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- Sag’s mit Blumen. Oder mit Bäumen.
Bürgermeister Sven Stratmann verabschiedet sich im Stadtrat Eine kleine Kolumne Von Julius Höffmann Eine Rats-Streuobstwiese soll es in Friesoythe vermutlich nicht geben. Symbolbild: Adobe Stock Man kann sich mit Worten verabschieden. Oder mit Bäumen. Bürgermeister Sven Stratmann entschied sich bei seiner letzten Ratssitzung nach zwölf Jahren Amtszeit für beides. Es seien manchmal anstrengende, aber auch sehr fruchtbare Zeiten gewesen, mit zahlreichen zukunftsweisenden Entscheidungen, bilanzierte der scheidende Verwaltungschef. Vieles habe man gemeinsam auf den Weg gebracht. Besonders herzlich fiel sein Dank an Erste Stadträtin Heidrun Hamejdiers aus: „Was hätte ich nur ohne Dich gemacht?“ Da durfte am Ende auch beim Bürgermeister das eine oder andere Tränchen kullern. Und weil Abschiedsgeschenke bekanntlich Wurzeln schlagen sollen, bekam jedes Ratsmitglied einen Obstbaum. Welcher genau, blieb allerdings offen. Apfel oder Birne? Eine durchaus wichtige Frage, schließlich möchte man im Rat auch künftig nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Und welche Parteifarbe trägt eigentlich der Baum? Rote Früchte? Grüne zunächst – die im Laufe der Zeit womöglich schwarz werden? Oder doch lieber Kirschen, die auch bittere Entscheidungen ein wenig versüßen könnten? Die Idee, aus den mehr als 30 Bäumen eine Stadtrats-Streuobstwiese zu machen, fand allerdings keinen rechten Anklang. Schade eigentlich. Ein gemeinsamer Spaziergang zwischen Apfel, Birne und Kirsche könnte schließlich so mancher politischen Grenzerfahrung wieder etwas Bodenhaftung verleihen. Aber noch ist nichts verloren: Wer morgen noch kraftvoll zubeißen will, sollte seinen Baum bald pflanzen. Egal wohin. Hauptsache, er schlägt Wurzeln.
- Restauratoren retten Heiligenfiguren - Ausstellung im Altarraum
Fachlicher Blick: Diplom-Restauratorin Ludmilla Henseler dokumentiert die Schäden am Kreuzwegmotiv. Fotos: Claudia Wimberg Friesoythe. Klara und Bonaventura sind eigentlich für die Ewigkeit bestimmt. Rund 140 Jahre standen die beiden handgeschnitzten Heiligen im Hochaltar der Friesoyther St. Marien Kirche an ihrem angestammten Platz, bevor sie gewaltsam aus ihrer Verankerung gerissen wurden. „Was hat man nur mit euch gemacht“, sagt Diplom-Restauratorin Ludmila Henseler kopfschüttelnd und schaut auf abgetrennte Gliedmaße, zahlreiche Risse und zersplittertes Eichenholz. „Gott sei Dank sind die fehlenden Teile gesichert worden“, zeigt sich die international erfahrene Expertin erleichtert, die mit ihrem Kollegen Carsten Mohr die Schäden an den Kunstschätzen nach der im Juni stattgefundenen Randale im Gotteshaus dokumentiert. Der Täter, der sich nachts über ein Gerüst Zutritt verschaffte, zertrümmerte im Altarraum auch verschiedene Zierelemente (Fialen), die auf dem Boden verteilt lagen. Inwieweit Figurenelemente nun sogar neu geschnitzt werden müssen, steht noch nicht fest. Neben der Restauration ginge es auf jeden Fall auch um die Konservierung, „damit das Holz nicht arbeiten kann, was vor allem an feuchten Tagen der Fall ist“, sagt Henseler, die ihr Atelier in Rastede betreibt. Zerstört: Heiligenfiguren aus dem Hochaltar der Marienkirche. Im Bereich der Kreuzwegmotive wurde auf eines der Gemälde offenbar mit einem Kerzenständer massiv eingeschlagen. Faden für Faden müsse die „stark beschädigte“ Leinwandwieder instandgesetzt werden,informiert die Kunstsachverständige und weiß: „Das ist zeitintensiv, teuer, aber es muss gemacht werden.“ Die Höhe der Gesamtschäden kann noch nicht beziffert werden. Die Kirchengemeinde ist gegen Vandalismus versichert und das Unternehmen umgehend informiert worden. Ausstellung Zwischen den ramponierten Kunstschätzen und den aufgrund von Sanierungsarbeiten fehlenden Kirchenfenstern, sorgen Frauen im aktuell eher trostlos wirkenden Altarraum für Lichtblicke: Die Ausstellung „Unbekannte Schwestern“ hat Einzug gehalten, mit der der Bildhauermeister Stefan Lutterbeck an weibliche Figuren des Neuen Testaments erinnert, die häufig namenlos und im Hintergrund geblieben sind. Jede Steinskulptur ist mit einer Bibelstelle verbunden. Der westfälische Künstler greift bekannte Szenen und Begegnungen auf, in denen die Frauen eine tragende Rolle spielen - als Begleiterinnen, Zeuginnen oder Leidtragende. Darunter die Frau des römischen Statthalters Pilatus, die ihm in Form der Stele „Warnen“ von Jesu Verurteilung riet: „Lass’ die Hände von diesem Mann, er ist unschuldig.“ „Geben“ ist bei der armen Frau in Stein gemeißelt, die ihre letzten Münzen in den Opferstock warf und„Warten“ bezieht sich auf die Prophetin Hanna, die in Jesus den Messias sah. Lutterbeck lädt die Betrachter ein, über bekannte Bibeltexte neu nachzudenken und dabei Fragen nach Würde, Sichtbarkeit und gesellschaftlicher Wahrnehmung einzubeziehen.
