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- Urlaub ist für neue Ökonomin zurzeit kein Thema
Neu im Amt: Rita Berndmeyer ist die erste Ökonomin im Pastoralen Raum Friesoythe. Foto: Claudia Wimberg Friesoythe. Statt ins Blaue zu fahren, bleibt Rita Berndmeyer im Büro. Urlaub ist für sie zurzeit kein Thema. Vielmehr möchte die neue Ökonomin im Pastoralen Raum Friesoythe Land und Leute in ihrem Katholischen Kirchengemeindeverband (KKGV) kennenlernen. „Ich war schon viel unterwegs, aber habe auch noch einiges vor mir“, sagt die 55-Jährige, die sich persönlich vorstellen und ins Gespräch kommen möchte. „Ökonomin, was ist das eigentlich?“, wird sie seit ihrem Dienstantritt häufiger gefragt, was nicht verwundert. Schließlich gab es diesen Posten bisher nicht, „und natürlich ist er für viele erklärungsbedürftig“, weiß die Garrelerin, die im Friesoyther Pfarrhaus sitzt. Durch die Bildung der Pastoralen Räume wurde auch die Verwaltung für die Kindertagesstätten neu strukturiert. Im Offizialatsbezirk (Oldenburger Land) haben die Kirchengemeinden die Trägerschaft von insgesamt 135 Einrichtungen mit 2800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an sechs Kirchengemeindeverbände abgegeben, die nun alle einen Ökonom als Leiter haben. Rita Berndmeyer steht an der Spitze des Kirchengemeindeverbandes Friesoythe mit den Pfarreien Friesoythe, Bösel, Barßel, Saterland, Garrel und Westerstede. Sie verantwortet die Finanzen und Verwaltung von 22 Kitas mit rund 500 Mitarbeitern. „Netzwerken ist dabei wichtig“, betont die studierte Sozialpädagogin und Groß- und Außenhandelskauffrau, die auch eine Ausbildung zur Stiftungsmanagerin absolvierte. Die Ökonomin ist mit den Kita-Leitungen für das Personal zuständig, sie knüpft Kontakte zu Kommunen und ist Ansprechpartnerin für das Offizialat. „Spannend und abwechslungsreich“, beschreibt sie ihre Tätigkeit, die sie „offen, lösungsorientiert und auf Augenhöhe“ ausüben möchte. Dafür brauche es „viel Kommunikation und Menschenkenntnis.“ Dass Organisation und Aufgaben nun in großen Trägern vereint werden, sei ein Prozess, an den sich alle Beteiligten gewöhnen müssten. „Das braucht Zeit, aber es ist mit großen Vorteilen verbunden, was bei Vordrucken für Urlaubsplänen und einheitlicher Software anfängt“, betont die Ökonomin, die zuvor elf Jahre den Bereich Wohnen des Cloppenburger St. Vincenzhaus leitete. Die immer weniger werdenden Pfarrer und Ehrenamtliche würden von Verwaltungsangelegenheiten entlastet und Kompetenzen gebündelt. Es gebe eine Mitarbeitervertretung für den gesamten Raum und das System ermögliche mehr Flexibilität bei der Stellenbesetzung. „Wenn eine Mitarbeiterin in Bösel arbeitet, sich dann aber Barßel durch persönliche Umstände besser anbietet, geht es nicht mehr um neue Arbeitsverträge, sondern lediglich um einen Ortswechsel“, veranschaulicht die Fachfrau. Was liegt aktuell auf ihrem Schreibtisch? „Das geht vom Eichenprozessionsspinner, über die Sanierung der Neuscharreler Kita bis hin zur Vorbereitung des neuen Kita-Jahres. „Die Krippen-Plätze sind rückläufig“, informiert sie und führt das auf finanzielle Gründe zurück. „Die Elternbeiträge sind erhöht worden, alles wird teurer und deshalb bleibt ein Elternteil noch etwas länger zu Hause“, so Berndmeyer. Ihre erste Verbandsversammlung hat sie vor wenigen Tagen absolviert. „Erfolgreich gelaufen“, sagt sie zufrieden und bereitet jetzt ihren ersten Besuch in den Kitas der Gemeinde Barßel vor. „Da war ich nämlich noch nicht.“
- Gartenschuppen brennt aus – Schwerer Unfall in Bösel
Symbolbild: Adobe Stock Gartenschuppen gerät in Brand Barßel. Ein Gartenschuppen auf dem Grundstück eines Wohnhauses an der Feldstraße ist am Donnerstagabend vollständig ausgebrannt. Gegen 18 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Barßel alarmiert, nachdem erste Löschversuche von Anwohnern erfolglos geblieben waren. Aus bislang ungeklärter Ursache war das Feuer in dem Schuppen ausgebrochen, in dem unter anderem Gasflaschen gelagert wurden. Während des Einsatzes kam es zeitweise zu einer starken Rauchentwicklung. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, der Schuppen wurde jedoch vollständig zerstört. Verletzt wurde niemand. Pkw prallt gegen abgestellte LKW-Container Bösel. Ebenfalls am Donnerstag ereignete sich auf der Eisenstraße in Bösel ein schwerer Verkehrsunfall. Gegen 13.30 Uhr kam eine 40-jährige Autofahrerin aus Friesoythe aus bislang unbekannter Ursache mit ihrem Pkw nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit mehreren abgestellten LKW-Containern. Die Frau erlitt schwere Verletzungen und wurde nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht. Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf rund 17.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.
