nationen und der Mega-Euro-Fete im Euro-Zelt gehörte das Festgelände am Sonntag dann dem OM-Familientag. Der bot dann ein riesiges Angebot zum Mitmachen und Zuschauen – von Hüpfburgen, Hindernisparcours, Hobby-Horsing, Torwandschießen, Kinder-Olympiade und Ponyreiten bis hin zu Bastelaktionen, Streichelzoo und zahlreichen Gewinnspielen. Die Aktionen waren kostenlos. Viele tausend Menschen verfolgten den Festumzug in Bösel. Ein besonderer Publikumsmagnet war auch das Bühnenprogramm von radio ffn. Durch den Nachmittag führte Julia Reinke, Moderatorin des niedersächsischen Radiosenders. Mit Moderation und Musik hielt sie das Programm zwischen den einzelnen Auftritten in Bewegung und sorgte dafür, dass auf der Hauptbühne kaum eine Pause entstand. Den Auftakt machte um 12.30 Uhr ein Jugendblasorchester der EURO Musiktage. Nach den Eröffnungsreden von Bürgermeister Hermann Block und den Landräten Tobias Gerdesmeyer (Vechta) und Johann Wimberg (Cloppenburg) folgten der Chor der St. Martin Grundschule Bösel und die „Kinder-stark-machen“-Show. Danach wechselten sich ffn-Moderation und Musik mit den Auftritten von Ballonkünstler Tom Bola sowie Frank und seinen Freunden ab. Einer der Höhepunkt des Sonntags spielte sich dann auf Bösels Straßen ab: Um 14 Uhr setzte sich der internationale Festumzug vom Gerhard-Elsen-Stadion über die Straßen der Gemeinde in Bewegung. Musik- und Tanzgruppen brachten die Idee der EURO Musiktage auf die Straße. Das Festival steht seit weit mehr als 50 Jahren für Begegnungen und internationale Verständigung. So wurde der Sonntag zu einer ungewöhnlichen Mischung aus internationalem Musikfestival und großem Familienfest. Im Dorfpark tobten die Kinder, denn die Böseler Vereine hatten ein Riesenspielangebot mitgebracht. Euro Bösel ehrte gegen Abend seine Sieger: Das Orchester „Mlodziezowa Orkiestra Deta Miasta Zwolenia“ aus Polen hat dabei mit dem Euro-Cup den Tagessieg der 62. Euro-Musiktage gewonnen. Der Präsident des Musikfestivals, Bürgermeister Hermann Block, überreichte den „Riesenpott“ und einen 3000-Euro-Scheck als Preisgeld an den Dirigenten Piotr Bąbolewski und seine vor Freude völlig außer Rand und Band geratenen Musiker bei der Siegerehrung am Sonntagabend im Dorfpark. Regelmäßig legen die bulgarischen Musiker die längste Reise nach Bösel zurück. Bürgermeister Hermann Block zog ein rundum gelungenes Fazit des Familientages gemeinsam mit den Musiktagen und sprach von einem „traumhaften Wochenende bei Bilderbuchwetter in der herrlichen Kulisse des Dorfparks“. Trotz des riesigen Besucherandrangs mit mehr als 22.000 Menschen habe eine „wunderbar unaufgeregte und gelassene Atmosphäre“ geherrscht. Entsprechend dankbar sei er allen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften, die gezeigt hätten, dass Vereine und Gruppen „eine unverzichtbare Säule für ein starkes Miteinander“ seien. Hunderte Musikerinnen und Musiker aus sieben Nationen in Orchestern, Bands, Showtanzgruppen und Majoretten-Formationen hatten sich für den Euro-Wettstreit Samstag und Sonntag angemeldet. Den Jugend-Sonderpreis der Öffentlichen Versicherungen gewann die Gruppe „Detsky folklorni sobor Dolinecka“ aus Stare Mesto in Tschechien, die die Zuhörer und –schauer mit traditioneller, mährischer Folkloremusik begeisterte. Den Pokal des Umzugssiegers sicherte sich „Sanocka Młodzieżowa Orkiestra Dęta Avanti“ aus der Stadt Sanok in der Woiwodschaft Karpatenvorland (Podkarpackie) im Südosten Polens. Zum Orchester gehört eine eigene Tanzgruppe von Majoretten. Den Schlusspunkt unter den Familientag setzte um 18 Uhr die große Verlosung, während die EURO Musiktage nach drei Tagen voller Musik, Begegnungen und Veranstaltungen mit einem Sonntag, der Bösel weit über die Gemeindegrenzen hinaus zum Anziehungspunkt machte, zu Ende ging. Europa war in Bösel nicht nur zu Gast – am Sonntag feierte ein ganzes Dorf und das Oldenburger Münsterland gemeinsam mit seinen Gästen.