- Dokumente abholen, wann es passt: Ausgabe-Box startet in Friesoythe
Der symbolische Schnitt an der neuen Box: Sarah Poschmann und Karsten Vahl geben den Startschuss für das neue Angebot im Friesoyther Rathaus. Foto: Höffmann Friesoythe. Die symbolische Schleife ist durchschnitten, der Weg für ein neues Serviceangebot ist frei: Karsten Vahl und Sarah Poschmann von der Friesoyther Verwaltung haben die neue Dokumentenausgabe-Box im Rathaus offiziell in Betrieb genommen - die erste dieser Art im Landkreis Cloppenburg. Nach mehreren Wochen erfolgreicher Testphase steht sie nun allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. „Es funktioniert wunderbar“, freuen sich die beiden Verwaltungsmitarbeiter, die den Praxistest intensiv begleitet haben. Die ersten Ausweise und Pässe wurden bereits erfolgreich über die Box abgeholt. Die Idee entstand aus einem ganz praktischen Problem: Bei der Abholung fertiggestellter Dokumente kam es immer wieder zu längeren Wartezeiten. Für Karsten Vahl und Sarah Poschmann war schnell klar, dass hier eine zusätzliche, unkomplizierte Lösung gebraucht wird. Unterstützung holten sie sich bei Kolleginnen und Kollegen aus Oldenburg, die bereits Erfahrungen mit einem solchen System gesammelt hatten und wertvolle Tipps geben konnten. Das Prinzip ist denkbar einfach: Sobald ein beantragtes Dokument fertiggestellt ist, erhalten die Bürgerinnen und Bürger einen persönlichen Code auf ihr Handy. Mit diesem Code geht es zur Dokumentenausgabe-Box. Dort wird der Code am Display eingegeben – anschließend kann das fertige Dokument entnommen werden. Das Prinzip erinnert an eine klassische Paket- oder Postbox. Doch nicht nur bei der Abholung von Ausweisen und Pässen kann die Box zum Einsatz kommen. Auch für andere Anliegen bietet sie zusätzliche Möglichkeiten. So können beispielsweise Mandatsträger bereitgestellte Unterlagen abholen. Auch für Bestatter kann das Angebot eine Erleichterung darstellen: Erforderliche Dokumente lassen sich unkompliziert und ohne persönlichen Kontakt zur Verwaltung zur Verfügung stellen. Damit wird die neue Box zu einem weiteren Baustein für einen modernen und bürgernahen Verwaltungsservice in Friesoythe. Abholung zu den Rathauszeiten Die Dokumentenausgabe-Box kann während der Öffnungszeiten des Rathauses genutzt werden: Montag bis Freitag: 8 bis 12.30 Uhr Montag bis Mittwoch: 14 bis 17 Uhr Donnerstag: 14 bis 18 Uhr
- 161 Stimmen für den guten Zweck: Lions bringen Friesoythe zum Singen
Die Lions-Veranstaltung stieß auf eine große Resonanz. Darüber freuen sich die Organisatoren, die weitere Events planen. Foto: Lions Friesoythe. Ein rundum gelungener Auftakt: Der Lions Club Friesoythe hat mit seinem ersten eigenen Event eine besondere Premiere gefeiert. Beim Gemeinschaftssingen mit Live-Band erlebten die Gäste einen stimmungsvollen Abend voller Musik, Gemeinschaft und guter Unterhaltung – und unterstützten dabei zugleich einen guten Zweck. Insgesamt konnten 161 Karten verkauft werden. "Der Lions Club Friesoythe freut sich über die große Resonanz und die damit verbundene Spendenbereitschaft", heißt es in einer Pressemitteilung. Der Erlös kommt dem Caritas-Sozialwerk für den Zweck „Gemeinsam Kinderherzen stärken“ zugute. „Der Abend hat gezeigt, wie viel Freude gemeinsames Engagement und gemeinsames Singen bereiten können“, so der Lions Club Friesoythe. Ein besonderer Dank gelte allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen und den Lions Club bei der Organisation unterstützt haben. Besonders hervorzuheben sind das Hotel Heidegrund, die Volksbank Friesoythe, der Malereibetrieb Grale sowie das Bauunternehmen A-Haus. Mit ihrer Unterstützung hätten sie maßgeblich dazu beigetragen, dass die Premiere zu einem erfolgreichen und stimmungsvollen Abend werden konnte. Der gelungene Auftakt mache bereits Lust auf weitere Veranstaltungen des Lions Clubs Friesoythe. Die Premiere habe eindrucksvoll gezeigt: Wenn Menschen zusammenkommen und sich gemeinsam für eine gute Sache engagieren, lasse sich viel bewegen.