- Ihre Meinung zählt: So soll die Talsperre noch besser werden
Schafbeweidung spielt bei der Pflege von Heide- und Magerrasenflächen rund um die Talsperre eine wichtige Rolle. Foto: Zietz/NLWKN Vechta/Friesoythe. Die Thülsfelder Talsperre mit ihren Wäldern, Heideflächen und Wanderwegen zählt zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Region. Gleichzeitig ist das Gebiet ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Den Spagat zwischen Naturschutz und touristischer Nutzung nehmen nun Studierende der Soziologie an der Universität Vechta wissenschaftlich in den Blick. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) haben sie eine anonyme Online-Befragung gestartet. Ziel ist es, ein möglichst umfassendes Bild davon zu erhalten, wie Besucherinnen und Besucher sowie Anwohnende das Gebiet wahrnehmen, wie sie sich dort verhalten und welche Wünsche oder Verbesserungsvorschläge sie haben. „Uns interessiert, wie Menschen das Gebiet wahrnehmen, wie sie sich dort verhalten und welche Wünsche oder Verbesserungsvorschläge sie haben“, sagt Soziologin Ninja Christine Rickwärtz und wirbt für eine rege Teilnahme. Die Ergebnisse der Befragung sollen dem NLWKN dabei helfen, seine Maßnahmen rund um die Thülsfelder Talsperre noch besser an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen, ohne den Schutz der Natur aus dem Blick zu verlieren. Der Landesbetrieb setzt sich bereits mit verschiedenen Maßnahmen für den Erhalt des wertvollen Naturraums ein. Dazu gehört unter anderem die Beweidung ausgewählter Flächen mit Schafen und Ziegen. Zum Schutz der Herden kommen zudem Herdenschutzhunde zum Einsatz. Die Teilnahme an der Umfrage ist anonym und ab sofort online unter www.nlwkn.niedersachsen.de/thuelsfeld2026möglich.
- Frühschoppen mit Bratwurst
Markhausen. Der CDU-Ortsverband Markhausen lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Sonntag, 5. Juli, von 11 bis 13 Uhr zu einem Frühschoppen nach Augustendorf ein. Die Veranstaltung findet auf dem Hof der Familie Niemann, Zum Herrensand 9, statt. Bei Bratwurst und Getränken haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die Kandidatinnen und Kandidaten der CDU für die bevorstehenden Kommunalwahlen persönlich kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Für den Stadtrat kandidieren Sonja Schlangen (Neumarkhausen), Werner Knelangen (Ellerbrock) sowie Christoph Böhmann und Wolfgang Timme (beide Markhausen). Für den Kreistag wird Martin Roter aus Thüle vom CDU-Ortsverband Markhausen unterstützt. Außerdem wird CDU-Bürgermeisterkandidat Jann Christian Hegewald an der Veranstaltung teilnehmen. Er wird sich und die Schwerpunkte seines Programms vorstellen und steht den Gästen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.