  • Bauplätze ab 85 Euro – plus Familienbonus

    Deutlich beschnitten, aber 17 Grundstücke werden in Petersdorf angeboten. Foto: pi Bösel. Der Böseler Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Verkaufs- und Vergabebedingungen für die neuen Baugebiete „Nördlich Kampstraße/östlich Schulstraße“ in Petersdorf und „Bösel Nord III“ nordöstlich des Ortskerns festgelegt. Die Grundstücke in Petersdorf werden danach, voll erschlossen, für 85 Euro pro Quadratmeter angeboten. Dazu kommen 2,60 Euro pro Quadratmeter Kanalbaubeitrag und 3000 Euro für einen Hausanschluss an den Wasserverband OOWV. Die Vergabe erfolgt nach dem „Windhundprinzip“ (Wer zuerst kommt, mahlt zuerst); damit verpflichtet sich der Käufer allerdings, innerhalb von drei Jahren ein Wohngebäude bezugsfertig zu errichten. Die Gemeinde gewährt über die Familienförderung weiterhin für das erste Kind 5000 Euro, für das zweite 7000 Euro und für das dritte 9000 Euro, maximal also 21.000 Euro. Neu ist, dass der Betraf nach fünfjähriger Wohnsitznahme ausgezahlt wird. Um auch jungen Familien noch ohne Kinder einen Anreiz zu bieten, werden die Zuschüsse bis zehn Jahre nach Einzug gewährt werden, wenn Kinder nach Bezug des Eigenheims geboren werden. Der Rat entschied, die Durchgangsstraße dort „Menkenskamp“ zu benennen. Die Gemeinde Bösel hatte im Vorfeld den Geltungsbereich des Flächennutzungsplanes und damit für das geplante Baugebiet „Nördlich Kampstraße/östlich Schulstraße“ deutlich beschneiden. Sie wollte damit einen Überhang an Wohnbauflächen begrenzen. Sie kam damit den Bedenken des Landkreises Cloppenburg nach, der „die große Ausweitung von Wohnbauflächen in den bisher unbeplanten Außenbereichen“ kritisch sieht. Jetzt stehen 17 Grundstücke zum Verkauf. Im neuen Böseler Baugebiet sind die insgesamt 24 Grundstücke ab sofort für 120 Euro pro Quadratmeter zu haben. Die zusätzlichen Kosten an die OOWV sind die gleichen. Der Gemeinderat entschloss sich dazu, hier keinen kompletten Verkauf für den Mietwohnungsbau zuzulassen. Zuvor hatte der Gemeinderat den Bebauungsplan geändert und den bisherigen Erschießungsentwurf optimiert. Die relativ schmale Fläche liegt zwischen zwei weiteren Baugebieten, die nun als „Baulücke“ geschlossen werden soll. Durch die Verbesserung werden 312 Quadratmeter weniger Verkehrsfläche ausgewiesen und versiegelt. Das führt dazu, dass mehr Bauland veräußert werden kann und die Erschließungskosten sinken. Beide Baugebiete werden nun zeitnah erschlossen.

  • Fünf Jahrzehnte, fünf Freunde, ein Montagabend

    50 Jahre „Hochzeit mit zwei Dullen“ oder „Besten-Solos mit Re und keine neunzig“: Die Petersdorfer Doppelkopfzocker mit Norbert Tangemann, Helmut Wieczorek und Hans Emken (stehend von links) sowie Heinrich Siemer und Bernhard Bischoff (sitzend von links). Foto: Martin Pille Petersdorf. 50 Jahre, unzählige Kartenrunden und eine Tradition, die bis heute hält: Seit 1976 gehört der Montagabend von 20 bis 23 Uhr für Norbert Tangemann, Helmut Wieczorek, Hans Emken, Heinrich Siemer und Bernhard Bischoff vom „Doko-Club Petersdorf“ fest dem Doppelkopf. Das sechste Gründungsmitglied Hartmut Nendza starb im Jahr 2005. Ein fester Bestandteil der Montagabende sind neben dem Kartenspiel natürlich auch die Gespräche über Fußball. Dabei wird über den SV Petersdorf diskutiert, aber auch über die Bundesliga. Wobei bei den Lieblingsvereinen Ausgeglichenheit herrscht: Die Anhänger des Hamburger SV und des SV Werder Bremen halten sich in der Runde ungefähr die Waage. Das erspielte Geld wandert vollständig in die Gemeinschaftskasse, die dann regelmäßig für gemeinsame Unternehmungen genutzt wird. Wochenendtouren führten die Männer mit den Ehefrauen nach Köln, München, Leipzig, Schwerin, Wismar, in den Harz und ins Sauerland sowie nach Österreich, in die Niederlande, nach Hamburg und nach Kiel. Auch die jährliche Kohlfahrt mit der Wahl von Kohlkönig und Kohlkönigin gehört zum festen Programm. Ein wiederkehrender Termin ist auch das gemeinsame Grillen anlässlich des DFB-Pokalfinales. In den ersten 40 Jahren durfte außerdem der Besuch des Böseler Schützenfestes nicht fehlen, wo man sich traditionell an der Bierbude traf – natürlich ebenfalls von 20 bis 23 Uhr. Inzwischen trifft man sich an diesem Tag zum Fischessen. 50 Jahre Doppelkopf bedeuten für die fünf Kartendrescher nicht nur unzählige Spielabende und so manchen gewonnenen oder verlorenen Euro. Es sind vor allem fünf Jahrzehnte Freundschaft und gemeinsame Erlebnisse. Und auch wenn die Männer inzwischen sagen: „Auch wir werden älter …“ – am Montagabend wird weiterhin Doppelkopf gespielt.

bottom of page