- Ausbau „Hinter der Post“: Stadtrat beschließt neuen Plan
Friesoythe. Es soll der letzte Abschnitt der Stadtsanierung in Friesoythe sein, doch der Ausbau der Straße „Hinter der Post“ gestaltet sich komplizierter als von der Stadtverwaltung gewünscht. Der Grund: Die bestehenden Grundstücksverhältnisse und die fehlende Flächenverfügbarkeit, die einen Ausbau der Straße nicht in der üblichen Breite möglich machen, heißt es in der Sitzungsvorlage. Dennoch hat der Stadtrat während seiner jüngsten Sitzung in dieser Woche einstimmig den überarbeiteten Plan einstimmig beschlossen, der im nächsten Jahr im Rahmen der Stadtsanierung umgesetzt werden soll. Notwendig sei die Maßnahme auch, um den zum Teil abgängigen Regenwasserkanal zu erneuern. Doch auch für die aktuelle Variante sind private Flächen erforderlich. Die Verwaltung soll die notwendigen Bauerlaubnisverträge und Grundstückskaufverträge mit den Anliegern abschließen, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die entsprechenden Schreiben mit den Verträgen seien bereits verschickt worden, doch bislang ohne Erfolg: „Bis heute ist noch keiner zurückgekommen“, berichtete Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers. Das Problem: Es müssen alle betroffenen Anlieger zustimmen. Wenn nur einer ablehne, könne das Vorhaben nicht umgesetzt werden. Wie Hamjediers weiter erklärte, richte sich die Stadt bei den Kaufangeboten nach den aktuellen Bodenrichtwerten. „Wir dürfen keine höheren Summen anbieten.“ Die Planungen sind nicht neu, Bereits 2020 über die beabsichtigte Neugestaltung der Straße im Rahmen der Sanierung der Innenstadt berichtet. Schon damals sei darauf hingewiesen worden, „dass der vorhandene öffentliche Verkehrsraum abschnittsweise lediglich ca. 3,00 m beträgt, der Einmündungsbereich zur Bürgermeister-Krose-Straße aufgrund der vorhandenen Eckbebauung stark eingeschränkt ist sowie Probleme bei der Andienung und Befahrbarkeit, insbesondere durch größere Fahrzeuge, bestehen“. Dies habe zur Folge, „dass keine Durchfahrt bzw. Wendemöglichkeit für Lieferverkehr und für die Müllabfuhr hergestellt werden kann“, schreibt die Stadt.