- Marienschule Friesoythe: Beschluss vorerst vertagt
Vorentwürfe: Die Gesamtübersicht aus Sicht der Brakestraße. Quelle: Stadt Friesoythe Friesoythe. Die Stadt Friesoythe treibt die Planungen zur umfassenden Modernisierung und Erweiterung der Marienschule weiter voran. In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses wurde die überarbeitete Planung vorgestellt, die gegenüber der bislang beschlossenen Variante deutlich erweitert wurde. Eine endgültige Entscheidung fiel jedoch nicht: Der Ausschuss signalisierte zwar Zustimmung zum Vorhaben, verwies die Angelegenheit aufgrund noch offener Detailfragen ohne Beschluss an den Verwaltungsausschuss. Ansicht Mensa Klassentrakt: Brakestraße Nach der Beschlussvorlage der Verwaltung soll der Umbau und die Erweiterung der Marienschule entsprechend der neuen Planung umgesetzt werden. Die hierfür zusätzlich benötigten Haushaltsmittel sollen im Haushalt 2027 eingeplant werden. Hintergrund der neuen Planung ist ein Antrag der Schulleitung von 2025, mit dem eine Überarbeitung der bisherigen Bauplanung angestoßen wurde. Bereits 2023 hatte der Rat eine erste Ausbauplanung beschlossen. Zwischenzeitlich veröffentlichte der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund jedoch eine neue Schulbauplanungshilfe, die als Leitfaden für moderne Ganztagsgrundschulen dient. Obwohl diese Planungshilfe für vierzügige Grundschulen entwickelt wurde, übertrug die Verwaltung deren Vorgaben auf die dreizügige Marienschule. Ansicht Klassenstrakt: Meeschenstraße Dabei zeigte sich, dass die bisherige Planung insbesondere in den Bereichen Verwaltung, Lehrerarbeitsplätze sowie Fachunterricht nicht mehr den aktuellen Empfehlungen entspricht. Die Verwaltung überarbeitete deshalb das Konzept grundlegend. Eine abschließende Abstimmung mit der Schulleitung steht allerdings noch aus. Die neue Planung sieht den Bau eines zusätzlichen Klassentraktes mit sechs Klassenräumen, zwei Fachunterrichtsräumen und einer Mensa vor. Darüber hinaus soll ein weiterer Erweiterungsbau entstehen, der eine neue Pausenhalle, moderne Sanitäranlagen sowie einen Aufzug umfasst. Dieser Gebäudeteil soll den bisherigen eingeschossigen Gebäudebereich auf der Pausenhofseite ersetzen. Ergänzend sind umfangreiche Umbauten im bestehenden Schulgebäude vorgesehen. Ansicht Pausenhalle: Meeschenstraße Die Umsetzung soll in drei Bauabschnitten erfolgen. Nach aktueller Kostenschätzung belaufen sich die Gesamtausgaben auf rund 6,71 Millionen Euro. Allein der erste Bauabschnitt mit dem neuen Klassentrakt wird auf etwa 4,5 Millionen Euro veranschlagt. Die weiteren Bauabschnitte umfassen den Neubau der Pausenhalle mit Nebenräumen sowie die erforderlichen Umbaumaßnahmen im Bestandsgebäude. Bevor die Planungen weiter vorangetrieben werden können, soll sich nun zunächst der Verwaltungsausschuss erneut mit dem Vorhaben befassen. Erst danach ist eine abschließende Entscheidung über die Umsetzung und die Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel zu erwarten.
- Attacke auf Kirchenorgel: Experten sprechen von beispiellosem Fall
Begutachtung: Mit dem Friesoyther Kirchenmusiker Carlos Reigadas (links) verschaffen sich die Experten einen Überblick über das Ausmaß der Zerstörung an der Traktur. Fotos: Wimberg Friesoythe. Vandalismus an Kirchenorgeln ist ihm grundsätzlich nicht fremd. „Das hier ist allerdings völlig ungewöhnlich und skurril und so etwas habe ich bisher noch nicht erlebt“, reagierte Sachverständiger Thorsten Konigorski, nachdem er sich einen ersten Überblick am mutwillig beschädigten Instrument in der Friesoyther St. Marien Kirche verschafft hat. Gleiches galt für Thomas Heinemann, Geschäftsführer des Orgelbau-Unternehmens „Sauer und Heinemann“, der mit Mitarbeiter Michael Marx zum Ortstermin angereist war. „Das ist tatsächlich speziell und gab es auch bei uns noch nie“, sagte der Experte aus dem westfälischen Höxter. Orgelbauer: Thomas Heinemann aus Höxter dokumentierte die Schäden. Im Beisein von Kirchenmusiker Carlos Reigadas, Pfarrer Christoph Winkeler und Kirchenausschussmitglied Gerd Bolten warfen die Fachleute einen prüfenden Blick auf Funktion und Technik und tauchten dafür auch hinter die Kulissen und damit ins begehbare Gehäuse ab. Im Inneren offenbarten sich „mehr Schäden, als man von außen sieht“, betonte Kirchenmusikdirektor Konigorski, der als Gutachter für den gesamten Offizialatsbezirk zuständig ist. Wie berichtet, steht ein 25-Jähriger aus Friesoythe im Verdacht, in der Nacht zum 22. Juni im gesamten Gebäude randaliert zu haben. Neben Fenstern, technischen Anlagen, Kreuzwegmotiven und Kunstgegenständen verwüstete der mutmaßliche Täter auch den Orgelboden und richtete an der Orgel schwerwiegende Schäden an.Dass Gegenstände in die Pfeifenreihen geworfen werden oder Chaoten sich am Spieltisch zu schaffen machen, „ist schon vorgekommen“, so Heinemann und Konigorski. Beides war in St. Marien jedoch nicht der Fall. Stattdessen wurde die Traktur attackiert, die sich in Form von feinen, hölzernen Latten und Leisten (Abstrakten) verdeckt im Boden befindet. Ein Teil dieser mechanischen Verbindungen ist „von der Tastatur bis zur Windlade zerstört“, informierte Heinemann. Aufgerüstet: Die Marien-Gemeinde installierte im Baustellenbereich eine Videoüberwachung. Der gesamte Trakturrahmen des 1. und 2. Manuals müsse nun für die Erneuerung in die Werkstatt gebracht werden. „Das ist schon tricky“, urteilte der Spezialist angesichts eines hohen Aufwandes, der mit dem Ausbau der Konstruktion verbunden sei. Am Einbau der Orgel war sein Unternehmen vor 32 Jahren beteiligt und „natürlich können wir sie wieder herstellen“, versicherte der Unternehmer und sagte den Verantwortlichen der Pfarrei zu, „dieses Projekt dazwischen zu schieben.“ Wenn die Versicherung grünes Licht gibt und der Auftrag erteilt werden kann, nennt der Fachmann einen zeitlichen Rahmen „von einem Vierteljahr“, bis die Königin der Instrumente wieder in der Kirche erklingen kann. Info: Teile des Gotteshauses sind zurzeit wegen Sanierungsarbeiten an den Fenstern mit einem Baugerüst versehen, über das der 25-Jährige ins Innere gelangte. Aus Sicherheitsgründen aufgerüstet wurde dieser Bereich jetzt durch eine mobile Videoüberwachung mit Lautsprecheranlage.
- Täter stehlen Schreckschuss-Pistolen
Symbolbild: Adobe Stock Barßel – Versuchter Einbruch in leerstehende Wohnung Im Zeitraum von Montag, 29. Juni, 18 Uhr, bis Dienstag, 30. Juni, 16 Uhr, verschafften sich bislang unbekannte Täter über ein Dachfenster Zutritt zu einer leerstehenden Wohnung an der Schulküche der IGS Barßel. Dabei wurde das Dachfenster beschädigt. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurden keine weiteren Räumlichkeiten betreten. Die Polizei Barßel bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 04499/9222022 zu melden. Barßel – Transporter prallt gegen Baum und flüchtet Am Mittwoch, 1. Juli, kam es gegen 12:30 Uhr auf der Oldenburger Straße zu einer Verkehrsunfallflucht. Ein Transporter verließ eine Hofeinfahrt und prallte aus bislang ungeklärter Ursache gegen einen Baum. Anschließend entfernte sich das Fahrzeug unerlaubt vom Unfallort. Zeugen nahmen lediglich einen lauten Knall wahr. Bei dem Fahrzeug soll es sich nach Polizeiangaben um einen älteren weißen Transporter mit der Aufschrift „Handwerker“ gehandelt haben. Die Insassen hatten zuvor im Bereich Reinigungsarbeiten angeboten. Hinweise nimmt die Polizei Friesoythe unter der Telefonnummer 04491/93390 entgegen. Friesoythe – Wohnungseinbruch mit Diebstahl von Bargeld und Schreckschusswaffen In der Zeit von Mittwoch, 1. Juli 2026, 2:15 Uhr, bis 06 Uhr, drangen unbekannte Täter auf bislang unbekannte Weise in ein Wohnhaus an der Straße Zu den Kämpen in Friesoythe ein. Die Täter durchsuchten mehrere Schränke nach Diebesgut, insbesondere einen Waffenschrank. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurden Bargeld sowie zwei Schreckschusspistolen entwendet. Die Polizei Friesoythe bittet Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder sonstige Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 04491/93390 zu melden.