- Müll entsorgt, Kupfer gestohlen, mit Drogen am Steuer
Foto: Polizei Bösel: Unbekannte haben in einem kleineren Waldstück an der Straße „Ziegelmoor“ illegal Müll entsorgt (Foto). Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat im Zeitraum von Freitag, 11. September, 12 Uhr, bis Montag, 21. September 2026, 12 Uhr. Die Polizei Bösel bittet Zeugen, die Hinweise zu den Verursachern geben können, sich unter 04494/92262 zu melden. Friesoythe: Von einer Baustelle an der Tecklenburger Straße wurden Kupferkabel gestohlen. Die Tat ereignete sich laut Polizei zwischen Mittwoch, 23. September, 17 Uhr, und Donnerstag, 24. September 2026, 6.30 Uhr. Der entstandene Schaden liegt im vierstelligen Bereich. Hinweise nimmt die Polizei Friesoythe unter 04491/93390 entgegen. Saterland: Ein 14-jähriger E-Scooter-Fahrer aus dem Saterland ist am Donnerstag, 24. September, gegen 17.19 Uhr von einer Streifenwagenbesatzung im Bereich der Tulpenstraße kontrolliert worden. Wie die Polizei mitteilt, war der Jugendliche mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Bei der Kontrolle wurde eine Geschwindigkeit von 41 km/h festgestellt. Der E-Scooter wurde sichergestellt. Gegen den Jugendlichen wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Friesoythe: Ebenfalls am Donnerstag, 24. September, kontrollierte die Polizei gegen 14.03 Uhr einen 39-jährigen Sattelzugfahrer aus Oldenburg auf dem Ems-Dollart-Ring. Nach Angaben der Polizei stand der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Ein vor Ort durchgeführter Drogenvortest reagierte positiv auf THC. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet
- Fast 200 Jahre ehrenamtliche Ratsarbeit gewürdigt
Fast 200 Jahre Ratsarbeit (von links): Marlies Preuth, Stefan Fuhler, Melanie Buhr, Sven Stratmann, Eike Baran, Hans Meyer, Renate Geuter und Wilfried Thunert. Foto: Höffmann Friesoythe. Zusammen kommen sie auf fast 200 Jahre Ratsarbeit: Neun langjährige Kommunalpolitikerinnen und -politiker sind in der letzten Friesoyther Ratssitzung der aktuellen Wahlperiode für ihre Verdienste ausgezeichnet worden. Die Ehrenurkunden überreichte Nils Anhuth, Vorsitzender des Städte- und Gemeindebundes, Kreisverband Cloppenburg. Anhuth, zugleich Bürgermeister der Gemeinde Barßel, nutzte die abschließende Ratssitzung am Mittwoch, um den langjährigen Ratsmitgliedern für ihren Einsatz zu danken. „Das ist längst nicht selbstverständlich“, betonte er und würdigte damit die Zeit und das Engagement, die die Geehrten über viele Jahre in die kommunalpolitische Arbeit investiert haben. Unzählige Sitzungen, Gespräche und Beratungen prägten die Jahre im Rat. Kommunalpolitik sei dabei ein besonderes Aufgabengebiet, machte Anhuth deutlich. Anders als bei Entscheidungen auf übergeordneten politischen Ebenen gehe es unmittelbar um die Menschen vor Ort und deren konkrete Anliegen. Mit ihrem langjährigen Einsatz hätten die neun Ratsmitglieder die Entwicklung ihrer Stadt begleitet und mitgestaltet. Die Auszeichnung sei daher nicht nur eine Würdigung der vergangenen Jahre, sondern zugleich ein Dank für die Bereitschaft, Verantwortung für die eigene Kommune zu übernehmen. Die Ehrenandel in bronze für 15-jährige Mitgliedschaft: Christoph Böhmann, Wilfried Thunert, Stefan Fuhler, Marlies Preuth, Eike Baran und Sven Stratmann. Die Ehrenandel in silber für 20 Jahre gab es für Melanie Buhr. Trägerin der Ehrenmedaille ist jetzt Renate Geuter, die 30 Jahre lang im Stadtrat tätig war und die "Große Verbandsurkunde" gab es für Hans Meyer, der sich seit 45 Jahren im Stadtrat engagiert.
- Thüle: Erneut Diebstahl aus Selbstbedienungsladen
Thüle. Erneut kam es am Dienstag, 22. September, zwischen 16:30 Uhr und 17:30 Uhr, zu einem Diebstahl aus einem Selbstbedienungsladen am Kurfürstendamm in Thüle. Unbekannte Täter estahlennach Polizeiangaben diverse Lebensmittel. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Friesoythe unter 04491/93390 entgegen.