- Millimeterarbeit am Schöpfwerk: Hochwasserschutz gesichert
Präzisionsarbeit: Millimetergenau wird die Förderschnecke in den Trog des Schöpfwerkes eingepasst. Fotos: Martin Pille Bösel/Overlahe - Präzisionsarbeit im Schöpfwerk Bösel-Overlahe: Im Zuge einer umfassenden Instandsetzung wurde eine der beiden mächtigen Förderschnecken (Archimedische Schraube) des Schöpfwerks am Overlaher Graben hinter der Torffabrik Klasmann-Deilmann von der Voss-Werft aus Ihlow repariert und passgenau wieder eingesetzt. „Bei einer der Schnecken hatten sich vier Halterungsbolzen durch die Dauerbelastung derart gelockert, dass eine Unwucht entstand, die zu erheblichen Beschädigungen führte“, erläuterte der Leiter der Bauwerksunterhaltung der Friesoyther Wasseracht, Christian Weerts, der die komplexen Arbeitsschritte direkt an der Anlage koordinierte, um die Schnittstellen zwischen schwerem Maschinenbau, Spezialbetonbau und der bestehenden Steuerungstechnik (die zuletzt 2010 modernisiert wurde) abzusichern. Die Anlage entwässert seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1984 ein Einzugsgebiet von 737 Hektar zuverlässig. Um die Arbeiten überhaupt zu ermöglichen, wurde der Pumpbereich des Schöpfwerks zuvor komplett trockengelegt. Bevor die tonnenschwere Technik wieder in Betrieb gehen konnte, stand den Facharbeitern ein logistischer Kraftakt bevor: Zunächst musste das sensible Unterwasserlager am tiefsten Punkt der Anlage exakt montiert werden. Anschließend wurde die rund 2,6 Tonnen schwere, 4,10 Meter lange und 1,40 Meter dicke Stahlschnecke per Bagger millimetergenau in einem Aufstellwinkel von 30 Grad eingehoben. Das Herzstück der Reparatur war dann ein im Wasserbau bewährtes, aber hochsensibles Spezialverfahren: Nach dem Einheben wurde frischer Beton in den Trog eingebracht. Noch während der Beton abbindet, wird die Riesenschnecke im sogenannten Tippbetrieb kontrolliert gedreht. Bei einer regulären Betriebsdrehzahl von 42 Umdrehungen pro Minute trägt die Schnecke so das überschüssige Material selbst ab. Das Ziel dieses Verfahrens ist maximale Effizienz. Durch das „Eindrehen“ entstehe ein perfekt angepasstes Betonbett mit einem minimalen Spalt von nur wenigen Millimetern zwischen den Schneckenflügeln und dem Trog. Dies verhindere spätere Wasserverluste beim Pumpvorgang und sichert die enorme Förderleistung der Anlage, so Weerts. Jede der beiden Schnecken kann bis zu 500 Liter Wasser pro Sekunde bewegen – zusammen leisten sie beeindruckende 1.000 Liter (einen Kubikmeter) pro Sekunde. Nach den Arbeiten ist das Schöpfwerk nun pünktlich vor den nächsten Starkregenereignissen wieder mit voller Kraft einsatzbereit. Das Wasser, dass hier durch den Overlaher Graben und dem Lager-Schloot in einem kleinen See vor dem Schöpfwerk zusammenläuft, wird –ausgelöst durch einen Sensor des Wasserstandes- von den Schnecken auf das Niveau des etwa 200 Meter entfernten Küstenkanal gepumpt. In der Regel ist hierzu ein Höhenunterschied von 1,50 Meter zu überwinden.
- Unfall mit zwei Leichtverletzten
Friesoythe. Am Dienstag, den 30. Juni 2026, kam es gegen 18:10 Uhr auf der Friesoyther Straße zu einem Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen. Eine 74-jährige Pkw-Führerin aus Friesoythe befuhr die Friesoyther Straße in Fahrtrichtung Friesoythe. Ein nachfolgender 31-jähriger Pkw-Führer, ebenfalls aus Friesoythe, setzte trotz durchgezogener Fahrstreifenbegrenzung zum Überholen an. In diesem Moment bog die 74-Jährige nach links auf ein Grundstück ab, wodurch es zur Kollision der beiden Fahrzeuge kam. Beide Fahrzeugführer wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt.
- Was tut ihr mir an?
Leserbrief Mit der geplanten Ausbauarbeiten an der Straße "Grüner Hof" beschäftigt sich der heutige Leserbrief. Foto: privat Mein Name ist Grüner Hof und bei mir war einmal Heimat, Wohn- und Elternhaus von Friesoyther Kommunalpolitikern. Keiner davon wohnt noch hier. Was habe ich verbrochen? Den einen zog es in den Bundestag, den anderen zum Landkreis. Nur einer harrt noch aus im Rat. Blicke ich zurück, hat sich nur der Bundestagsabgeordnete (a.D.) interessiert. Er organisierte eine Interessengemeinschaft und pflanzte Bäume in die Rabatten zwischen den Parkbuchten. Er war bereits grüner als manch heutiger Grüner – das gefiel mir. Ich kenne sein verqualmtes Kaminzimmer, wo sicherlich weitsichtige Entscheidungen ihren Ursprung hatten. Seine kommunalpolitischen Nachfolger „ticken“ anders. Anstatt eine gangbare Lösung der gegenwärtigen Wasser- und herbeigewünschten (Fern-)Radprobleme mittels „Reset“ der völlig verkorksten Planung einer Radvorrangroute (RVR) mit maximalem Flächenverbrauch durchzuführen, lassen sich diese von der hauptamtlichen städtischen Führungsspitze mit Halbwahrheiten und künstlich erzeugtem Zeitdruck vor sich her treiben. Es müsste genau umgekehrt sein, aber was sage ich! Dabei sind das gar keine Friesoyther und wollten es wohl nie sein. Beide sind schon wieder auf dem Weg in ihre jeweils eigentliche Heimat. Kurz vorher graben sie mir noch eben das Wasser ab, was meinem Zustand nicht förderlich ist. Von einem anderen ehemaligen Bewohner, dessen Elternhaus unlängst zwecks Flächenversiegelung abgerissen werden musste, hört man als Ratsherrn gerade sehr wenig zu meinen angeschlagenen Befindlichkeiten. Ja so ist das, wenn man erst einmal weg ist! Der andere aus der selben Partei ist nicht direkt, aber doch durch Federführung beim Landkreis, mitverantwortlich für meinen schlechten Zustand und möglichen Tod. Die Friesoyther Parteikollegen trauen sich nicht, ihm zu sagen, dass das eigentlich alles „Mist“ ist. Allesamt behaupten, nur jetzt sofort und mit diesen Fördertöpfen ist was zu machen. Aber was ist mit mir? Wer fördert mich? Ich denke, bald stelle ich meinen Straßennamen zur Verfügung. Er wird nicht mehr gebraucht, geschweige, dass ich noch einen Blumentopf gewinne. Dann soll sich der neue regenbogenfarbige Friesoyther Stadtrat einen neuen suchen. Vielleicht: Auf dem Holzweg Klaus Böhmann (ehemaliger langjähriger Bewohner am Grünen Hof) Tecklenburger Straße 10 26169 Friesoythe Anmerkung der Redaktion: Leserbriefe geben ausschließlich die Meinung der jeweiligen Verfasserin bzw. des jeweiligen Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich vor, Einsendungen aus Platzgründen zu kürzen oder redaktionell zu bearbeiten, ohne den Sinngehalt zu verändern. Mit der Veröffentlichung macht sich die Redaktion den Inhalt des Leserbriefes nicht zu eigen.