- Große Anerkennung für Hermann Rosenbaum
Der Friesoyther Stadtrat hat dem früheren Markhauser Ortsbrandmeister Hermann Rosenbaum die Ehrenbezeichnung Ehrenortsbrandmeister verliehen. Bürgermeister Sven Stratmann überreichte gestern Abend die Urkunde an den Jubilar mit Ehefrau Agnes. Foto: Höffmann Friesoythe. „Du hinterlässt einen großen Fußabdruck“, betonte Bürgermeister Sven Stratmann bei der Würdigung von Hermann Rosenbaum. Er hob am Mittwochabend das „riesengroße Engagement“ und seinen persönlichen Einsatz als Markhausens Ortsbrandmeister für die Feuerwehr hervor und verlieh während der Stadtratssitzung die Ehrenbezeichnung "Ehrenortsbrandmeister". Besonders wichtig sei Rosenbaum stets das menschliche Miteinander in der Kameradschaft gewesen. „Du bist immer ein großes Vorbild gewesen“, sagte Stratmann. Auch persönlich fand der Bürgermeister anerkennende Worte: „Ich habe Dich als sehr, sehr netten Menschen kennengelernt.“ Seinen Dank richtete er zugleich an Rosenbaums Ehefrau Agnes, die ihn über all die Jahre unterstützt habe. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte Stratmann ihr Blumen. Mit Vollendung seines 67. Lebensjahres schied Hermann Rosenbaum im Juni 2026 aus dem aktiven Feuerwehrdienst aus und wechselte in die Altersabteilung. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt Rosenbaums jahrzehntelangen Einsatz, sein Verantwortungsbewusstsein und sein besonderes Engagement für die ehrenamtliche Feuerwehr und die Menschen in Markhausen.
- 404 Seiten Bösel zum Jubiläum: Eine Zeitreise in Bildern
Ein letzter Blick: Bürgermeister Hermann Block (links) und Autor Martin Pille stimmen den Titel des neuen Fotobuches ab, das jetzt in Druck geht und beim „Tag der offenen Tür“ des erweiterten Rathauses präsentiert werden soll. Foto: Claudia Wimberg Bösel. Mit rund 10 000 gesammelten Fotos könnte sich Martin Pille problemlos auf eine lange Zeitreise durch Bösel zu begeben. Statt schweren Koffers war jedoch Leichtgepäck gefragt und aus seinem Fundus „nur“ rund 1000 Motive auszuwählen, stellte den Heimatexperten schon vor eine „große Herausforderung.“ Schließlich verberge sich hinter jeder Darstellung „ein Moment, der es wert gewesen wäre, gezeigt zu werden“, sagt der Autor, der dennoch keinen Kurztrip unternimmt, sondern die Kommune auf immerhin 404 Seiten erlebbar macht. „Bösel - eine Zeitreise in Bildern“ heißt das Fotobuch zum 150-jährigen Bestehen der selbstständigen politischen Gemeinde, das er im Auftrag der Verwaltung gestaltete. Nach dem „Dorfbuch“, das 2024 anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Heimatvereins erschien, versteht Pille sein neuestes Werk als „weitere Liebeserklärung“ an seinen Heimatort. Über 50 Jahre war der 79-Jährige mit seiner Kamera unterwegs, um für Tageszeitungen und Magazine zu schreiben. Auf diesen Jahren liege der Schwerpunkt dieser Dokumentation. „Bilder erzählen mehr als Worte“, unterstreicht Hermann Block, der die Entwicklung der Gemeinde 20 Jahre als Bürgermeister begleitete. Die offizielle Vorstellung des sich im Druck befindlichen Buches verbindet der scheidende Verwaltungschef am Sonntag, 11. Oktober, mit seinem letzten öffentlichen Termin und lädt die Einwohner zum „Tag der offenen Tür“ ins baulich erweiterte Rathaus ein. Wer durch die 20 Kapitel blättert, taucht ein in die frühen Anfänge bis in die jüngere Vergangenheit. Die Fotos und Texte veranschaulichen Gemeinschaft, Traditionen, Werte und Wandel. „Bösel eben, wie wir es lieben: mit Ecken, Kanten und viel Herz“, betont Pille. Block wünscht den Leserinnen und Lesern „viel Freude beim Entdecken, Erinnern und Wiederfinden.“ Erstmals schriftlich erwähnt wurde Bösel 1080. 2030 wären seitdem 950 Jahre vergangen und dieses Jubiläum möchte die Gemeinde dann nutzen, um die erste, wissenschaftlich fundierte Chronik mit belastbaren Daten und Fakten herauszugeben. 2026 steht jedoch der runde Geburtstag der politischen Eigenständigkeit im Fokus, der bereits mit Veranstaltungen, wie beispielsweise dem OM-Familienfest, gefeiert wurde. Den „Tag der offenen Tür“ des Rathauses verbinden die Gastgeber neben der Buchpräsentation zwischen 13 und 17 Uhr mit einem bunten Programm samt Verpflegung für alle Generationen. Mit dabei auch die Feuerwehr, das DRK und das Team des Bauhofes. Info: Das Fotobuch „Bösel – Eine Zeitreise in Bildern“ kann zum Preis von 29,90 Euro erstmals am „Tag der offenen Tür“ im Rathaus erworben werden. Danach ist es unter anderem in den Buchhandlungen der Umgebung erhältlich.








